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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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233 Die Einteilung der Rhetorik in bestimmte Gattungen hat sich seit Cicero nicht verändert und besaß in dieser Form auch im Mittelalter Geltung. Vgl. hierzu: Horst Fuhrmann. Cicero und das Seelenheil oder Wie kam die heidnische Antike durch das christliche Mittelalter? München – Leipzig: 2003.

234 Hierbei verfahre ich nach inhaltlichen Gesichtspunkten, vom Gliederungsschema Rosemarie Scherrs etwas abweichend. Vgl. R. Scherr. Untersuchungen zur strophischen Form der Kaiserchronik. Diss. Freiburg 1961.

Scherr hatte die Konstantinerzählung in elf aneinandergereihte Episoden gegliedert (152 f.), wobei die zentrale Mitte die Disputation Silvesters ausmache (210). In der Tat bedeutet der Gerichtsstreit einen Wendepunkt innerhalb der Erzählung; die zentrale Mitte lokalisiere ich aber bereits während der von Silvester vollzogenen Massentaufe (Z. 8199), dem entscheidenden Ereignis auf dem Weg des Römischen Reiches vom Heidenreich zum Christenreich.

–  –  –

... den hailigen gelouben er geliepte, die toufe er gezierte, 7620 mit michelre arbait beherte er die cristenhait, sô nie nehain irdiscer hêrre in dirre werlte mêre.

...

Die oben angeführten Verse bilden eine Vorwegnahme der sich anschließenden Konstantingeschichte. Zwar sind sie der Geschichte des Vaters angegliedert, geben aber eine kondensierte Darstellung Konstantins des Großen ab.

Schon früh zeigt sich Konstantins Gabe, sein eigenes Schicksal sowie das Schicksal Roms in seinem Sinne zu beeinflussen. So rät er der eigenen Mutter, Helena, als diese ein

Heiratsangebot von Constantius, dem Vater Konstantins, erhält:

´frouwe mîn diu liebe, bedenke dih sîn vil sciere!

Nû dir mîn vater êre biete,

ob dirz niemen anders riete:

ich pin dîn ainiger sun, 7645 nû solt dû mirz ze liebe tuon. ez waeren lasterlîchiu dinch, hiezen mih die vursten kebselinch.

Konstantins kluge Argumentation, er wäre ein kebselinch, 235 wenn seine Eltern nicht heiraten würden, 236 veranlaßt Helena, das Angebot des Constantius, des Vaters ihres einzigen Kindes, anzunehmen und mit Konstantin nach Rom zu ziehen.

–  –  –

Diese Textpassage behandelt die Bedrohungen, die von außen an den Kaiser herantreten. Da hier noch Constantius die Macht hat, sind nur einzelne Textstellen, die sich auf Konstantin

direkt beziehen, von Interesse:

–  –  –

Während sich anfänglich sämtliche Bedrohungen an den Kaiser Constantius gerichtet haben, gelten hier Nepotianus´ Bemühungen der Gefangennahme oder Tötung des jungen Konstantin. Die Bürger der Stadt Mainz wissen dies zu verhindern und geben Nepotianus in “des jungen kuniges gewalt (7789)”.

235 Zum Bastard-Motiv in der Kaiserchronik siehe auch Ernst Hellgardt. Dietrich von Bern in der deutschen Kaiserchronik. Zur Begegnung mündlicher und schriftlicher Traditionen. In: Deutsche Literatur und Sprache von 1050 – 1200. FS für U. Hennig zum 65. Geb. Hg. von A. Fiebig und H.-J. Schiewer. Berlin 1995, 93-110.

236 “Wenn überhaupt über die Art der Einsetzung des Kaisers in der Kaiserchronik gesprochen wird, dann ist das Wahlprinzip entscheidend,” bemerkt Müller-Römheld, 89, in grundsätzlicher Weise. Die von Konstantin frühzeitig erwirkte Beseitigung des k e b s e l i n c h -Makels läßt aber auf dessen Kalkulation, die auf die spätere Wahl zum Regenten spekuliert, schließen.

Konstantin wird hiermit zum ersten Mal mit kunig betitelt. Er nimmt die erste richtige Amtshandlung als König wahr, die Bestrafung Nepotianus´, und tritt als ein souverän handelnder Herrscher auf, wenn er auch (noch) kein gewählter ist. Die Geschichte des Constantius ist damit beendet. Nach seinem nicht näher beschriebenen Begräbnis steht das Reich ohne Führung (7806). Konstantin wird zum Herrscher gewählt (7809).

–  –  –

Als nächstes heißt es von Konstantin:

7810 “der hêrre was dannoh haiden, iedoch was er vil bescaiden.

von gote ez bechom:

der cunich siechen began.” Zielstrebig treibt hier der Chronist die Handlung voran. Es begegnet kaum ein überflüssiges Wort. Konstantins Heidentum erscheint etwas abgeschwächt in ein vielversprechendes “dannoch” und das tugendhafte “vil bescaiden”. Unmittelbar an Vers 7810f. anknüpfend, folgt daraufhin die Verkündung, dass Konstantin an einer schweren Krankheit leide und Gott ihm diese beschert habe. 237 Sehr schnell abgehandelt wird auch der Versuch, Konstantin im Blute junger Kinder baden zu lassen. Angesichts des Elends der Mütter erbarmt sich der König der Kinder und schilt: 238 “dû hâst mir ainen ubelen rât getân;

237 Das Legendenmotiv des Aussatzes, der gerade durch den Verzicht auf das Blutopfer geheilt wird, war dem Mittelalter ein beliebtes Motiv. Wie in der Silvesterlegende wurde es u.a. von Hartmann von Aue im Armen Heinrich aufgegriffen. (vgl. Ulrich Wyss. Legenden. In: Epische Stoffe des Mittelalters. Hg. von Volker Mertens und Ulrich Müller. Stuttgart 1984, 40-60, S. 51) 238 Kaiserchronik, V. 7832 f.

–  –  –

Geschickt verhält sich der Dichter, da er Konstantin in wörtlicher Rede sprechen läßt. Auf diese Weise treten die angeborenen, tugendhaften Wesenszüge Konstantins im Angesicht der Krise besonders anschaulich zu Tage.





7842 – 8199: Peter und Paul; Silvester; Massentaufen An die Gnade Konstantins, von den Kinderopfern abzusehen, schließt sich nun die wundersame Heilung der Krankheit an.

7842 Der chunich des nahtes an sînem bette lach:

...

Gerafft schildert die Kaiserchronik den nächtlichen Auftritt von Peter und Paul und Konstantins Gespräch mit Papst Silvester am nächsten Tage.

7876 Der bâbes was gereht unt gar:

vil frôlîche huob er sih dar, er wânde, daz er solte resterben, durh got gemartert werden.

Mit diesen einführenden Worten vollzieht sich eine erste Charakterisierung Silvesters. 239 Sein gerechtes Wesen wird angesprochen, ebenso seine ständige Bereitschaft, für seinen Glauben einen Märtyrertod sterben zu müssen. Mit Letzterem rechnet er offensichtlich, als er der Ladung Konstantins nachkommt. Ohne weitere Verzögerungen klärt Konstantin jedoch den Papst über den wahren Grund der Zusammenkunft auf und erbittet Abhilfe für sein Leiden. Nach der gelungenen Identifikation der nächtlichen Traumgestalten mittels der Bilder, die Silvester dem König zeigt und auf denen die Apostel Peter und Paul portraitiert sind,

weist Silvester darauf hin:

...

7930 got hât dirz getân ze minnen:

er wil dih im selbem ze ainem dienestman gewinnen.´ Auf der Stelle erklärt sich Konstantin einverstanden und gibt sein Schicksal in die Hände Gottes, hier vertreten durch den Papst. Unmittelbar nach der dreistündigen Taufe ist Konstantin vollständig genesen, und in eindrucksvoller Weise bekehren er und Silvester die

Römer in sieben Tagen. Hervorgehoben wird, dass beide Figuren als Einheit auftreten:

8005... der bâbes nam in (Konstantin) bî der hende.

...

8029 er (Konstantin) nam den bâbes bî der hant,...

8055 er (Konstantin) nam den bâbes bî der hant,...

Am fünften Tag wird ein erster Höhepunkt in den Bekehrungshandlungen erreicht: als Silvester Konstantin den Titel Augustus verleiht.

239 Ein sonst den Heligenleben eigene Jugendgeschichte Silvesters fehlt aber in der Kaiserchronik. Röhrscheidt hatte bemerkt: “Die Legende war ursprünglich überhaupt keine eigentliche Silvesterlegende. Sie war eine Episode, die in das ´Leben Constantins` eingeschlossen war. Als aber das Streben dahin ging, auch eine Silvesterlegende zu besitzen, wurde diese Episode losgelöst und vom Griechischen ins Lateinische übertragen.

Durch ihre Loslösung wurde sie aber ein Torso. Man hatte keine Jugendgeschichte Silvesters.” (Röhrscheidt, 67)

–  –  –

Außerdem werden Andersgläubige zu Staatsfeinden erklärt. Am sechsten Tag formiert sich

die Kirche Roms, und Konstantin tritt als Beschirmer der Christenheit auf:

8082... und Rôme ain houbet waere aller der di der christenhaite jaehen.

...

Der siebente Tag wird darauf verwendet, die “Ritterschaft” auf ihre neue Rolle als Christen vorzubereiten.

8097... duo îlten di gotes tegene wider an daz gerihte.

...

8101 sô stât iz gescriben noch - :

umbe herzogen unt umbe grâven unt alle di under in wâren, umbe alle rîteres namen,

wi ir leben sollte sîn getân:

daz swert si umbe gurten, daz chrûce dar an vuorten besigelt an dem swerte, wider des tieveles geverte die christenhait ze bescirmen und ze bevogeten.

Keine Bevölkerungsschicht scheint in Konstantins Plan einer dem Christengott dienenden

Neuordnung des Reiches zu fehlen, denn:

... er gebôt umbe bûliute und umbe choufman, daz si fride solten hân, unt swer in ir guot naeme, 8115 daz der des chuniges viant waere.

Nach sieben Tagen religionspolitischer Umgestaltungen folgt nun der Sonntag, der zugleich Abschluß und Höhepunkt der Handlungen ist. Erst jetzt kommt es zur Kaiserweihe und zur Segnung der Regalien (8120-28). Bewegend vollzieht sich Konstantins Ansprache an das Volk. Der Chronist wählt erneut die direkte Rede und einen eindringlichen Predigtstil, der breite Schichten des Volkes ansprechen soll. Die bildhafte Sprache überwiegt.

8164... si muozen ze pulvere brinnen.

Die Alltäglichkeit der Sinneseindrücke wird ohne den Glauben an den rechten Gott zur bloßen Funktion ohne Inhalt.

8168... si hânt ougen unt gesehen niht, si nerchennent di vinstere noch daz lieht,....

Im Anschluß an Konstantins mitreißende Rede erwähnt die Chronik die sich vollziehende Massentaufe von 7.000 Männern als Ergebnis des eindringlichen Appells Konstantins, dem rechten Gott untertänig zu sein. Dann kommt es ohne besondere Überleitung zum Glaubensstreit zwischen Helenas und Konstantins Gefolgsleuten.

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Helenas Brief, den Konstantin den Römern verheimlicht, dient dem Zwecke einerseits in anrührender Weise die Besorgnis einer Mutter zu veranschaulichen, die befürchtet, ihr in einer anderen Stadt lebender Sohn könne vom rechten Wege abgekommen sein; andererseits gibt er unübersehbar die Naivität und Voreingenommenheit einer exemplarischen Heidin wieder. Die zunächst nur per Brief an der Handlung teilhabende Helena hat hier eine Doppelrolle. 240 In erster Linie ist sie die Mutter, die nicht loslassen kann. In diesem Zustand der Verletzbarkeit ist sie geneigt, jedwelche Beeinflussung ihres Sohnes durch die “Außenwelt” als gefährlich und “unrecht” einzustufen. Da es sich nun um das Konvertieren Konstantins zu einer der ihren verschiedenen Religion handelt, ist es konsequent, dass Helena diese frenetisch bekämpft. Damit erklärt sich ihre Prädisposition für die zweite Rolle, die der intoleranten Heidin, die meines Erachtens aus ihrer ersten Rolle, der Mutterrolle, gewachsen ist. Ihre Abneigung gegenüber der christlichen Religion stellt sich dann auch (noch) nicht sehr differenzierend dar; es wird nur vehement und sehr verallgemeinernd der neue Glaube verdammt.

Das Interessante an Helenas Brief ist, dass Konstantin es nicht wagt, seine Römer und insbesondere nicht Papst Silvester in das Vorkommnis einzuweihen. Es gibt in dieser Erzählung demgemäß eine Familienebene und eine Dienstebene. Konstantin verhält sich hier wie jeder junge Mensch, der zum ersten Mal mit einer leitenden Amtsfunktion betraut wird;

sein Verhalten ist erst einmal abwartend und etwas zurückhaltend; durch kluge Beobachtung der “Mitarbeiter” wird versucht, die gröbsten Fehler zu umgehen und zuallererst der, das 240 Zum Thema Mutter-Sohn-Beziehungen in der Kaiserchronik siehe auch Walter Müller-Römheld. Formen und Bedeutung genealogischen Denkens in der deutschen Dichtung bis um 1200. Würzburg. Diss 1958, 87ff.

Private in unschicklicher Weise mit den Amtsgeschäften zu vermischen. Leider erweist sich diese Strategie als nicht mehr geeignet, als Helenas zweiter Brief eintrifft. Da sie droht, Rom zu zerstören, begreift Konstantin nun die amtspolitische Tragweite der Handlungen seiner Mutter, die somit die Rolle einer Staatsfeindin annimmt und entsprechend behandelt werden muss.

Auch Silvester, der nun von Konstantin über die Bedrohung unterrichtet worden ist, handelt sofort in staatsmännischer Manier, als er den Rat zur Einberufung eines sent, also zu einer Gerichtsverhandlung gibt.

–  –  –

Die enge Verwobenheit von Staats- und Kirchenpolitik wird hier mit der Person Silvesters dargestellt. 241 Als Oberhaupt der Kirche steht er unter Konstantins Schutz und ist dem Kaiser gleichzeitig zum Rat verpflichtet. Dies klingt wie eine Lehnsbeziehung.

Deutlich tritt nun die Erleichterung Konstantins zu Tage, da er jetzt sowohl der ihm den Schlaf raubenden Geheimniskrämerei entsagen kann als auch auf den kompetenten Rat seines

obersten Vasallen nicht länger verzichten muss. Konstantin handelt folgendermaßen:

–  –  –

241 Zwar rückt Silvester schon bald nach dem Beginn des Briefwechsels zwischen Konstantin und Helena in den Mittelpunkt und bleibt bis zum Ende des Gerichtsstreits (v.8200-10400) die Zentralfigur, aber Silvester handelt nicht zuletzt aus Reichsinteresse (siehe Hennen, 115).

...

Konstantins vorbildliches Agieren vollzieht sich durch eine konsequente Haltung, die ihn die Vorrangigkeit einzelner Aufgaben vor anderen erkennen läßt. Souverän erteilt er erst Silvester den Befehl, Streiter für die Glaubenssache zusammen zu rufen. Dann versucht er, die Mutter für den sent zu gewinnen. Wie zuvor dem Christengott offeriert Konstantin jetzt seiner Mutter dienest und minne; auch als Sohn ist er stets Vorbild. 242 Es schließen sich wichtige Details, die Vorbereitungen zum sent betreffend, an. Der Rezipient der Chronik erfährt, wer wann und in welcher Funktion und in Begleitung wie vieler Mitstreiter und auf welcher Seite zum sent in Turaz erscheint (8351 – 8503).

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