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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Die Gesta Karoli Magni berichten ebenso wie die Reichsannalen und Einhards Vita Karoli vom Papstattentat, Karls Romreise und Kaiserkrönung sowie von der wundersamen Genesung Leos. Der Kaiserchronist könnte folglich auch ihnen Informationen über die mit Karl in Zusammenhang stehenden politischen Ereignisse entnommen haben. Die Benutzung aller drei Quellen ist besonders wahrscheinlich durch ihren oben beschriebenen Überlieferungsverbund.

3.2.1.4. Paderborner Epos A. Entstehung Das Gedicht Karolus Magnus et Leo Papa (Paderborner Epos) wurde um 800 in Paderborn niedergeschrieben. Der Inhalt berichtet vom Zusammentreffen von Papst Leo und König Karl in der Königspfalz Paderborn im Jahre 799. 493 Auch die Reichsannalen sprechen von diesem Treffen und betonen, Karl habe trotz der alarmierenden, aus Rom eingetroffenen Nachrichten zum Attentat auf den Papst, den Sachsenfeldzug nicht aufgegeben. 494 492 Helmut Beumann. Das Paderborner Epos und die Kaiseridee Karls des Großen. Paderborn 1966, 5.

493 Beumann, 5.

494 Beumann, 5.

B. Überlieferung Das Epos ist in einer einzelnen Handschrift in St. Gallen erhalten. 495 Die vielbenützte Handschrift ist aus dem späten 9. Jahrhundert und überliefert: Karolus Magnus et Leo Papa und andere karolingische Gedichte. 496 Die Basis für eine Edition des kleinen Epos ist bedenklich schmal; es kann nicht ohne weiteres angenommen werden, der Text müsse sich durch besondere Güte auszeichnen. 497 “Gewiß macht es die Seltenheit des Gedichtes und der relativ geringe zeitliche Abstand von der originalen Niederschrift wahrscheinlich, daß unsere einzige Handschrift nur durch wenige Zwischenglieder vom Original getrennt ist; dennoch weist die Handschrift Fehler auf und bietet an einer Reihe von Stellen Lesungen, an deren Richtigkeit man zweifeln kann.”

C. Bezug zur Kaiserchronik

Über die Gestaltung des Zusammentreffens von Kaiser und Papst im Jahre 799, den protokollarischen Ablauf, die Teilnehmer, den Ort und die Jahreszeit gibt es kaum Aufzeichnungen. So bietet das Paderborner Epos trotz der möglicherweise recht freien Erzählung des Dichters einigen Wahrheitsgehalt, da es zumindest aus der karolingischen Zeit stammt und die wichtigsten Punkte durch Einhard verifiziert sind. Immerhin berichtet auch die Kaiserchronik von einer Reise Leos in die deutschen Landen – wenn auch nach Ingelheim und nicht nach Paderborn -, um Karl persönlich zur Hilfeleistung zu bewegen.

495 Beumann, 57. Diesem widerspricht Schaller, annehmend, dass es sich beim Paderborner Epos nur um ein Fragment, und zwar um das dritte Buch eines sonst verlorenen, vermutlich insgesamt vier Bücher umfassenden panegyrischen Epos auf Karl den Großen, das von ihm so bezeichnete Aachener Karlsepos, handelt, das in den ersten Jahren nach der Kaiserkrönung in Aachen entstand. Vgl. Schaller, D. Interpretationsprobleme im Aachener Karlsepos. Rheinische Vierteljahresblätter 41 (1977), 160-179.

496 Beumann, 57.

497 Beumann, 58.

498 Beumann, 58.

3.2.2. Kaiser Karl und Papst Leo

Die Quellenlage zur Person Karls des Großen erweist sich als umfangreich und thematisch weit ausschweifend. Im Rahmen dieser Arbeit können daher nur wenige Beiträge herangezogen werden, die zudem noch einen unmittelbaren Bezug zur Darstellung Karls in der Kaiserchronik erkennen lassen müssen.

Zuerst einmal möchte ich zur Dokumentation des Papst-Kaiser-Verhältnisses auf die Ausführungen Josef Deérs eingehen, der feststellt: erstens, dass man in Rom schon unter Hadrian, spätestens seit 781, in den italienischen Urkunden nur nach Papstjahren datierte, 499 zweitens, dass auch unter Leo III. seit 789 der Papst immer an erster, Karl aber nur an zweiter Stelle in der Datumzeile genannt würde, nach Karls Erhebung zum Kaiser jedoch nur noch nach Kaiserjahren datiert würde. 500 Diese Behandlung Karls erhält noch mehr Gewicht, wenn man bedenkt, dass die vorherigen Päpste im Schriftverkehr mit griechischen Kaisern, diesen dieses Vorrecht nicht zugebilligt haben. 501 So beschreibt Deer die Stellung des Papsttums zu Zeiten Hadrians: “... Die Datierung nach Pontifikatsjahren und die Prägung von Münzen in seinem (Hadrians) Namen und mit seinem Bilde sind... Ausdruck der Selbständigkeitsbestrebungen des Papsttums. Es kommt ihnen schon deshalb ein größerer Quellenwert zu, weil Datierung und Münzprägung als politische Manifestationen eine unvergleichlich breitere Publizität als diplomatische Briefe und chronikalische Berichte besitzen,....” 502 Der Selbstständigkeitsanspruch des Papsttums war also relativ eklatant und im Begriff, sich Wege und Formen seiner Durchsetzbarkeit zu suchen, als Leo III. zum Papst gewählt wurde.

Es beibt festzustellen, dass Karl mit oder sogar im Vorfeld seiner Kaiserkrönung die den Kaisern vorbehaltenen Privilegien vom Papst zurückerhält. Helmut Beumann bezeichnet diese Haltung Leos als Kompromiß: “In seiner völligen Abhängigkeit von fränkischer Hilfe war der aus Rom verdrängte Papst schwerlich in der Lage, mit seinen Wünschen voll 499 Deer, 39.

500 vgl. Josef Deer. Die Vorrechte des Kaisers in Rom. In: Gunther Wolf (Hg.).Zum Kaisertum Karls des Großen. Darmstadt 1972, 39. Deer beruft sich auf folgende Quelle: Epistolae Leonis papae III., in: MG Ep. V, 87-104.

501 vgl. Deer, 34-43.

502 Deer, 33.

503 vgl. Helmut Beumann. Das Paderborner Epos und die Kaiseridee Karls des Großen. In: Franz Brunhölzl.





(Hg.). Karolus Magnus et Leo papa – Text und Übersetzung. Paderborn 1966, 24-54.

durchzudringen. Andererseits wurde Karl auch von fränkischen Kreisen bedrängt, den Papst in Rom zu restituieren und seine Stellung zu sichern.” 504 3.2.3. Quellenlage zum Papstattentat Das Paderborner Epos stellt die Anklage und das an Karl gerichtete Hilfsbegehren Leos als Vision Karls dar. “Da hat der König eine traurige Vision, ein fluchwürdiges Gesicht im Traum: Der römische Papst, Leo, dünkt ihm, stehe vor ihm und vergieße bittere Tränen, blutbesudelt das Auge....” 505 Karl reagiert, indem er drei Abgesandte nach Rom schickt. Er selbst bricht wieder mit vielen Tausenden nach Sachsen auf. 506 Es wird erwähnt, dass Leo auf wundersame Weise geheilt wird, kurz bevor er in Spoleto auf die Abgesandten Karls trifft. 507 Die Erzählung kulminiert im Zusammentreffen Leos und Karls, der von seinem Heer umgeben ist, auf einem Schlachtfeld bei Paderborn. 508 Bezeichnend an dieser Darstellung ist, dass sie Karl fast ausschließlich als erfolgreichen und angriffslustigen Feldherrn präsentiert. Nichts erscheint so wichtig, als dass der Krieg deswegen unterbrochen werden, oder Karl sich auch nur zeitweise von seinem Heer entfernen durfte. So ist es zu erklären, dass Karl dem Papst und den Abgeordneten auch nicht entgegen reitet, sondern in seiner Stellung auf dem Feld verharrt.

In einer anderen Quelle, den Reichsannalen, heißt es, die Römer hätten den Papst Leo gefangen genommen, geblendet und ihm die Zunge ausgerissen, Leo habe entkommen können und sei nach Spoleto zu den Gesandten des Königs geflohen. 509 Einhard hingegen schreibt über Karls letzte Romreise: “Seine letzte Reise nach Rom hatte mehrere Gründe. Die Römer hatten Papst Leo schwer mißhandelt, ihm die Augen 504 Beumann, 33.

505 Franz Brunhölzl. Karolus Magnus et Leo papa – Text und Übersetzung. Paderborn 1966, 83, V.327 – 330.

506 Brunhölzl, 83, V. 332-38.

507 Brunhölzl, 85 f.

508 Brunhölzl, 95, V. 487 – 511.

509 vgl. Reinhard Rau (Hg.). Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte. Die Reichsannalen. Darmstadt 1955, 69.

ausgestochen und die Zunge ausgerissen, so dass er sich gezwungen sah, den König um Schutz zu bitten. Daher begab sich Karl nach Rom, um die verworrenen Zustände der Kirche zu ordnen..... Bei dieser Gelegenheit erhielt er den Kaiser- und Augustustitel, der ihm anfangs so zuwider war, dass er erklärte, er würde die Kirche selbst an jenem hohen Feiertage nicht freiwillig betreten haben, wenn er die Absicht des Papstes geahnt hätte.” Notker der Stammler behandelt diese Szene ganz unterschiedlich. Dem Papst Leo würden einige neiderfüllte Römer ein todeswürdiges Verbrechen vorwerfen. 511 Diese würden sich anschicken, ihn zu blenden. 512 “Aber nach Gottes Fügung wurden sie abgeschreckt und davon abgehalten, ihm die Augen auszustechen; sie schnitten sie aber mit Schermessern mitten durch. Als der Papst das durch seine Vertrauten Kaiser Michael von Konstantinopel heimlich mitteilen ließ, wies dieser jegliche Hilfe mit den Worten ab: ´Der Papst hat ein Reich für sich, und das ist trefflicher als unseres. Er mag sich selbst vor seinen Gegnern schützen.` Darauf folgte der heilige Mann einem göttlichen Ratschluß und forderte den unbesiegbaren Karl auf, nach Rom zu kommen, damit er, der schon in Wirklichkeit Lenker und Herrscher über zahlreiche Völker war, auch den Titel Imperator Cäsar und Augustus durch die päpstliche Autorität in ruhmvoller Weise erhalte. Dieser zog, da er sich ja stets im Felde und in Kriegsrüstung befand, sofort und ohne Zögern mit seinen Helfern und mit seinem militärischen Gefolge, ohne überhaupt den Grund der Einladung zu ahnen, als Haupt der Welt zum einstigen Haupt der Welt.” 513

Zur Kaiserkrönung heißt es (Notker 1, 26, II.):

“... Karl konnte das (die Krönung) zwar nicht ablehnen, da er glaubte, es geschehe nach Gottes Willen, doch er nahm es nicht gnädig auf, weil er meinte, die Griechen würden, von noch größerem Neid getrieben, gegen das Frankenreich irgendein Unheil ins Werk setzen.” 510 Einhard. Vita Karoli Magni. Übersetzung, Nachwort und Anmerkungen von Evelyn Scherabon Coleman.

Stuttgart 1968, 57.

511 Schnneider, 267.

512 vgl. Ilse und Johannes Schneider. (Hg.) Von Chlodwig zu Karl dem Großen. Historische Erzählungen und Novellen aus dem frühen Mittelalter. Ausgewählt, übersetzt und herausgegeben von I. und J. Schneider. Berlin 1976, 267, Notker 1, 26, I.

513 Schneider, 267, Notker 1, 26, I.

514 Schneider, 268.

Zur Genesung des Papstes (Notker 1, 26, II.):

“Die Unschuld des seligen Papstes Leo aber hat der Spender und Wiederhersteller der Gesundheit damit bestätigt, dass er ihm nach jenem sträflichen und grausamen Schnitt hellere Augen gab, als sie vorher gewesen waren, abgesehen davon, dass zum Zeichen dieses Wunders eine überaus schöne Narbe wie ein ganz dünner Faden seine Taubenaugen mit einem schneeweißen Schimmer zierte.” 515 Nicht die Quellen zu interpretieren, sondern herauszufinden, wie diese Quellen, wenn überhaupt, in die Kaiserchronik eingeflossen sein könnten, soll hier meine Aufgabe sein.516 Es ist durchaus davon auszugehen, dass nahezu alle 517 der oben angeführten Quellen um die Mitte des 12. Jahrhunderts den (lateinisch) gebildeten Kreisen, wozu auch der Regensburger Chronist zählt, hinreichend bekannt waren. Quellenbeurteilungen im Sinne von “Quelle 1 erscheint Quelle 2 in ihrer Authentizität überlegen”, also Einhard scheint glaubwürdiger als Notker, da er ein Zeitgenosse Karls und eng mit den Angelegenheiten des Hofes vertraut war, während Notker nur aus der zeitlichen und räumlichen Distanz berichten konnte, sind Überlegungen aus der heutigen Zeit. Sie sind in dieser Form kaum auf das Geschichtsbild des Mittelalters zu übertragen, weswegen ich auch innerhalb dieser Arbeit nicht näher auf das Verhältnis der Quellen untereinander, die Entstehungsbedingungen und historische Wertung, eingehe.

Wichtig ist nur, dass dem Dichter ganz offensichtlich eine Vielzahl an Überlieferungen, entweder in schriftlicher Form oder auch in oraler Tradition zur Verfügung stand. Nicht ganz ignorieren lassen sich in diesem Zusammenhang auch die bildlichen Quellen, Bauwerke, Statuen, Monumente und Gedenktafeln. Auch wenn ich hier nur punktuell auswählen kann, waren Erzeugnisse der bildenden und architektonischen Kunst der Karolingerzeit dem Chronisten sicherlich auf Grund eigener Reiseerfahrungen oder zumindestens vom Hörensagen bekannt. Inwieweit dies auf seine Karlsdarstellung eingewirkt haben könnte, muss wohl Spekulation bleiben. Einzig im Falle des Papst-Kaiser-Verhältnisses begrüße ich die Ausführungen Friedrich Heers, der zur äußeren Darstellung dieser komplizierten Beziehung erstens auf Leos Übersendung der Schlüssel zum Grabe Petri und des römischen 515 Schneider, 268 f.

516 Zum Quellenverhältnis: Hans-Joachim Reischmann. Die Trivialisierung des Karlsbildes der Einhard-Vita in Notkers “Gesta Karoli Magni”. Konstanz 1984. Oder: Josef Meyer zu Schlochtern/Dieter Hattrup (Hg.).

Geistliche und weltliche Macht. Das Paderborner Treffen 799 und das Ringen um den Sinn von Geschichte.

Paderborn 2000.

517... – das Paderborner Epos mit der sehr spärlichen Überlieferung möglicherweise nicht -...



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