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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Unter den Studien, die geistliche Inhalte in weltlicher Literatur zum Thema haben, möchte ich die folgenden anführen: Fliegner (1937), van den Baar (1956), Gellinek (1966), Ohly (1968), (1977), (1983), Marsch (1972), Nöther (1970), Schröder (1977), Jentzmik (1973), Frey (1988), Suntrup (1984) und Fiebig (1995). Ohly, Jentzmik, Nöther und Gellinek bauen meines Erachtens in ihren Forschungsergebnissen aufeinander auf, indem sie biblische und typologische Denkweisen in der Kaiserchronik aufzeigen und die entsprechenden Ansätze weiter verfolgen, so dass sich ein Gerüst geistlichen Gedankenguts herauskristallisiert, das die weitere Forschung nicht unbeachtet lassen kann.

Dieser aus zeitlichen Überlegungen nur sehr verkürzt dargestellte Forschungshintergrund soll den Ausgangspunkt zu meinem Dissertationsvorhaben bilden.

Problemstellung und Methode Ernst Friedrich Ohly hatte in “Sage und Legende in der Kaiserchronik” (1940, 1968) eine angenommen, die aus einer “unausgesprochenen Sinnmitte”2 “innere Einheit der Dichtung” hervorleuchte. Weiterhin handle es sich bei der Kaiserchronik um “eine Dichtung außerbiblischer Typologie..., die innerhalb ihrer selbst zu beurteilen ist.” 3 Unter Typologie verstand Ohly den “Sinnbezug gegenseitiger Bedeutsamkeit zweier oder mehrerer biblischer Geschehnisse oder Worte.” In der Kaiserchronik sei “die typologische Präfiguration der christlichen Welt im römischen Heidentum lokalisiert.” Der Dichter der Kaiserchronik habe mittels einer planmäßig angelegten außerbiblischen Typologie einen Sinnzusammenhang konstruieren wollen.” Anders argumentiert Jantsch (1959), der “gerade das Fehlen von Typologie und anderen förmlichen Systemen in der Kaiserchronik als symptomatisch” 7 ansieht, indem er dies als “Erweis einer neuen Unmittelbarkeit des Zugriffs,” 8 eines “Neuansatzes in der Darstellung von Geschichte” 9 betrachtet. In dem Spannungsfeld der unterschiedlichen 1 Ohly, Ernst Friedrich. Sage und Legende in der Kaiserchronik. Untersuchungen über Quellen und Aufbau der Dichtung. 2. Aufl. Darmstadt 1968, 241. Eine ausführliche Dokumentation der Forschung zur Kaiserchronik seit 1812 begegnet bei Stephan Müller. Vom Annolied zur Kaiserchronik. Zu Text- und Forschungsgeschichte einer verlorenen deutschen Reimchronik. Heidelberg 1999, 12 ff.

2 Ohly, Sage und Legende, 241.

3 Ohly, Sage und Legende, 29.

4 Ohly, Sage und Legende, 26.

5 Ohly, Sage und Legende, 241.

6 Ohly, Sage und Legende, 88.

7 Jantsch, Heinz G. Studien zum Symbolischen in frühmittelhochdeutscher Literatur. Tübingen 1959, 203-226.

8 Jantsch, 213.

9 Jantsch, 211.

Interpretationsansätze Ohlys und Jantschs möchte ich den Aufgabenbereich dieser Arbeit bestimmen.

Bereits Ittenbach 10 und Gellinek 11 hatten ein der Chronik zu Grunde liegendes didaktisches Konzept angenommen. Die Frage nach der Sinnvermittlung in der Kaiserchronik könnte sich so beantworten lassen, dass unterstellt wird, sie werde erreicht durch direktes, zur Interpretation freigestelltes Vorführen von Handlungen.

Auf diesem Weg kann eine größere Annäherung an die rezeptionstechnischen Bedürfnisse eines mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in den Lateinschulen gebildeten Publikums erlangt werden als mit der Applikation der von außen an das Werk herangetragenen Theoriesysteme.

Dies gilt es zu beweisen. Ich gehe soweit, zu behaupten, dass, entgegen den Prämissen Ohlys, den Rezipienten eine unmittelbare Wertung der vorgeführten Umstände abverlangt wird, wobei eine Beschäftigung mit der die Typologie Ohlys kennzeichnenden Präfiguration und Postfiguration von Inhalten nicht angestrebt wird.

Die Wahl der von mir zu behandelnden Herrschergeschichten erscheint unter den Gesichtspunkten Machtübertragung und Renovation. Bestimmte Herrscher und die ihnen zugeschriebenen Geschichten stehen an bedeutungsvoller Stelle innerhalb der abendländischen Geschichte, die den Gegenstand der Kaiserchronik ausmacht.

Mit Caesar beginnt die Geschichte des Römischen Reiches, bei dessen Gründung in der Kaiserchronik die Deutschen maßgeblich beteiligt sind. Mit Konstantin vollzieht sich ein erster Höhepunkt: er erhebt (zumindest in der Kaiserchronik) das Christentum zur alleinigen Staatsreligion. Von diesem Zeitpunkt an schließt die Reichsgeschichte zugleich die Kirchengeschichte mit ein. Karl (der Große), dessen Herrschergeschichte den Zenit der Dichtung ausmacht, gibt dem inzwischen geschwächten Römerreich neue Impulse. Der Regierungssitz wird von Konstantinopel zurück nach Rom verlegt; der weiteren Existenz zweier Roms, Ostroms und Westroms, kann jedoch auch Karl nicht entgegenwirken. Einen zeitweiligen Aufschwung erlebt das Reich dann noch unter Friedrich I. und, zumindest vom Fortsetzer der Kaiserchronik so gesehen, mit der Fortführung der Bemühungen um eine Renovatio imperii unter Friedrich II.

Ittenbach, Max. Über die Kaiserchronik als strophische Dichtung. Dichtung und Volkstum. (Euphorion) 43 (1942), 15-46.

Gellinek, Christian. Die deutsche Kaiserchronik. Erzähltechnik und Kritik. Frankfurt a.M. 1971.

Ich möchte mich nun auf einige textkritische Fragen konzentrieren, die ich im Laufe dieser Arbeit mit Hilfe der ausgewählten Exempel zu beantworten versuche.

1. Welche Rolle spielt die Präsentation der von mir so bezeichneten “Kernfiguren” Caesar, Konstantin (der Große), Karl (der Große), Friedrich I. (Barbarossa) und Friedrich II. im Hinblick auf die gesamte Konzeption der Chronik?





2. Läßt sich ein zu Grunde liegendes, didaktisches Konzept erkennen?

3. Was sind infolgedessen Sinn und Zweck der Kaiserchronik?

Voraussetzung zur Behandlung obiger Fragestellungen ist, meines Erachtens nach, die Auseinandersetzung mit Problemen, die die Forschung schon länger beschäftigen und die

aspektweise schon erfolgreich erklärt werden konnten:

- Welche Bildungsvorstellungen beziehungsweise welches Verständnis von Geschichte konnte der Dichter bei seinem Publikum, der Stadtbevölkerung Regensburgs, voraussetzen?

- Wie verfährt der Verfasser bei der Anpassung weitgehend durch Tradition vorgegebener Erzählstoffe an den Publikumsgeschmack?

Es bleibt anzumerken, dass der Kaiserchronik als Gesamtwerk ein Schöpfungsprozess zu Grunde liegt, bei dem die Originalität in der Anordnung, Umwandlung und im Verwerfen und Ergänzen bereits bestehender literarischer Inhalte und Formen zu finden ist. Durch Quellenund Themenvergleiche mit anderen literarischen Erzeugnissen der Epoche ist ein moderner Leser oder Kritiker dieses geschichtlichen Werkes in der Lage, Parallelen zu erkennen und qualitative Einstufungen innerhalb eines bildungsspezifischen Wertesystems vorzunehmen.

Unterstellt man mehr als eine Zufälligkeit in Bezug auf Übernahme und Reihung bestimmter topischer Merkmale, so gibt sich der Verfasser der Kaiserchronik als ein Umsetzer und Übersetzer eines bestimmten Konzepts zu erkennen. Umfang, Einhaltung und Aussage dieses Konzepts sollen untersucht werden, um Rückschlüsse auf den implizierten Rezipienten zu ermöglichen.

Von der ausführlichen Behandlung jeder einzelnen Episode der Chronik sehe ich in dieser Arbeit ab. Textkritische Untersuchungen dieser Art wurden bereits ausgiebig und meiner Ansicht nach durchaus nachvollziehbar in der Sekundärliteratur durchgeführt (u.a. bei Ohly, Gellinek, Nöther, kürzlich auch erstmals in der vollständigen und authentischen Abfolge der Herrscher bei Pezsa). Ich werde jedoch bemüht sein, die für das Verständnis des gesamten Werkes unverzichtbaren Angelpunkte (die so genannten pivotal points) in anschaulicher Weise herauszuarbeiten. Bestimmte Persönlichkeiten oder Personenkonstellationen müssen demzufolge eingehend betrachtet werden und unter Umständen auch in ihrer Präsentation mit anderen themenbezogenen Schriftstücken des Mittelalters oder der Antike in Beziehung gebracht werden.

Als erhofftes Resultat oben beschriebener Bemühungen stelle ich mir Aufschlüsse über Geschichtsverständnis und politischen Standpunkt des Verfassers und weitere Informationen über präferierte Vorgehensweisen in der Darstellung von historischen Ereignissen in der Kaiserchronik vor. Darüber hinaus werde ich mich mit dem dem gesamten Text zu Grunde liegenden Gliederungsprinzip befassen. Hier ist auch die Gliederung der einzelnen strukturellen Elemente von Interesse, insbesondere die Gliederung der typischen Herrscherepisode.

Methode Grundlagen und Strategie Die Sinnkonstruktion soll im Folgenden nach den Grundsätzen der Rhetorik erfolgen. Ich baue hierbei weitestgehend auf die Ausführungen Joachim Knapes auf, der in seiner Abhandlung Historiography as Rhetoric die Anwendbarkeit der Ciceronischen und Quintilianischen Rhetorik auf chronikale Texte des Mittelalters gezeigt hatte.13 Im Wesentlichen unterscheidet Knape drei rhetorische Textakte, in die sich ein historiographisches Werk wie die Kaiserchronik oder in ihr behandelte Einzelepisoden einteilen lassen: 1. Instruktion (beinhaltet Sachinstruktion und Handlungsinstruktion), 2.

Aufbau von Geltungsansprüchen und 3. Evaluation. 14 Unter Sachinstruktion versteht Knape die Konstruktion eines möglichen Sachverhaltes. 15 Die Rhetorik interessiere sich für die spezielle Technik, mit der Fakten präsentiert werden. 16 Ausgeführt ist dies auch bei Cicero.

De oratore. Dort heißt es im Zweiten Buch, es solle keine falsche Aussage gewagt werden, beim Schreiber weder der Verdacht der Sympathie noch der der Feindschaft aufkommen. 17 Weiterhin erfordere die Art des Stoffes eine chronologische Anordnung und Beschreibung der Schauplätze, Pläne, Ereignisse und Ergebnisse. 18 Eine Handlungsinstruktion ist laut Knape optional; 19 ein Text kann einen Rezipienten in direkter oder indirekter Weise zu einer Handlung aufrufen, muss es jedoch nicht. 20 AufbauvonGeltungsansprüchen bedeutet, dass ein Text bestätigen soll, dass ein Fall soziale 13 Knape, Joachim. Historiography as Rhetoric. In: The Medieval Chronicle II. Ed. By Erik Kooper.Amsterdam – New York 2002, 117-129.

14 Knape. Histriography..., 117.

15 Knape. Historiography..., 123.

16 Knape. Historiography..., 123.

17 Cicero. De oratore. II, 63.

18 Cicero. De oratore. II, 64.

19 Knape. Historiography..., 124.

20 Knape. Historiography..., 124.

und rechtlicheGültigkeit oder Gebräuchlichkeit besitzt. 21 Weiter führt Knape aus:

``Thereby the principle of freedom of encodation is addressed, i.e. the historiographer may independently arrange historical events in a literary way (e.g. by using literalized speeches or descriptions etc.) in order to create evidentia, vividness´´. 22 Das angesprochene Prinzip findet sich ebenfalls schon bei Cicero 23 und Quintilian. 24 Für das Mittelalter galt die folgende Praxis: Geltungsansprüche erhielt ein literarisches Werk durch Bezugnahme auf die Schrift Gottes oder durch andere Quellenberufungen, die auch fingiert sein können.

Mit Evaluation ist die Zuschreibung eines Wertes an Ereignisse und Personen gemeint. 25 In der Rhetorik gliedert sich die kommunikationstheoretische Größe “Autor” in drei Hypostasen oder Kommunikatorfunktionen: Informator, Elokutor und Orator. 26 Der Informator ist zuständig für die Mitteilung, also die grammatikalische oder sprachsystematische Bedeutung im Text. 27 Der Elokutor beschäftigt sich mit den Strukturwerten, also der strukturästhetischen Bedeutung des Textes. 28 Der Orator schließlich sorgt für die rhetorische Bedeutung, also die Botschaft im Text. 29 Natürlich interessiert sich die Rhetorik besonders für den Aspekt der Oratorfunktion, doch geht die Rhetoriktheorie immer davon aus, dass jeder Mensch in der Kommunikation zugleich, wenn auch funktional getrennt, Informator, Elokutor und Orator ist. 30 Die oben erläuterte methodische Gliederung werde ich in dieser Form übernehmen und innerhalb der Behandlung der Einzelepisoden gegebenenfalls ergänzen und modifizieren.

21 Knape. Historiography..., 124.

22 Knape. Historiography..., 118.

23 Cicero. De oratore II,51 siehe Harald Merklin (Hg). Marcus Tullius Cicero. De oratore. Über den Redner.

Lateinisch-Deutsch. 5. Aufl. Stuttgart 2003, 239.

24 Quintilian, Buch 6.2 siehe Donald A. Russell (ed.).Quintilian. The Orator ´s Education. Books 6-8. Edited and translated by Donald A. Russell. Cambridge, MA and London 2001, 61.

25 Knape. Historiography..., 126.

26 Vgl. Joachim Knape. Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000, S.113 27 Knape. Was ist Rhetorik?, 113.

28 Knape. Was ist Rhetorik?, 113.

29 Knape. Was ist Rhetorik?, 113.

30 Knape. Was ist Rhetorik?, 113 f.

Zur ersten Fortsetzung der Kaiserchronik

Zur Behandlung kommt auch die so genannte Bayrische Fortsetzung, die von einem in Bayern residierenden, vom Dichter der Originalchronik verschiedenen Anonymus im Jahre 1250 oder kurz danach vollendet wurde. Aus den darin enthaltenen Herrschergeschichten habe ich die Friedrichs I. Barbarossa und die Friedrichs II. ausgewählt. Natürlich stehen auch diese Geschichten nicht völlig isoliert voneinander dar; sie sind als weiterführender Teil eines in der Originalchronik begonnenen Kontinuums der westlichen Geschichte des Römischen Reichs zu verstehen. Die Fortsetzung einer Dichtung muß in jedem Fall nach anderen Kriterien bewertet werden als das originäre Werk. Hier konzipiert nicht ein Verfasser eine umfangreiche Chronik, sondern schließt, möglicherweise mit eigenen stilistischen Merkmalen, an ein solches schon existierendes Gesamtwerk an. Der Auftraggeber dieser Fortsetzung muß im Falle der Continuatio der Kaiserchronik schon der verstrichenen Zeit wegen ebenfalls ein anderer sein.

Vieles läßt darauf schließen, dass dies eine herausragende Persönlichkeit aus dem engsten Herrscherkreis der Staufer gewesen sein könnte, möglicherweise sogar Friedrich II. selbst.

Welche Schlüsse läßt der Text diesbezüglich zu?



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