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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Abschließend zeichnet sich das historische Konstantin-Bild im Vergleich zur KonstantinDarstellung in der Kaiserchronik durch eine tolerantere Haltung in Glaubensdingen und eine betontere kämpferische Aktivität gerade in den jungen Jahren aus. Der historische Konstantin verfolgte in seiner Religionspolitik vor allem eine diplomatische Linie. In diesem Sinne “wollte der Kaiser mit seinen religionspolitischen Maßnahmen das Christentum fördern, ohne dabei die Heiden zu brüskieren..... Dennoch hatte Konstantin mit einigen Beamtenernennungen, vor allem der demonstrativ wirkenden Berufung von vier christlichen Stadtpräfekten, in Rom das Signal einer Umorientierung kaiserlicher Personalpolitik gesetzt.” Warum verlegt der historische Konstantin seinen Regierungssitz nach Konstantinopel?

Die Gründung der neuen Metropole Konstantinopel auf dem geografischen Ort des antiken Byzanz war für Karlhorst Paul von Anfang an als echte Konkurrenz zu Rom geplant. “Im Gegensatz zu Rom, dem Zentrum heidnischer Überlieferung, war die neue Residenz als ´christliches Rom` gedacht, bewußt in das am stärksten christianisierte Gebiet verlegt. Die Rolle Roms sollte gemindert werden.” Hingegen verkörpert die neue Kaiserresidenz Konstantinopel für Klaus Martin Girardet offenbar eine betont christliche Gründung, jedoch auch eine Stadt, die – als zweites oder neues Rom – anfangs noch nicht als neue Reichshauptstadt und nicht als eine Art antiheidnisches Gegenrom gedacht war, sondern als eine Residenz neben anderen. 342 340 von Hähling, 519.

341 Karlhorst Paul. Von Nero bis Konstantin dem Großen. Politische und soziale Aspekte einer kirchengeschichtlichen Wende. Frankfurt a.M.: Diss. 1983, 256.

342 vgl. Klaus Martin Girardet. Die Konstantinische Wende und ihre Bedeutung für das Reich. In: Ekkehard Wie ist der Umzug Konstantins von Rom nach Konstantinopel in der Kaiserchronik motiviert?

Zunächst bleibt zu bemerken, dass Konstantins Gründung der Stadt Konstantinopel und die Verlegung des Regierungssitzes dorthin geschichtlich vorgegeben ist und vom Kaiserchronisten schlecht ignoriert werden kann. Die Actus Silvestri, zumindest die Handschriften vom Typ A und B1, dienen für diesen Teil der Konstantinerzählung nicht mehr als Quelle.

Vordergründig ist es die große Hungersnot, die den Kaiser veranlaßt, seine Heere zu sammeln und in eine Gegend zu ziehen, die das Volk ernähren kann. Ein Traum verheißt ihm bald darauf Konstantinopel als neue kaiserliche Residenz. Erst im Laufe der Zeit entwickelt sich die neue Residenz als der permanent bevorzugte Wohn- und Regierungsort Konstantins. Als er die Frauen nachkommen läßt, gibt Konstantin offiziell den Vorzug Konstantinopels auf lange Sicht gegenüber Roms bekannt. Konstantinopel ist von jetzt ab die ständige Residenz des Kaisertums.

Eine andere Motivation könnte das von Konstantin als zu eng empfundene Verhältnis zu Silvester gewesen sein. Die Kaiserchronik deutet hier trotz der zuvor kunstvoll herausgestellten ergiebigen Zusammenarbeit zwischen Kaiser und Papst im Zusammenhang mit der Reichsordnung und der Synode die Notwendigkeit der Trennung der beiden Rollen, die vielleicht sonst zu sehr zu einer einzelnen verwachsen würden, an. Bisher haben Kaisertum und Papsttum einander bedingt; aber jetzt ist das Reich weitgehend christianisiert und neu geordnet. Neue Aufgaben, beispielsweise Kirchenbauten und Städtegründungen, stehen bevor. Hierfür erweist sich die bisherige symbiotische Verbindung von Kaiser und Papst als nicht mehr angebracht. So paßt es ganz gut zu einem weltlichen Herrscher, der sich durch ruhmreiche Taten der Nachwelt gegenüber unvergeßlich machen will – und die Einigung des Reiches vollbracht zu haben, reichte nach spätantiken Maßstäben dafür nicht aus

-, wenn er dem durch die Hungersnot und die heidnische Tradition geprägten Rom den Rücken kehrt und sich im schon länger mit Christen bevölkerten Osten, im ehemaligen Byzanz, einen neuen Ort des Wirkens sucht. Zudem weiß er Rom ja in guten Händen.

Mühlenberg (Hg.). Die Konstantinische Wende. Gütersloh 1998, 112.

Der Papst hingegen kann seinen seelsorgerischen Pflichten gegenüber der Bevölkerung gerade im krisengeplagten Rom, in dem die heidnische Vergangenheit immer noch gegenwärtig gewesen sein dürfte, am besten nachkommen. Historisch betrachtet ist dies gerade die Zeit, in der das Papsttum erstarken kann und der Mythos von der Papststadt Rom aufkommt, weswegen die Kaiserchronik auch, wie in mehreren Handschriften der Actus Silvestri geschehen, die Apostel Peter und Paul in ihre Geschichte aufnimmt. Die Chronik verknüpft sinnvoll Historie und Legende mit einer eigenen Motivationstheorie. Es ergibt sich ein logisches, nach außen hin abgerundetes Bild von der Notwendigkeit der Teilung der Amtsgeschäfte und der Distanz und wesentlichen Unterschiedlichkeit zwischen Ostrom und Westrom.

Zum Zusammenwirken von Kaiser und Papst trotz der räumlichen Entfernung äußert sich Christian Gellinek. “Von der Silvester – Constantinlegende bis zu Constantius VI. blieb das Kaisertum nach Meinung des Chronisten romabhängig und romzentriert, 343 nicht aus dem Grunde, dass das imperium dem Papste zur Stellvertretung anvertraut worden sei, sondern weil es Constantin ist, den man in Neurom als Silvesters Stellvertreter bezeichnen muß.” 344 Damit klingt noch einmal der bisher noch nicht befriedigend geklärte Machtanspruch Silvesters, der sich gemäß Gellinek über die gesamte Konstantin-Episode der Kaiserchronik manifestiert, an.





Auch aus historischer Sicht bleibt die Stellung des ersten römischen Bischofs, des Papstes, zu Konstantins Zeiten weitgehend im Dunkeln. Zu den von Konstantin einberufenen Konzilien bemerkt Karlhorst Paul: “Kein Papst erschien dort, er ließ sich durch zweitrangige Legaten vertreten, obwohl doch damals schon der römische Primatanspruch erhoben wurde. Warum?

Der Papst hätte doch gerade dieses Gremium zum Forum seiner Aussagen machen können....

Warum tat er das nicht?” Als Antwort führt Paul die kaiserliche Leitung der Konzilien und die Befürchtung, durch seine Anwesenheit würde sich der Papst der kaiserlichen Gewalt fügen und seinen eigenen Primatanspruch negieren, an. Mit seinem Nicht-Erscheinen jedoch konnte der Papst seinen Anspruch aufrecht erhalten und die Durchsetzung auf einen günstigeren Zeitpunkt verschieben. 346 343 Gellinek, 171, verweist hierzu auch auf Ohly, Sage und Legende, 227, und Nellmann, Die Reichsidee, 29.

344 Gellinek, 171 f.

345 Karlhorst Paul, 265.

346 Paul, 266.

Der Ablauf der Synoden verdeutlichte die unumschränkte Macht des weltlichen Alleinherrschers Konstantin. Auf der anderen Seite brachte gerade diese weltliche Macht das Christentum, das dadurch an Organisation und Einheitlichkeit gewann, zum Erstarken. Der Papst in Rom muß sich darüber im Klaren gewesen sein, dass ohne das politische Wirken Konstantins, sich weder das Christentum noch sein eigener Primatanspruch hätte durchsetzen können. Die christlichen Bischöfe brauchten Konstantin genauso, wie er sie benötigte, um Ruhe und Ordnung im Reich herzustellen.

Die Änderungen der Kaiserchronik gegenüber der hauptsächlich benutzten Vorlage, einer oder mehrerer Handschriften der Actus Silvestri oder einer von diesen abhängigen weiteren Quelle betreffen den äußeren Rahmen der Geschichte und die Motivation der Handlung und

stellen sich folgendermaßen dar:

a) D e r ä u ß e r e R a h m e n

Die verwendete Terminologie kleidet den historischen oder pseudo-historischen Sachverhalt in ein höfisches Gewand. So wird die Beziehung zwischen Konstantin und Silvester als ein Vasallenverhältnis beschrieben. Die Religionsgesetze, die Konstantin kurz nach seiner Taufe erläßt, und die in den Actus Silvestri fehlen, sind in der Kaiserchronik keine Toleranzedikte mehr, sondern weisen jedem Stand seine eigene Aufgabe im neuen Christenstaat zu.

Beispielsweise sind Ritter dazu da, die Christenheit zu beschützen:

...

8105 wi ir leben sollte sîn getân:

8106 daz swert si umbe gurten, 8107 daz chrûze dar an vuorten 8108 besigelt an dem swerte, 8109 wider des tiefeles geverte 8110 die christenhait ze bescirmen und ze bevogeten.

Die Botschaft der Caesargeschichte 347 war, die Verpflichtung des deutsch-römischen Kaiserhauses zum Kreuzzug zu verdeutlichen mit der dahinterstehenden Absicht, den deutsch-römischen König Konrad III. zum Aufbruch zu bewegen. Der Kreuzfahrtgedanke könnte überhaupt die Botschaft der gesamten Kaiserchronik sein, wie die oben angeführte Textstelle andeutet. Um die in diesen Zeilen aufkommende Kreuzzugsgesinnung beim Rezipienten weiter zu entfachen, läßt der Chronist den Religionsdisput jetzt nicht mehr, wie in den Actus Silvestri dargestellt, in Rom stattfinden. Eine Fahrt nach Turaz im Nahen Osten steht an. Andererseits wird die Struktur, die der Episode eigene innere Logik, durch den Einsatz von Elementen einer zeitgenössischen höfischen Kultur, anders als noch in der Caesarepisode, hier nicht tangiert. Besagte Elemente bezeugen lediglich die Bemühungen des Chronikdichters, die zu lernende Lektion in antiker Geschichte an das Weltbild seiner Rezipienten anzupassen. Natürlich sollen dabei die Parallelen Religionsdisput nach einer Fahrt in den Nahen Osten und tagespolitisch aktuelle Kreuzzugsstimmung vom Pubikum des

12. Jahrhunderts bemerkt und bewertet werden.

b) M o t i v a t i o n

Der Konstantin der Kaiserchronik handelt besonnener, Religion ist für ihn nicht Mittel zum Zweck. Die erwachsene Person zeichnet tiefe Empfindsamkeit in Glaubensangelegenheiten aus, nachdem der als rachsüchtig eingeführte junge Konstantin als Strafe für seine s u p e r b i a, die auch durch die vorschnelle Erhöhung seiner Person und seiner Familie entstanden sein kann, von Gott mit dem Aussatz gebrandmarkt worden war. Der Konstantin der Kaiserchronik ist von inniger Dankbarkeit gegenüber dem Christengott und Papst Silvester, von denen er Heilung und Taufe erhalten hatte, geprägt. Er zeigt diese, indem er Silvester mit nahezu unumschränkten Machtbefugnissen ausstattet. Papst und Kaiser, sacerdotium und imperium wachsen zu einer Einheit heran. Oberflächlich betrachtet, ist es eine Hungersnot in Rom, die Kaiser und Papst eigene Wege erkennen läßt, räumlich getrennt voneinander dem Wohl des Reiches zu dienen.

Der Chronist nimmt bei der Konzeption seiner Konstantinfigur gegenüber dem historischen 347 Vgl. S. 56 ff.

Konstantinbild einige bedeutsame Veränderungen vor.

1. So erscheint Konstantin weniger als tatenhungriger, seine Handlungen souverän bestimmender Herrscher; vielmehr bestimmt die Handlung über ihn. Alles erscheint gottgewollt. Konstantin hat keinen rechten Einfluß über die sein Schicksal beeinflussende Krankheit. Die durch die Heilung von der Krankheit motivierte enge Bindung Konstantins an die Papstfigur verkehrt die historischen Tatsachen fast ins Gegenteil. Der historische Konstantin ordnete aus eigener Kraft die Belange des Reiches und der Kirche. Die Kirche unterwarf sich ihm aus Dankbarkeit für ihre politische Anerkennung fast vollständig.

Hier ist es Konstantin, der sich aus Dankbarkeit dem Oberhaupt der Christen fast vollständig unterwirft.

2. Konstantins militärische Eroberungen, die Überwindung seiner Mitkaiser, werden vom Kaiserchronisten nicht erwähnt.

3. Die Eintracht und das Zusammenwirken von Kaiser und Papst bei der Neuordnung des Reiches und auf der Synode haben keinen historischen Hintergrund. Die Chronik, den Actus Silvestri folgend, verknüpft hier die Legendenbildung um Papst Silvester, die im 5.

Jahrhundert begann, mit dem tatsächlichen historischen Papst namens Silvester, der Zeitgenosse Konstantins war, und von dem dieser die Taufe empfing. Die so geschaffene Figur schmückt der Kaiserchronist gegenüber den Actus Silvestri noch nach eigener Phantasie aus.

4. Der Verfasser der Kaiserchronik bezeugt direkte oder indirekte Quellenkenntnis, wenn es um zeitgenössische spätantike Darstellungen der Religiosität Konstantins geht. Zwar ändert er, wie die Actus Silvestri, die Umstände der Bekehrung durch Silvester ab, bleibt jedoch dem Motiv der visuellen göttlichen Zeichen, den Abläufen von Ereignissen im Traum und dem in der Vita Constantini beschriebenen, späteren indirekten Erkennen der Trauminhalte bei Tag unter Zuhilfenahme gegenständlicher Kopien und eines

kompetenten Beraters, treu.

5. Die Darstellung der Religiosität der Eltern, die Abstammung und die Kindheit und Jugend Konstantins vollzieht sich in der Kaiserchronik ähnlich wie in den historischen Quellen.

Eine interessante Variante der späten Eheschließung zwischen den Kaisereltern liefert der Kaiserchronist, indem er den jungen Konstantin die treibende Kraft hinter der Aktion sein läßt. Dieser bittet flehentlich die Mutter, den Vater zu ehelichen, weil nur auf diese Weise der Vorwurf der Illegitimität des jungen Konstantin, des späteren Kaisers, umgangen werden könne.

Der Chronist ist sich der prekären Situation demnach in allen ihren Ausmaßen bewußt und weiß sie dem Publikum aufs Eindringlichste zu veranschaulichen.

6. Die bedeutendste Veränderung gegenüber Schilderungen des Lebens Konstantins aus der Spätantike nimmt der Chronist bei der Darstellung des sent vor. Die Anlehnung an das Konzil von Nicäa von 325 ist zwar offensichtlich, aber bei der Motivation, den teilnehmenden Personen und dem Ablauf der Synode, die hier als Gerichtsverhandlung gestaltet ist, dichtet der Verfasser nach eigenem Ermessen um und hinzu, wobei zu bemerken ist, dass etwaige historische Aufzeichnungen des Konzils, die den Rahmen einer Unterschriftenliste übersteigen würde, nicht existieren. Einige philosophische und theologische Fragestellungen der Konstantinischen Zeit werden auch in der vom Glaubensdisput der Actus Silvestri inspirierten Kaiserchronik thematisiert, zum Beispiel die Trinität Gottes, die Frage, ob Christus geboren oder immer schon existent gewesen ist, das schwer begreifliche Wunder der Auferstehung.

Die Teilnehmerschaft an der Synode oder vielmehr der Gerichtsverhandlung ist jedoch eine andere, da sie sich aus Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammensetzt. Die auf den historischen Synoden angestrebte Einigung der Christen untereinander soll in der Kaiserchronik nicht vorangetrieben werden; hier ist erst eirnnal die Bekehrung der Heiden und Andersgläubigen notwendig.



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