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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Die Chronik wurde mehrfach ins Altfranzösische übersetzt. 552 Auf ihr, nicht auf der Chanson de Roland, beruhen fast alle bildlichen und plastischen Darstellungen um Karl und Roland im Mittelalter, so, um nur einige zu nennen, die Reliefs des Aachener Karlsschreins (um 1215), das Rolandfenster im Dom zu Chartres, die Illustrationen der großen Chroniken. 553 Auch den Chronisten des gesamten Mittelalters galt diese Chronik als gültige historische Quelle. 554 Die Überlieferung, sieht man einmal von den zahlreichen Übersetzungen in die Volkssprachen ab, gliedert sich in die Handschriftengruppen A bis C. 555 Die Handschriften der Gruppe A stammen fast alle aus dem Westen Deutschlands; allen Handschriften dieser Gruppe ist der Zusammenhang mit der Verehrung Karls des Großen in Aachen gemeinsam. 556 Keine der 11 Handschrften dieser Gruppe (Aachener Gruppe) überliefert das Original. 557 Da keine dieser Handschriften älter als das 14. Jahrhundert ist, könnte man annehmen, es handelt sich bei der gesamten Gruppe erst um eine spätere Redaktion. 558 Dass die Redaktion von A aber älter ist und schon dem 12. Jahrhundert angehört, dafür liefert Gruppe B den Beweis: es gab eine den Gruppen B und A gemeinsame verschollene Vorlage. 559 Die Gruppen A und B überliefern den Pseudo-Turpin entweder allein oder zusammen mit anderen historischen Texten; aus A und B heraus entstand die 550 Klein, 12.

551 Klein, 12.

552 Klein, 12.

553 Klein, 12.

554 Klein, 12.

555 Adalbert Hämel. Überlieferung und Bedeutung des Liber Sancti Jacobi und des Pseudo-Turpin. Bayerische Akademie der Wissenschaften. München 1951, 29.

556 Hämel, 29.

557 Hämel, 29 ff.

558 Hämel, 32.

559 Hämel, 33.

Handschriftengruppe C. 560 C. Bezug zur Kaiserchronik Die Pseudo-Turpinsche Chronik verknüpft zum ersten Mal in der Literaturgeschichte die Karlssage mit der Legende des Heiligen Aegidius. 561 Der Kaiserchronist kann ihr Informationen über Karls Spanienfeldzug, insbesondere über die vernichtende Niederlage der Nachhut bei den Kämpfen von Roncevalles entnehmen. Er vermengt diese Episode mit dem ebenfalls im Pseudo-Turpin, aber an anderer Stelle erscheinenden Motiv der Blühenden Lanzen. 562 Zuallererst fällt auf, wie gerafft im Gegensatz zu den Papstangelegenheiten sich die Schilderung von Karls Kriegstaten vollzieht. Sie erscheinen gewissermaßen als Zugabe und sind durch keinen Erzählstrang mehr mit der Karl-Leo-Geschichte, der Haupthandlung, verbunden. Karl als Feldherren darzustellen, lag offenbar weniger im Interesse der Kaiserchronik, obwohl dieser Aspekt auch nicht gänzlich vernachlässigt wird.

Weitgehend übereinstimmend negativ und endgültig ist die Quellenlage zu den verheerenden Ereignissen von Roncevalles, die der Kaiserchronist doch einfach hätte ignorieren können, indem er diese Episode aus dem Leben Karls aus seinem Werk aussparen würde. Doch ganz offensichtlich wäre dies mit dem Wahrheitsanspruch, den die Chronik erhebt, nicht vereinbar gewesen. Daher entschied sich der Verfasser für die innovative Lösung, die Niederlage als Anlaß zu nehmen, 563 aufzuzeigen, dass selbst in diesem normalerweise als aussichtslos zu betrachtenden Fall das Gebet Wunder bewirken kann. Es schließt sich die sagenhafte 560 Hämel, 34.

561 Hämel, 57.

562 Kleinsche Ausgabe, S. 49, Kapitel VIII des Pseudo-Turpin.

563 Douglas Kelly behauptet, eine derartige Vorgehensweise sei prävalent in der französischen Literatur des Mittelalters. (vgl. Douglas Kelly. The Art of Medieval French Romance. Madison, Wisconsin: 1992, 184)”Medieval French romance authors would utilize a marvel to shift the adventure toward an obstacle in order to introduce an unexpected adventure or to eliminate or diminish an expected one.” (Kelly, 184) Denkbar ist, dass der Kaiserchronist durch Benutzung einer französischen Quelle die Inspiration erhielt, ebenso zu verfahren, oder, er fand die Schilderung Niederlage-Mädchenheer bereits in der vorliegenden Form miteinander verknüpft.

Erzählung von dem rettenden Mädchenheer an. 564

Bei Einhard hingegen heißt es schlicht:

“Er (Karl) überquerte die Pyrenäen und eroberte alle Städte und Burgen, die er angriff. Dann kehrte er ohne Verluste um. Auf dem Rückmarsch über die Pyrenäen mußte er allerdings doch noch die Treulosigkeit der Basken erleben..... In dem darauffolgenden Gemetzel wurden die Franken bis auf den letzten Mann niedergemacht..... Bis heute konnte das unselige Geschehen nicht gerächt werden, da sich der Feind nach vollbrachter Tat so weit verstreute, dass man keine Ahnung hatte, wo er zu suchen sei.” 565 Die Kaiserchronik setzt demnach mit ihrer Darstellung dort an, wo andere Berichtsquellen sich erschöpfen. Wie genau sich die Tragödie der Schlacht bei Roncevalles abgespielt hat, ist in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Geschickt wird des Rezipienten Erwartungshaltung manipuliert, indem die ergreifende Trauer Karls als Resultat der erlittenen Niederlage zum Anfang einer wundersamen Mädchenheer-Erzählung gemacht wird. Auf diese Weise fällt auch nicht der geringste Schatten auf die Karlsfigur; im Gegenteil, sie gewinnt durch die Betonung ihrer Empfindsamkeit und ihres Gottvertrauens an Tiefe, ohne dass sie an Glaubwürdigkeit verliert.

Dieselbe Vorgehensweise benutzt die Chronik, wie bereits bemerkt, bei der Behandlung von Karls Sünde. Die Art der Sünde und das Ausmaß haben keinerlei Bedeutung. Jede Sünde kann vergeben werden. Das Beichten und Bereuen bestimmt den Handlungsablauf. Auch hier erhält Karl, - eben noch der Sünder -, eine deutliche Vorbildfunktion, indem er sich streng ans Protokoll hält und Mühen auf sich nimmt, sich die Beichte auch wirklich nur von dem dazu in herausragendem Maße befähigten und Karl als Beichtvater bestimmten Heiligen Aegidius abnehmen zu lassen. Das wenig später verfaßte deutsche Rolandslied, das allgemein ein kämpferisches, aber pietätsvolles Bild Karls zeichnet, greift, ohne entsprechende Vorlage in der Chanson de Rolande das Thema Karls Sünde auf, um, ebenfalls ohne das Vergehen zu nennen, einen tränennassen, bußfertigen Karl darzustellen. 566 564 Disruptive Elemente, unvorhergesehene Modifikationen des Erwarteten, sollten das Interesse und die Aufmerksamkeit des Rezipienten (wieder-) erwecken. (Scott D. Troyan. Textual Decorum. A Rhetoric of Attitudes in Medieval Literature. New York – London 1994, 223) 565 Einhard 9, in der Übersetzung von Evelyn Scherabon Coleman, 25.





566 vgl. Eberhard Nellmann. Karl der Große und König David im Epilog des deutschen Rolandslieds. In: ZfdA u.dt. Lit. 94, 1965, 268-79.

Eine Erklärung, warum Einzelheiten über Karls Kriegsführung in der Kaiserchronik eher ausgespart werden, hat Bernd Bastert. 567 “Die Verfasser der Kaiserchronik haben sich in dieser Episode augenscheinlich sehr bemüht, das unweigerlich mit Kampf und Blutvergießen verbundene Eingreifen des Königs sorgfältig zu legitimieren und auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.” Bezogen auf die Mädchenheer-Legende, für die dem Chronisten der Pseudo-Turpin als Quelle gedient haben soll, bemerkt Bastert, dass Karl hier offenkundig als Herrscher präsentiert werden soll, der, “wenn überhaupt, nur in außergewöhnlichen Situationen und mit Einwilligung Gottes das Schwert gebraucht, ja, dem Gott es zuweilen sogar durch ein Wunder erspart, seine Feinde – gegen die christliche Ethik

- töten zu müssen und ihm stattdessen einen kampflosen Sieg schenkt.” 570 Gegen Basterts Auffassung, dass Karls Töten der Feinde gegen die christliche Ethik sei, habe ich den Einwand, dass der Einsatz des Schwertes sogar seine Pflicht als christlicher Herrscher und Empfänger des vom Heiligen Petrus verliehenen Lehens ist. Dass der Kaiserchronist sich in der Darstellung dieser Schlachtszenen merklich zurückhält, bedeutet nicht, dass er Karls kriegerisches Engagement ernsthaft als einen Verstoß gegen die christliche Ethik werten würde. Es ist vielmehr eine Frage seines ästhetischen Anspruchs und seiner thematischen Präferenzen.

Im Sinne von Basterts Argumentation läßt sich exemplarisch der Kampf um Gironde

anführen. Er wird in der Kaiserchronik so beschrieben:

“Dannen sciet der gotes dienestman 14910 dô er daz liut unserem hêrren gewan, ze ainer burch haizet Gerundo, die twang er mit hunger, unze si im die burch ergâben, sich touften alle die dâ wâren.” 14915...

567 Bernd Bastert. Literarische Karlsbilder im mittelalterlichen Frankreich und Deutschland. In: Franz-Reiner Erkens (Hg.).Karl der Große und das Erbe der Kulturen. Berlin 2001, 197-220.

568 Bastert, 205.

569 Bernd Bastert ist, im Gegensatz zu Geith, der Ansicht, dass weder zeitliche noch inhaltliche Gründe gegen eine Beeinflussung des Chronisten durch den Pseudo-Turpin sprechen. Ich habe speziell die Legende vom Mädchenheer im Pseudo-Turpin nicht finden können, jedoch die bei Bastert und Geith beschriebenen Namensund Motivähnlichkeiten. Vgl. hierzu auch Geith. Carolus Magnus, 70-77.

570 Bastert, 205 f.

Ganz eindeutig begegnet hier Karl nicht in seiner Eigenschaft als Feldherr, sondern als gotes dienestman, und in Gottes Auftrag gewinnt er daz liut unserem hêrren. Die erste Konsequenz von Karls unblutiger Überwältigung der Einwohner von Gironde ist natürlich deren unmittelbar erfolgende Taufe, die erst die Basis zur Schaffung lehnsrechtlicher Beziehungen bildet. Diese Art der Darstellung entspricht ganz der Tradition von Pseudo-Turpin und dem etwas später erscheinenden Rolandslied. Was aber der Kaiserchronik eigen ist und sich am oben angeführten Beispiel recht gut ablesen läßt, ist die Betonung des – wenn möglich – unblutigen Sieges.

3.3. Evaluation

Die Karlsgeschichte verrät durch ihre gestraffte Struktur, dass der Dichter planend und konsequent eine Fülle annalistischer, biografischer, aber auch legendenartiger Quellen zu einem aussagekräftigen Ganzen verwoben hat, dabei aber äußerst selektiv vorgegangen ist.

Insbesondere bei der Auswahl der Kriegsgeschehnisse gelingt es ihm, anstatt sich zu einer Anreihung von sich ähnelnden Schlachtbeschreibungen hinreißen zu lassen, oft nur an einem einzigen Exempel die seine Karlsfigur kennzeichnenden Wesensmerkmale Durchsetzungsvermögen und göttliche Auserwähltheit wirkungsvoll in Szene zu setzen.

Interessant an allen Handlungen Karls, aber hauptsächlich an der Art seiner Kriegsführung zu bemerken, ist das selbstverständliche Vertrauen Karls auf die Hilfe Gottes. So gesehen sind die nach außen hin scheinbar zufällig im Zusammenhang mit Karl auftretenden Wunder bei näherer Betrachtung durchaus kalkulierbar, was zu einem gewissen Selbstbewußtsein der Karlsgestalt beiträgt. Karl marschiert zum Beispiel erst dann in Rom ein, als er durch eine scheinbar unmotiviert auftretende Engelserscheinung dazu aufgefordert wird. Fast jede seiner Taten wird auf diese Weise von Gott selbst autorisiert. Das Abwarten Karls vor bedeutenden Schlachten zeigt, dass er die in dieser Episode zuhauf begegnenden Wunder in seine Strategie einer gelungenen Kriegsführung einplant, und dass die Richtigkeit seines Vorgehens so schon von Anfang an außer Frage gestellt wird.

Ist die Quellenlage einmal dergestalt, dass der historische Karl nicht siegreich sein kann, dann verknüpft die Kaiserchronik das eben Erzählte geschickt mit einem nicht unbedingt an dieser Stelle passenden Wunderbericht, beispielsweise über das Heer der Jungfrauen, das Karl letztendlich auf Umwegen doch noch zum Sieg verhilft. 571 Insgesamt betrachtet, reichert der Chronist auch hier, wie bei so vielen seiner 571 Der Kaiserchronist verfährt nicht nur in der Karlsgeschichte auf diese Weise. Roswitha Wisniewski, die die Bearbeitung der Ungarn-Einfälle in der Kaiserchronik untersucht, stellt fest: “Schon dieser flüchtige Überblick über die Auswahl und die Manipulationen, die der Verfasser der Kaiserchronik bei der Darstellung der Geschichte in der 1. Hälfte des 10. Jhds. vornimmt, läßt erkennen, daß es um die Herausarbeitung einer bestimmten Tendenz geht. Negatives... wird weitgehend ausgeklammert. Niederlagen wurden entweder verschwiegen oder als Kontrast zu einem darauf folgenden Sieg berichtet.” (Roswitha Wisniewski. Pestis patriae.

Die Ungarneinfälle in der Kaiserchronik. In: Deutsche Literatur und Sprache von 1050 – 1200. FS für Ursula Hennig zum 65. Geb. Hg. von A. Fiebig und H.J. Schiwer. Berlin 1995, 347-58; Zitat S. 356) Herrschergeschichten, die Erzählung durch das Benutzen von Legenden an. Doch verfährt er wohlüberlegt, greift nur die Essenz des Gesagten heraus. 572 Keineswegs werden in dieser Episode die Legenden ausschweifend und in ihrer Ausführlichkeit eigentlich den Rahmen einer Chronik sprengend, dargestellt, wie es beispielsweise in der Faustiniangeschichte geschehen ist. Der Bezug zu Karl wird nie aus den Augen verloren und ist für das Publikum auf Grund der komprimierten Fassung der Erzählzusammenhänge stets nachvollziehbar.

Auf der einen Seite vollzieht sich die Karlsdarstellung in der Kaiserchronik ähnlich wie im ca. 20 Jahre später verfaßten deutschen Rolandslied, denn auch dort werden bedeutsame Kriegshandlungen durch zuvor auftretende Stimmen oder Helfer Gottes legitimiert. Auf der anderen Seite aber versucht die Kaiserchronik, Kampfschilderungen möglichst zu vermeiden.

Entsprechend werden in der Kaiserchronik die Themen Gebet und Buße etwas ausführlicher und schmuckvoller ausgeführt. Der Dichter ist sich jedoch der Tatsache bewußt und bringt dies auch deutlich zum Ausdruck (karl hat ouch anderiu liet), dass eine Vielzahl der Taten Karls in seinem Werk nicht zur Darstellung kommen kann.

Um die herausragende Tatkraft Karls zu präsentieren, greift die Chronik also nicht auf konventionelle Schlachtschilderungen zurück, sondern benutzt, wie schon von Ernst Friedrich Ohly 1940 bemerkt, das Mittel der Analogie. Der Themenkomplex Attentat durch Blendung begegnet nämlich innerhalb der Chronik nicht nur in der Karlsgeschichte, in der der Papst das Opfer ist, sondern bereits in der vorherigen Herrschergeschichte, in der der Kaiser Constantius selbst nebst seiner Mutter geblendet wird. Diese Analogie wendet der Dichter an, um an den verschiedenen Reaktionen auf das gleiche Ereignis aufzuzeigen, wer sich als rechtmäßiger Herrscher durch Gottes Hilfe qualifizieren kann, und für wen es die endgültige Disqualifizierung vom Thron des Römischen Reiches bedeutet.



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