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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Ernst Friedrich Ohly hatte zudem auf das Stilmittel der Analogie hingewiesen, das in der Kaiserchronik die Constantiusepisode mit der Karlsepisode in ein Vergleichsverhältnis bringt, 611 und da beide Episoden unmittelbar aufeinander folgen und die inhaltlichen Entsprechungen eklatant erscheinen, muss seiner Behauptung, ein Sinnzusammenhang sei auf diese Weise gestiftet worden, Recht gegeben werden. 612 In den meisten Fällen läßt sich aber beobachten, dass die Erzähltechnik der Kaiserchronik bereits durch das übernommene und oft nur wenig abgeänderte Legendenmaterial vorgegeben erscheint. Die Eigenleistung des Chronisten hierbei ist nur schwer zu bewerten, da wir nicht alle von ihm benutzten (schriftlichen) Vorlagen kennen. In den wenigen Fällen, in denen eine vorhandene Quelle 613 mit hoher Wahrscheinlichkeit festzustellen ist, beispielsweise die für die Caesargeschichte benutzten Passagen des Annolieds, ergeben sich interessante Vergleichspunkte in Bezug auf die Entscheidungen des Verfassers, bestimmte Sachverhalte Wort für Wort abzuschreiben und andere wegzulassen oder zu verändern. 614 Die Bedeutung einer Herrschergeschichte im Hinblick auf die Gesamtkonzeption der Chronik läßt sich jedoch nicht am künstlerischen Grad ihrer Gestaltgebung ablesen. Dafür lassen sich erneut die Beispiele der Herrscherepisoden des Faustinian und des Tarquinius heranziehen.

Beide Geschichten stellen kompositorische Meisterstücke dar. Der Aufbau, die Darstellung der besonderen Umstände, denen diese Herrscher ausgesetzt sind, und der exemplarische Wert lassen den Großteil der anderen Herrscherepisoden blaß und weniger herausragend erscheinen. Die Geschichte des Römischen Reiches in entscheidender Weise vorangetrieben zu haben, kann man diesen beiden Königen und ihren Taten dennoch nicht attestieren. Ein Blick auf die Geschichte Karls des Großen hingegen läßt uns eine gewisse Schlichtheit, mitunter sogar Raffung im Verlauf der Darstellung der die Karlsfigur begleitenden Ereignisse 610 vgl. Prolog der Kaiserchronik, Z. 27 – 34.

611 vgl. Ohly, Sage und Legende, Aufbauschema, 230.

612 vgl. Kapitel II. 3. Karl der Große.

613 Zu bedenken ist dabei die vorherrschende Situation des “unfesten Texts”; welches Manuskript als Vorlage gedient haben könnte, ist nicht zu ermitteln, bestenfalls, bei Vorhandensein einer regen Überlieferungstradition, aus einer Mehrzahl vorhandener Überlieferungsträger einzugrenzen.

614 vgl. Kapitel II.1. Caesar.

registrieren. Der Dichter selbst erklärt dies mit den Worten: karl hat ouch anderiu liet. 615 Es kann nur eine bescheidene Auswahl der mit Karl assoziierten Wunder präsentiert werden.

Daraus läßt sich schließen, dass eine Herrscherepisode durchaus ausgezeichnete und schwache Elemente besitzen darf, was meist in erster Linie durch den Grad der Ausformung der Vorlagen bestimmt ist. Die Bedeutung der Episode für das Gesamtwerk liegt weiterhin im Anspruch eines Herrschers, im positiven Sinne die Entwicklung des Römerreiches vorangebracht zu haben, wenn auch gerade die besonders prägnant und kunstvoll ausgearbeiteten Herrschergeschichten der Exemplarik willen ihren berechtigten Platz in der Kaiserchronik haben.

Jantsch hatte seine Interpretation der Kaiserchronik mit dem Hinweis auf das Exemplarische, das an den Gestalten und Geschehnissen herausgearbeitet wurde, begonnen. 616 Die Geschichten Caesars, Konstantins und Karls erfüllen meines Erachtens in der Kaiserchronik einen für die Gesamtkonzeption bedeutsameren Zweck als Teil einer exemplarischen Anlage zu sein. Der Handlungsrahmen, die Personenkonstellation und die Ereignisse bieten in ihren Fällen ein überdurchschnittliches Maß an Möglichkeiten, sich auszuzeichnen und Geschichte aktiv zu gestalten und natürlich in ebensolchem Maße Möglichkeiten, an diesen Aufgaben verhängnisvoll zu scheitern. Dabei ist zu bemerken, dass die Geschichte Konstantins einen besonderen Platz in der Reihe der Herrscher belegt. Dieser Kaiser hat mit der erfolgreichen Christianisierung die Verwandlung Roms zum Gottesstaat auf Erden bewirkt.

Die Reihe der Begründer beziehungsweise der Erneuerer, zu denen ich im Folgenden 617 auch Friedrich I. und II. zählen werde, zeichnet sich in der Darstellung durch die Geradlinigkeit der Handlungsführung aus. Diese Episoden sind für die Geschichte unverzichtbar; sie treiben die Entwicklung Roms in entscheidender Weise voran. Der Maßstab der Bewertung ist der jeweils erreichte Stand innerhalb jener Entwicklung. 618 Diese 615 Z. 15.072. Natürlich ist dieser Einschub auch so zu verstehen, dass der Chronist auf eine Gleichrangigkeit der verschiedenen, nebeneinander existierenden Karlserzählungen hinweisen möchte.

616 Vgl. Jantsch, Heinz G. Studien zum Symbolischen in frühmittelhochdeutscher Literatur. Tübingen 1959, 203-226, siehe S. 210.

617 vgl. Kapitel IV.

618 vgl. Jantsch, 211.

Herrscher erweisen sich als nicht beliebig austauschbar; sie haben ihren angestammten und unstrittigen Platz im Kontinuum der Imperatoren des Römischen Reiches. Im Gegensatz zu vielen der anderen Herrscher dienen die ihnen gewidmeten Erzählungen nicht der Ausschmückung. So ist hier eine besonders klare Form der Darstellung gewählt.

Die Herrscher werden Schritt für Schritt bei ihren Regierungsgeschäften begleitet, wobei es zwar für die Handlung nicht wichtig erscheint, ob viele Gäste beim Krönungszeremoniell eines Herrschers anwesend waren, welche Stimmung vorherrschte und welche Reden gehalten wurden, diese Kriterien jedoch für das Protokoll und zur Nachahmung durch die folgenden Generationen von unendlicher Wichtigkeit waren und deshalb Bestandteil der Herrschererzählung sind. Dennoch erfolgen keine größeren Einschübe, die von der fortschreitenden Entwicklungslinie der Handlung ablenken würden. Innerhalb des der Kaiserchronik zu Grunde liegenden Wertesystems geben Caesar, Konstantin und Karl zur Imitation einladende Beispiele der ausgezeichneten, unübertrefflichen Kaiser ab. Bereits Jantsch hatte behauptet, es würde hier deutlich werden, wie nicht allgemein-gültige moralische Sätze von diesen Exempeln abgeleitet werden, sondern wie der Blick des Geschichtsbetrachtenden sich unmittelbar auf diese historischen Muster in ihrer konkreten Einmaligkeit richten soll. 619 Dabei handelt jeder einzelne von ihnen im Rahmen seiner durch Zeit, politische Verhältnisse und strukturelle Gegebenheiten bestimmten Möglichkeiten, was einen unmittelbaren Vergleich ihrer Größe und Verdienste nicht zulassen kann und in der Kaiserchronik auch nicht angestrebt wird. Durch die prominente Stellung, die diese Figuren in der Reihe der Herrscher einnehmen, ergibt sich ein erhöhter Bedarf an Erklärungen und Bemühungen des Dichters, die auf Kontinuität ausgerichteten Sinnzusammenhänge und Translationen glaubhaft zu präsentieren. Dabei fällt auf, dass die Chronik im Falle der Konstantinerzählung die komplexen Sachverhalte simplifiziert gestaltet. So wird durch Änderungen in der Motivation Konstantins eine historisch höchst bedeutsame Tatsache wie die Translatio imperii ad Grecos als eine vorübergehend notwendige Regierungsmaßnahme Konstantins hingestellt und deren politische Konsequenzen in der gesamten Chronik nicht geklärt. Auch die Karlsgeschichte nimmt sich der Translationsproblematik und der Komplexität ihrer Erscheinung nicht an. Dies könnte Bestandteil des didaktischen Konzepts der Chronik sein.





619 Jantsch, 212.620 vgl. Kapitel II.2. Konstantin

Die Chronik teilt den Gesamtstoff des zu vermittelnden Lehrinhalts in abgerundet erscheinende Herrschergeschichten, die man auch als einzelne Lektionen bezeichnen könnte.

Jede Lektion behandelt in variierendem Umfang einen anderen Aspekt des Curriculums. Jede Lektion gestaltet sich als ein Teilschritt in der Vermittlung eines umfassenden Gesamtverständnisses der Heilsgeschichte, die sich in der Entwicklungsgeschichte des Römischen Reiches manifestiert.

Obwohl die meisten der Lektionen nicht unmittelbar aufeinander aufbauen, erhält das Publikum einen Überblick über die zeitliche Progression. Dieses Prinzip bietet keinen Raum für komplizierte, episodenübergreifende Translationstheorien. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die Rezipienten an solchen interessiert gewesen wären. Das Prinzip wird erklärbar durch die nähere Betrachtung derjenigen Lehrinhalte, die in der Kaiserchronik vermittelt werden sollen. Hierzu zählen neben dem Geschichtsverständnis in erster Linie die Morallehren und Anregungen, den als Vorbild zu erachtenden, beschriebenen Personen nachzueifern. Um dieser Lehre gerecht zu werden, bedient sich die Chronik der darstellerischen Mittel der Vereinfachung und der auch im Formalen nachzuweisenden Abgeschlossenheit der Einzelerzählungen. Explizite Bezugnahmen auf andere Herrscher oder auf Ereignisse, die mit diesen verbunden werden können, finden in der Regel nicht statt.

Dennoch setzt dieses Prinzip voraus, dass Verknüpfungen von dargestellten Absichten des Verfassers selbstständig und aus der Leistung des Gedächtnisses heraus vom Publikum vorgenommen werden müssen. Die Chronik liefert die Anregungen; die Lehre oder die Moral aus der Geschichte zu erkennen, bleibt vollständig dem Rezipienten überlassen.

Wie in einer klassischen Fabel folgt die Moral, ohne dass sie in der Kaiserchronik als eine solche gekennzeichnet ist, am Schluß einer jeden Erzählung. Dabei sprechen Leben und Ende eines Herrschers eine deutliche Sprache. 621 So ist es dem Rezipienten vorbehalten, eine Wertung der Todesumstände der einzelnen Herrscher vorzunehmen. Lediglich im Fall Caesars muss die Chronik die Negativität der Todesursache relativieren, indem diese als ungetrûwelîche bezeichnet wird. 622 Ansonsten erfolgt keine erläuternde Stellungnahme.

Lediglich in der Einleitung mahnt der Dichter das Publikum, eine Nutzanwendung aus seinen Schilderungen zu ziehen.623 Seine pädagogischen Absichten zeigen sich im in der Regel nicht 621 vgl. Jantsch, 212.

622 vgl. Z. 600 f....

Rômâre in ungetrûwelîche sluogen, sîn gebaine si ûf ain irmensûl begruoben.

623 vgl. Z. 1- 15 In des almähtigen gotes minnen sô will ich des liedes beginnen.

kommentierten Vorführen von gottvertrauend und gottabgewandt handelnden Gestalten. Für den heidnischen Teil der Römischen Geschichte kann “gottvertrauend” durch “in eine positive höhere Macht vertrauend” ersetzt werden.

Dieses Schema erlaubt Abstufungen. Mit diesen Abstufungen hat sich u.a. auch Dagmar Neuendorff auseinandergesetzt, 624 indem sie die einzelnen Herrscherviten der Kaiserchronik in 10 Gruppen teilte. In jeder Gruppe soll sich ein bestimmtes Stadium der Entwicklung des vierten Weltreiches ausdrücken, so dass eine stufenweise Aufwärtsbewegung entsteht. 625 Neuendorffs Untersuchung setzte voraus, dass die Kaiserchronik nicht als ein Werk begriffen wurde, das einzelne Herrscherviten aneinanderfügt, “ sondern als ein Gebilde, zwischen dessen Anfang und Ende eine sich in der Vorwärtsbewegung der Zeit verwirklichende Höherentwicklung des Imperium Romanum in seiner Funktion als viertes Weltreich dargestellt wird.” 626 Die Behauptung Neuendorffs, dass die Einteilung der Herrscherviten in genau 10 Gruppen, wovon 5 der heidnischen und 5 der nachkonstantinischen Zeit zuzuordnen wären, das Gestaltungsprinzip der Kaiserchronik bilden würde, 627 kann trotz der vorzüglichen Recherche und Ausführung der Studie nur eine unter vielen Möglichkeiten bleiben, eine in der Chronik zu bemerkende Gliederungsabsicht nachweisen zu wollen. Das Vorhandensein von Abstufungen aber belegt diese Arbeit auf recht wirkungsvolle Art. Während Neuendorffs Studie die Geschichte Konstantins als den Mittelpunkt der Kaiserchronik, um den alle anderen Herrscherepisoden gruppiert wurden, herausgearbeitet hatte, 628 vertritt Dieter Strauss die Ansicht, dass die Karlsfigur die prominenteste Stellung in der Chronik

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624 vgl. Neuendorff, Dagmar. Studie zur Entwicklung der Herrscherdarstellung in der deutschsprachigen Literatur des 9. bis 12. Jahrhunderts. Stockholm: 1982, 35-150.

625 Neuendorff, 43.

626 Neuendorff, 42.

627 vgl. Neuendorff, 42-50.

628 Neuendorff, 43.

629 Strauss, Dieter. Taktisch-persuasiver Sprachgebrauch in der Kaiserchronik. In: Strauss, Dieter et al. (Hg.).

einnimmt. 630 Strauss stellt fest, dass die Geschichte Karls von allen Herrscherviten am häufigsten die direkte Rede als darstellerisches Mittel gebraucht. 631 Damit versucht Strauss, dem mittelalterlichen Dichter einen planvollen Einsatz der Redegattungen zur Meinungs- und Verhaltenssteuerung der Rezipienten nachzuweisen. 632 Den Rezipienten sollen mit dem auf ihren Effekt berechneten Einsatz der direkten Rede die zentralen Aussagen der Chronik auf dem emotionalen, kürzeren und direkten Wege der Suggestion näher gebracht werden. 633 Da sich die deutsche Geschichte in der Kaiserchronik im Wesentlichen auf mündliche Überlieferung stütze, 634 könne Quellenabhängigkeit ausgeschlossen und eine selbstständige Arbeitsweise des Chronisten angenommen werden. 635 Sowohl Neuendorff als auch Strauss unterstützen mit ihren Untersuchungen die Annahmen, dass 1. in der Kaiserchronik eine planvoll arrangierende Anordnung des Erzählstoffes vorgenommen wurde, dass 2. es Herrschergeschichten gibt, die eine bedeutende Position innerhalb eines gedachten Anordnungsschemas einnehmen und dass sich 3. der Dichter der gänzlich voneinander verschiedenen Kriterien zur Gestaltung seiner herausragenden Herrscherpersönlichkeiten, von denen es meiner Ansicht nach einige wenige geben kann, bedient. Der Reihe von Neubegründern im Römerreich habe ich noch die Person Caesars hinzuzufügen, dessen Geschichte den Anfang des Herrscherkontinuums der Kaiserchronik bildet. 636

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Festgabe des Deutschen Instituts der Universität Nijmegen. Paul B. Wessels zum 65. Geburtstag. Nijmegen:

1974, 3-9.

630 vgl. Strauss, 3.

631 Strauss, 3.

632 Strauss, 3.

633 Strauss, 4.

634 Strauss verweist hier auf Schröder, Edward (Hg.). Deutsche Kaiserchronik. 2. Aufl. Unveränderter Nachdruck der 1. Aufl. Berlin: 1964, Einleitung, 66 ff.

635 Strauss, 7.



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