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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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2.5. Botschaft und Funktionalität der Konstantingeschichte “Der einheitlich gestaltende Wille des Dichters der Kaiserchronik zeigt sich deutlich in seiner Darstellung der Silvester-Konstantin-Legende. Sie ist zu einem Hauptkapitel der gesamten Dichtung geworden, in der die geschichtliche Grundkonzeption des Dichters sichtbar wird.” 348 Dieser Ansicht ist zumindest Ursula Lesser-Sherman, die das Rombild der Kaiserchronik untersucht. Diese Ansicht ist insofern vertretbar, als die Konstantinerzählung im Wesentlichen drei Elemente enthält, die auf den weiteren Verlauf der in der Chronik dargestellten Geschichte entscheidend einwirken: der Aufstieg des Christentums zur alleinigen Staatsreligion des Römischen Reiches, die Verlegung der kaiserlichen Residenz nach Konstantinopel und die Absprache zur Regelung der Regierungsgeschäfte zwischen Konstantin und Silvester, die auch jedes zukünftige Papst-Kaiser-Verhältnis des Römischen Reiches bestimmen wird.

Die Bedeutung der Residenzverlegung

Gegen Ende der Konstantingeschichte verlegt der Kaiser seine Residenz nach Konstantinopel.

In der Kaiserchronik wird dies als Ergebnis einer zeitlich unspezifischen Suche nach einem fruchtbaren Ort, der das Volk ernähren kann, beschrieben. Nach einiger Zeit des Umherirrens erscheint Konstantin endlich ein Engel und weist ihn an, auf dem Grund des ehemaligen Byzanz die Stadt Konstantinopel zu gründen und dort prachtvolle Bauten zu errichten.

Dennoch herrscht beim kaiserlichen Heer lange Zeit der Glaube vor, es würde sich bei der Residenzverlegung lediglich um eine vorübergehende Notwendigkeit handeln. Erst als Konstantin die Frauen sowie ein wenig heimatliche römische Erde nachkommen läßt, begreift das Volk, dass es sich bei der Residenzverlegung um eine langfristige bis endgültige Entscheidung des Kaisers handelt. Daraus ergeben sich zwingend Konsequenzen für das 348 Lesser-Sherman, Ursula. Rom in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters. Ann Arbor 1974, 46.

Römische Reich.

Was genau ist – politisch gesehen – durch die Verlegung der kaiserlichen Residenz entstanden? Wenn Konstantinopel fortan die neue Hauptstadt des Römerreichs ist, welche Bedeutung hat dann Rom?

Bei Werner Goez heißt es hierzu: “Dass man eine Residenzverlegung als Translatio imperii bezeichnet, ist seit Vergil und Sueton in der lateinischen Literatur nachzuweisen.” 349 Aber hat damit Rom als alte Hauptstadt wirklich ausgedient? Allenfalls kann es sich doch um eine lokale Translation handeln, denn es liegt keine Fremdeinwirkung vor; die Macht bleibt bei den Römern; das Römische Reich erleidet keine Einbußen; der Bestand und die Grenzen bleiben dieselben. Goez bemerkt, dass schon kurz darauf in Byzanz die Meinung aufkam, Konstantin habe das Kaisertum von Rom auf Byzanz übertragen.” 350 Handelt es sich dabei wirklich um eine Translation der Macht? Thematisiert die Kaiserchronik einen entsprechenden Rechtsübergang?

Werner Goez behauptet: “Nach römischem Staatsdenken geht jede innerstaatliche Machtübertragung, soweit sie keine Usurpation darstellt, vom Volke aus oder an das Volk zurück..... Die (fiktive) Bestellung des Herrschers durch Übertragung der Volksrechte ist in der römischen Kaiserzeit gerne mit den Ausdrücken imperium transferre beziehungsweise conferre bezeichnet worden.” 351 In der Kaiserchronik beauftragt Konstantin Silvester mit der Regelung der Amtsgeschäfte bis zu seiner Rückkehr (die ja nie erfolgt). Das Volk scheint an dieser Abmachung nicht beteiligt.

Jedoch steht die Stadt Rom schon bald nach Konstantins Weggang vor einer bedrohlichen Krise: ein Drache droht Rom zu zerstören. Die Römer flehen Silvester an, die Stadt von dem Angreifer zu befreien. Damit erkennen sie Silvester als das Staatsoberhaupt Roms an. Fortan ist er als Herrscher über Rom auch vom Volk autorisiert. Lesser-Sherman spricht im Zusammenhang mit der Drachensage in der Kaiserchronik von “der Prüfung für die

349 Goez, 53.350 Goez, 54.351 Goez, 29.

Glaubensstärke der Römer”. 352 Das Bestreben der Kaiserchronik sei es zu zeigen, wer der wahre Schützer und Herr Roms sei: “Denn nachdem Silvester als Nachfolger der Apostel in deren Namen den Kaiser geheilt, ihn und die Römer getauft und zusammen mit dem Kaiser die neuen Gesetze erlassen hat, nachdem der Kaiser dem Papst ausdrücklich die letzte Richterinstanz zugebilligt hat, hält der Dichter es für nötig, Petrus noch einmal die Nachfolge und Schlüsselgewalt bestätigen zu lassen, in dem Augenblick, als Rom und die Römer in ihrer Existenz bedroht sind, in der Abwesenheit des Kaisers.” 353 Die Geschichte endet daher mit der nochmaligen Hervorhebung der Abwesenheit des Kaisers, die jedoch von den Aktivitäten der Papstgestalt kompensiert wird. Dass dem Papst hierbei eine größere Macht zufällt als dem weltlichen Regenten, ist nicht nachvollziehbar, denn wir wissen nicht, wie Konstantin, wäre er in Rom geblieben, mit der Situation fertig geworden wäre. Meiner Ansicht nach will der Chronist wiederum nur zeigen, wie sich das Kirchen- und das Staatsoberhaupt in ihrer Arbeit sinnvoll ergänzen können. Sie konkurrieren dabei aber nicht miteinander.

Um zurück auf den Translationsgedanken zu kommen, so bleibt doch festzustellen, dass in der Kaiserchronik eine Translatio imperii ad Grecos vollends negiert wird. Vielmehr bietet oben genanntes Beispiel der Drachenbewältigung Silvesters den Beweis, dass mit Konstantins Weggang die Macht zurück an das Volk der Römer gefallen ist. Ein weiterer Beleg für diesen Sachverhalt ist die Kaiserkrönung Karls des Großen. “Dass in der Theorie das Volk seine Rechte auf den Kaiser überträgt, hatte natürlich auch seine Auswirkungen auf die Interpretation der Krönung Karls im Jahre 800. Nach Meinung nicht weniger Autoren waren es die Römer, die Karl zum Kaiser machten, indem sie ihre Souveränität ganz oder teilweise auf ihn transferierten.” 354 Und wirklich betont gerade die Kaiserchronik ausdrücklich die Thronvakanz, die der Erhebung Karls vorausgeht. Die Römer übernehmen aktiv die Verantwortung, den neuen Kaiser aus einem anderen Volk als dem ihren oder dem griechischen zu wählen, nachdem sowohl die Römer als auch das griechische Herrscherpaar Constantius und Herena sich in der Constantiusgeschichte zur Fortführung der Herrschaft disqualifiziert hatten.





352 Lesser-Sherman, 54.353 Lesser-Sherman, 54 unten354 Goez, 390.

Auch Lesser-Sherman ist der Meinung, eine Translatio imperii ad Grecos habe niemals stattgefunden. “Die Translatio-Idee erscheint in der deutschen Dichtung dergestalt, dass die Griechen als Zwischenstufe völlig ausgeschaltet sind. Die Herrschaftsübertragung erfolgt von den Römern auf die Franken; selbst in der Kaiserchronik wird die Krone nicht direkt von den Griechen auf Karl übertragen. Sie wird den Griechen fortgenommen und wieder nach Rom zurückgebracht. Von dort geht das Imperium dann an die Franken über.” 356 Ich denke, gerade dieser Schritt, die Krone dem einen Volk fortzunehmen, sie heimzuholen und einem anderen Volk zu geben, zeigt deutlich die Souveränität der Römer in dieser Sache.

Zur Klärung des zukünftigen Papst-Kaiser-Verhältnisses Es fällt auf, dass die Kaiserchronik sich für die Klärung der Papst-Kaiser-Verhältnisse an keiner Stelle der Chronik explizit auf die Konstantinische Schenkung beruft. Inhaltlich ähnlich gestaltet, werden aber gleichfalls die Umstände der auf die Krankheit Konstantins folgenden Konversion und Taufe durch Silvester wiedergegeben. 357 Wie hat sich nun nach mittelalterlichem Verständnis diese angebliche Schenkung auf die Kaiser-Papst-Beziehungen ausgewirkt?

Dies war vor allem Auslegungssache der Päpste und Kaiser, die sich in ihrer Argumentation jedoch meist auf einige wesentliche Punkte des Falsifikats berufen konnten. Das Constitutum Constantini hätte dem Papst dieselbe Würde verliehen wie dem Imperator, schreibt Mireille Chazan. 358 Ihm seien die kaiserlichen Insignien, der Lateran-Palast, Rom, Italien und alle westlichen Regionen übertragen worden. 359 Chazan folgert, der Papst habe, ohne wirklich der Imperator des Westens zu werden, eine Macht erhalten, die die des Imperators imitiert, und die Kirche sei seither von aller temporären Beschaffenheit der Macht losgelöst. 360 Seit 355 Lesser-Sherman, 116 f.

356 Lesser-Sherman, 116.

357 Vgl. Mireille Chazan. L´Empie et l ´Histoire universelle de Sigebert de Gembloux à Jean de Saint-Victor (12. – 14. Siècles). Paris 1999, 481. Chazan benennt hier als Quelle für die Geschichte der Krankheit und Konversion Konstantins die Actus Silvestri, für die Machtübertragung das Constitutum Constantini.

358 Chazan, 481.

359 Chazan, 481 f.

360 Chazan beruft sich hier auf Robert Folz. L´idee d´empire en occident du 5. au 14. Siècle. Paris 1953.

dem Ende des 11. Jahrhunderts werde das Constitutum angeführt, um die Rechtskräftigkeit der Schenkung Roms, Italiens und aller westlichen Provinzen an den Papst zu bestätigen. 361 Dieser Hintergrund bleibt auch stets in der Kaiserchronik präsent. Die Konstantinepisode gibt inhaltsgemäß die Legenden von der gottgegebenen Krankheit und Bekehrung Konstantins wieder. Die Benennung einzelner Territorien, die dem Papst übertragen seien, erfolgt nicht;

jedoch wird der von Chazan so bezeichnete imperatorgleiche Status des Papstes in der Petrusrede an den den Drachen bekämpfenden Silvester durchaus angedeutet.

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Ebenso wie dem Imperator Konstantin ist Silvester die Herrschergewalt von Gott gegeben.

Silvesters Macht erstreckt sich über den gesamten Erdkreis; als legitimer Nachfolger des Petrus gebietet er über die Christenheit. Die neue Vormachtstellung des römischen Bischofs gegenüber allen anderen Patriarchen wird hier deutlich ausgesprochen. Das Herrscherverhältnis zwischen Imperator und Papst wird nicht thematisiert. Es macht sich jedoch bemerkbar in der Aufgabenteilung. Im Gegensatz zur zuvor zu beobachtenden, als symbiotisch zu bezeichnenden, Kooperation zwischen Konstantin und Silvester arbeiten nun beide auf sich allein gestellt und räumlich voneinander getrennt zum Wohl des Römischen Reiches, das nun die Christenheit darstellt.

Auf die Benennung einzelner materieller Zugewinne oder Übertragungen, die in der Konstantinischen Schenkung mit Italien, Rom und den westlichen Regionen aufgelistet sind, verzichtet die Kaiserchronik ganz. Konstantin entlohnt Silvester lediglich für seine Tätigkeit als Stellvertreter des Kaisers in Rom.

361 Vgl. Chazan, 482.

–  –  –

Keineswegs verzichtet Konstantin auf sein Reich oder auf Teile desselbigen. Er spricht hier von mînes rîches gewinne und von mîn liut. Konstantin nimmt in Konstantinopel nur die ihm durch Gott – es erscheint ein Engel mit einer Botschaft – aufgetragene Aufgabe wahr, Städte zu gründen und der Nachwelt herrliche Bauwerke zu errichten. Die Neugründung Konstantinopel gestaltet sich so als gottgewollt. Die weltliche Macht muss Platz schaffen für die andere bedeutende Neugründung unter Konstantin: das Gottesreich auf Erden, die Gemeinschaft der Christen unter der Schirmherrschaft des römischen Bischofs.

Der Auftrag in Konstantinopel nimmt Konstantins restliche Lebenszeit in Anspruch. Der Kaiser kann sich hierfür engagieren, da er auf Grund des sich oftmals bewährten Vertrauensverhältnisses, das er zum Papst hat, Rom in guten Händen weiß. Durch die erfolgreiche Arbeitsteilung wird Energie frei gesetzt. Konstantin kann seine gesamte Herrscherkraft in das neue Projekt fließen lassen und als Imperator noch mehr an Bedeutung gewinnen, und das Reich kann von dieser verstärkten Bautätigkeit profitieren. Das Verhältnis von Kaiser und Papst hat an diesem Punkt den vorläufigen Idealzustand erreicht. Zusammen haben beide etwas Großes und Langwährendes geschaffen.

In der Kaiserchronik vollzieht sich demnach keineswegs eine Translation der Macht von Rom auf Konstantinopel. Die wahre Macht bleibt in Rom. Wie aber paßt das in die Tradition des mittelalterlichen Geschichtsverständnisses?

Werner Goez ist der Meinung, dass im lateinischen Abendland die Fortdauer des Römischen Reiches in verschiedener Weise verstanden werden konnte. Einige wenige würden auch nach Karl die Byzantiner für die rechten Nachfolger der alten Cäsaren halten. 362 Es gäbe Annalen, in denen nur sie in der Reihe der Kaiser gezählt würden. 363 Anderen erschiene die Kirche als die Fortsetzung des Imperium Romanum. 364 Sie könnten auf die Konstantinische Schenkung

362 Goez. Translatio imperii..., 80.363 Goez, 80.364 Goez, 80 f.

verweisen, in der ja angeblich Papst Silvester die Herrschaft über den Westen von Konstantin als Geschenk erhielt. 365 Dadurch sei der Papst der Nachfolger der Kaiser geworden. 366 Er trage deshalb die kaiserlichen Insignien, wie es das Constitutum Constantini bestimme. 367 Der Papst sei zum Garanten für den Fortbestand der Welt avanciert. 368 Dies habe zwangsläufig zur Folge, dass die Griechen als Usurpatoren gesehen werden müßten oder ihr Kaisertum ein partikuläres Nebenkaisertum minderen Ranges sei 369 und damit der Basileus lediglich ein Imperator Grecorum. 370 Gemäß den historischen Fakten geriet aus westlicher Sicht seit der Erhebung Karls der griechische Imperator in den Stand eines Nebenkaisers oder gar Kaisers der Griechen, wenn auch er weiterhin den Titel Imperator Romanorum führte. Ich denke, die Weltordnung war nicht gefährdet, wenn man im byzantinischen Kaisertum zumindest seit Karl ein Mitkaisertum sah. Auch der Kaiserchronist macht seinen Standpunkt deutlich. Die Tatsache, dass Ostrom den Päpsten nicht half, den Einfall der Langobarden abzuwehren, verschweigt er zwar weitgehend, trotzdem erweisen sich seine Griechen als zur Herrschaftsfortführung nicht qualifiziert (siehe nächstes Kapitel: Karl der Große).



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