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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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ins Zentrum der Reichsgeschichte gerückt wird (V. 14541 – 14644).” 594 Als einen weiteren Vergleich bietet Neudeck die Konstantinfigur an, die neben ihrer Bedeutung, das Reich christianisiert zu haben, eine qualitative Steigerung beziehungsweise Überhöhung durch die Verknüpfung mit der Karlsfigur erhält. 595 Eine weitere Überhöhung ergebe sich dadurch, dass sich der heiligenmäßig anmutende Karl genauso der Figur des Heiligen Silvester zuordnen läßt. 596 Wichtig erscheint, faßt man Neudecks Thesen einmal zusammen, dass “typologieanaloge” Bezüge zu früheren Herrschern (Konstantin dem Großen, Constantius VI.) und Ereignissen (dem Kampf der deutschen Stämme für das Reich unter Caesar) hergestellt würden; die früheren Herrscher und Ereignisse erhielten dadurch einen präfigurativen Charakter. 597 Weiterhin weist Neudeck die in der Karlsgeschichte der Kaiserchronik gelungene Synthese von Elementen der christlichen Geschichtsschreibung und der Heldensage nach. 598 Im Hinblick auf die Funktionalität der Karlsepisode für die Chronik ergibt sich aus den bisher angestellten Erwägungen ein Bild, das im nächsten Unterkapitel 599 untersucht wird.

594 Neudeck, 283.

595 Neudeck, 283.

596 Neudeck, 285.

597 Neudeck, 285.

598 Neudeck, 290-294.

599 Siehe Kapitel 3.5.

3.5. Botschaft und Funktionalität der Karlsgeschichte

1. Die Regierung Karls als Sinnmitte Der von Ohly und Neudeck vertretene typologische oder typologieanaloge Ansatz, wonach die Figur Karl die Vervollkommnung von vergleichbaren, präfigurativ angelegten Typen verkörpern soll, läßt entscheidende Fragen nach der Bedeutung Karls für die nachfolgende Reichsgeschichte außer acht. Geht man denn so weit, eine Verdrängung der Christusfigur durch Karl anzunehmen, wie Neudeck vorschlägt, so muß auch auf die Auswirkungen auf das Reich nach Karl eingegangen werden. Nimmt Karl besagte christusgleiche Stellung in der Kaiserchronik tatsächlich ein, impliziert dies auch den Glauben an eine “Auferstehung”, eine Wiederherstellung des Zustandes, der im Römischen Reich unter Karl dem Großen anzutreffen war, den Glauben an die Wiederkehr Karls. Das Vorhandensein dieses Konzepts mit allen notwendigen Konsequenzen im Gedankengut eines klerikalen Schriftstellers des 12.

Jahrhunderts überrascht. Noch im einige Jahrzehnte vorher erschienenen Annolied wird dem Erscheinen Jesu Christi auf Erden der entsprechende Raum und die angemessene Wertung zugebilligt. Da sich der Kaiserchronist sonst für den betreffenden Zeitraum passagenweise sehr genau an diese literarische Quelle hält, erscheinen seine Änderungen um so beabsichtigter.

Die von Lesser-Sherman bemängelte Ausführlichkeit und Genauigkeit bei der Behandlung von Karls Nachfolgern (“Der Chronist weiß mit der nachfolgenden Reichsgeschichte nicht mehr viel anzufangen.”), 600 entwirft ein Geschichtsbild des Verfassers, das ihm wichtig scheinende punktuelle Ereignisse aus den Herrscherviten und aus dem Ablauf der Geschichte herausgreift und über alle Maßen verherrlichend (oder verurteilend) darstellt. Dieses Geschichtsbild beinhaltet meist keine sachgerechte Einordnung der jüngeren Vergangenheit. Obschon der Chronist in seiner Darstellung der neueren Reichsgeschichte immer noch bemüht

600 vgl. Lesser-Sherman, 88.

ist, die Ordnung der Herrscher und Taten einzuhalten und Wahrheit im Sinne seines Prologs zu erzählen, scheint er in seiner Position, die Kaiser Karl über alles stellt und die “Renovatio”-Bestrebungen späterer Regierender nicht erkennen will oder kann, zu verharren.

2. Karl der heroische Heilige

Wenn der Chronist mit der Caesarepisode ein frühes ritterlich-höfisches Ideal des Helden gezeichnet hatte und mit der Tarquiniusepisode das Höfische an sich zur Disposition gestellt hatte, 601 so reichen ihm scheinbar derartige weltliche Maßstäbe nicht aus, den QuasiHeiligen Karl zu beurteilen. Die in der Heldensage typischen Krisen bewältigt auch Karl, doch ist er der erste Held, der souverän die Unterstützung des Heiligen Petrus und des Heiligen Aegidius einfordert. Karls kriegerische Aktionen beschränken sich oft auf seine Fähigkeit, Unrecht zu erkennen und sühnen zu wollen. Dabei erscheint seine verbale Willensdurchsetzung relevant. Die gewöhnlichen militärischen Auseinandersetzungen werden ihm oft entweder von anderer, meist göttlicher Seite, abgenommen oder ganz erspart.

Alle bisher gültigen Maßstäbe zur Bewertung eines Helden sind außer Kraft gesetzt. Karl muß nur den Willen zur Beichte erkennen lassen, und schon wird ihm die erstrebte Absolution erteilt. Mit der Figur Karl scheint die Kaiserchronik endgültig die Überwindung des Heldenzeitalters auszurufen, indem sie konsequent eventuell vorhandene Erwartungen in der Rezipientenschaft bezüglich normalerweise zu erfolgenden ausführlichen Schlachtschilderungen einfach untergräbt.

Karl verdeutlicht die Ausgereiztheit des heldischen Themas und öffnet den Weg zu einem neuen geistlich-ritterlichen Ideal, das mehr auf Gottvertrauen als auf physische Stärke setzt.

Im Vergleich zum (noch heidnischen) Helden Caesar, der mittels der tatkräftigen Unterstützung der deutschen Stämme, aber auch durch eigene militärische Vorausschau das 601 siehe Kapitel II. 1.1.

Römische Reich gewinnen konnte, tritt mit Karl, dem neben der Unterstützung seiner Gefolgsleute auch die göttliche Hilfe zur Verfügung steht, unbezweifelt eine Steigerung ein.





3. Karl als christlicher Kaiser Gleichfalls ist die Figur Karl als Steigerung zu Konstantin, dem ersten christlichen Kaiser angelegt. Konstantin einte einst Kirche und Staat und galt allein deshalb als vorbildlicher christlicher Kaiser. (Seine militärischen Erfolge, insbesondere das Erlangen der Alleinherrschaft über das Römische Reich werden in der Konstantingeschichte der Kaiserchronik überhaupt nicht erwähnt.) Wiederum ist hiermit ein Herrscher auf bestimmte Eigenschaften hin beurteilt worden; lediglich Konstantins Stärke als Christ und der durch ihn erwirkte Aufstieg der christlichen Religion zur Staatsreligion zählt.

Als Steigerung dazu erfährt die Karlsfigur eine noch tiefere, bisher mit keinem irdischen Herrscher in Verbindung gebrachte Religiosität, die die Papstfigur fast obsolet wirken läßt. Zu diesem Aspekt der Karlszeichnung heißt es bei Neudeck: “Betrachtet man das Binnenverhältnis von Constantin und dem hl. Silvester einerseits sowie das von Karl und Leo andererseits, fällt allerdings ein Ungleichgewicht ins Auge: Kommt Silvester und Karl der jeweils aktive Part zu, so spielen Constantin und Leo eher eine passive Rolle.” 602 Ging es der Kaiserchronik in der Konstantingeschichte um die Etablierung des Christentums mittels eines starken Papstes Silvester und eines lernbereiten Kaisers Konstantin, so sind in der Karlsgeschichte die beiden Mächte (Kirche und Staat) bereits lange als Einheit institutionalisiert. Die Kirche, vertreten durch den Papst, muss in dieser Geschichte nicht auf Geltung und Anerkennung drängen; die Verhältnisse sind eingespielt und gestalten sich entspannter (jedenfalls aus der Sicht der Chronik). Die Bruderschaft von Kaiser Karl und Papst Leo symbolisiert noch einmal die enge Zusammengehörigkeit von Kirche und Staat.

Die Tatsache, dass zeitweilige Schwächen des Papstes bei der Bewältigung seiner Aufgaben es Karl, aber auch dem römischen Volk ermöglicht, sich zu profilieren, dient einerseits der

602 Neudeck, 285.

Erhebung der Person Karls über alle anderen Herrscher vor oder nach ihm, andererseits der Aufwertung des Standortes Rom als geistlichem und weltlichem Zentrum der Christenheit.

Die Aufwertung Roms als Sitz der Christenheit und Ausgangspunkt aller weltlichen Macht im Reich wird insbesondere durch die “Dreieinigkeit” der beteiligten Faktoren erreicht: Volk, geistliches und weltliches Oberhaupt der Christenbürger arbeiten Hand in Hand zum bestmöglichen Wohle des Gottesreichs auf Erden, des Römischen Reichs.

Karls Regierung stellt in Bezug auf die Verwirklichbarkeit dieses Gottesreichs auf Erden das Optimum dar und erscheint deshalb als Steigerung der Regierung Konstantins.

III. DARSTELLUNGSABSICHTEN

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Mit diesen wohlkonstruierten Worten beschreibt der mittelalterliche Verfasser den Inhalt und das Programm seiner Chronik. Der Hinweis unze an disen hiutigen tac (23) ermöglicht eine generische Einordnung des Werkes: es handelt sich um eine Geschichtsdarstellung, eine crônica (17). Gegenstand der Betrachtung sind die Päpste und Könige, die in der Vergangenheit das Römische Reich regiert haben. Dabei soll sowohl von den guten als auch von den schlechten Herrschern berichtet werden.

Aus der Tatsache, dass Päpste und Kaiser in einem Atemzug genannt werden, läßt sich schließen, dass es dem Verfasser primär auf die Verbindung dieser beiden Größen ankommt.

Obwohl die Folge der weltlichen Herrscher das Aufzählungskriterium bildet, wäre eine Königsgeschichte als unvollständig zu erachten, würde nicht auf das gleichzeitige Agieren des jeweiligen Papstes eingegangen werden. Zusammen bilden Kaiser und Papst die Regierung.

Ein funktionierendes Binnenverhältnis dieser beiden Figuren ist dazu erforderlich. 603 Wie eine ungebrochene Kette reihen sich die Herrscherepisoden aneinander und bilden auf diese Weise eine kontinuierliche Darstellung der Geschichte des Römischen Reiches. Der für die lateinischsprachige Dichtung dieser Zeit geläufige und hier übernommene Gattungsbegriff c r o n i c a impliziert dies ebenso wie der oft parallel verwendete Begriff h i s t o r i a. Die Bedeutung liegt dabei in der Gesamtdarstellung; jede Einzelepisode bildet einen Aspekt oder eine Stufe in einem vorgegebenen Rahmen.

Dabei können weniger prominente Herrschergestalten vertauscht, weggelassen oder hinzu erfunden werden, ohne dass die Gesamtaussage des Werkes darunter leidet, oder das Publikum Anstoß daran nehmen würde. Es gibt jedoch einige wenige Herrschergestalten, die von derart immenser Bedeutung für die Geschichte des Römischen Reiches sind, dass ihre Nichterwähnung oder ihr Auftauchen an falscher Stelle innerhalb der Herrscherreihe vom Publikum nicht unbemerkt geblieben wäre und die Gesamtaussage des Textes empfindlich gestört hätte: es sind die Gestalten Caesar, Konstantin der Große und Karl der Große.

Ihre Herrschergeschichten erweisen sich als die Säulen, die das Gesamtwerk tragen. 604 Die dargestellten Handlungsabläufe beeinflussen aus der Einzelepisode heraus textübergreifend die gesamte Geschichte des Römischen Reiches. Die einzelne Episode ist in eine Vielzahl verschiedentlich gestalteter Abschnitte gegliedert; sie beginnt mit der Abstammung und Jugend eines jeden Königs, wird dann, – zumindest nach der Christianisierung des Reiches -, um die Interferenzen mit dem jeweils zeitgleich amtierenden Papst erweitert und endet mit der Art des Todes und des Begräbnisses und der Angabe der Regierungszeiten in Jahren und Monaten. Dazwischen verbleibt genug Raum für bereits in den Vorlagen in unterschiedlichem Maße ausgeformte biografische Unterepisoden. Die von mir vorgenommene Auswahl der Herrschergeschichten illustriert in besonderem Maße, dass jede Geschichte individuell gestaltet ist, dass es die typische Herrscherepisode nicht geben kann und daher auch außer der 603 vgl. auch Gellinek, Christian. Die Deutsche Kaiserchronik. Frankfurt/Main: 1971, 21.

604 Es fällt schwer, von Gellineks hier äußerst bezeichnenden Terminologie unbeeinflußt zu bleiben.

eben erwähnten Grobstruktur keine allgemein gültigen Prinzipien zur Gliederung der Episode aufgestellt werden können.

Damit wende ich mich gegen das Postulat Wolfgang Mohrs, die Sinnvermittlung in der Kaiserchronik vollziehe sich innerhalb der einzelnen Erzählung.605 Sicherlich gibt es Episoden, deren einzelne Komponenten miteinander “konfrontiert” 606 werden können, so dass auf diese Art, ohne dass eine Erzählerfigur dies kommentieren müßte, ein größerer Sinnzusammenhang erschlossen werden kann. 607 Jedoch sind die einzelnen Episoden zu unterschiedlich aufgebaut, als dass in ihnen generell zwingend ein derartiger größerer Sinnzusammenhang zu vermuten wäre. Gegen eine solche Annahme spricht auch der jeweils verschiedene Grad der Ausgeformtheit der in der Chronik verarbeiteten Legenden.

Der einzige episodenübergreifende Sinnzusammenhang, der sich in wahrhaftig jeder Episode bemerkbar macht, ergibt sich durch die zum direkten Vergleich einladenden Kriterien Todesursache, Art der Beisetzung und die die Episode abschließende Würdigung des Verstorbenen.

Damit spreche ich auch Kritik gegen Ohly aus, der aus dem Zusammenhang des Alten Testaments herausgelöste Formen einer Typologie als sinnstiftendes Moment der Kaiserchronik angenommen hatte. 608 Vereinzelt treffen Ohlys Ausführungen vielleicht zu;

ein der Gesamtkonzeption der Chronik zu Grunde liegendes Schema können sie schon wegen der fehlenden Systemgeschlossenheit nicht bilden. 609 Jedoch gibt es einige Stilmittel, derer sich die Kaiserchronik des öfteren bedient, um eine durchgängige Struktur zu erzeugen. So markieren die Wiederholungen insbesondere innerhalb der Faustinianepisode und der Karlsepisode einen fortschreitenden Entwicklungsprozeß der jeweiligen Figuren. Obwohl diese Technik dem Dichter und dem Publikum des 12.

Jahrhunderts bereits archaisch vorgekommen sein müßte, und obwohl sich der Chronist im 605 vgl. Mohr, Wolfgang. Lucretia in der Kaiserchronik. In: Dvjs für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte. Nr. 26 (1952), 433 – 446.

606 Mohr, 444.

607 Ich habe Mohrs Arbeit so verstanden, dass die für die Tarquinius-Erzählung gültigen Prämissen auf jede Herrscherepisode ausgeweitet werden könnten. Friedrich Pezsa ging in seiner Behandlung der Kaiserchronik so weit, diese Annahme Wolfgang Mohrs auf jede einzelne Episode anzuwenden, was zu interessanten Ergebnissen geführt hat, aber m.E. den Gedanken einer Kontinuität oder Geschichtlichkeit der Gesamterzählung außer acht läßt.

608 vgl. Ohly, E.F. Sage und Legende in der Kaiserchronik, 26.

609 vgl. Jantsch. Studien zum Sybolischen, 203 ff.

Prolog recht abfällig über die typischerweise mit Wiederholung und Reihung arbeitenden Bereiche Skopentum und Heldische Dichtung geäußert hatte, 610 wird dieses Mittel übernommen und angewendet, um Spannung zu erzeugen, und um die einzelnen Elemente der Geschichte strukturell zu gliedern und miteinender in Beziehung zu setzen.



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