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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Bei näherer Betrachtung des Textes muss auch hier nach einem pädagogischen Auftrag und der literarischen Zielsetzung des Werkes gefragt werden. Diese Zielvorgaben können sich unter Umständen sehr von denen der Original-Chronik unterscheiden. Die Entstehungsbedingungen sowie die Rezipienten sind schließlich auch geänderte Größen, an denen sich das Produktionsvorhaben zu orientieren hat. Dennoch verbleiben interessante Berührungspunkte bezüglich der Darstellung des Erzählstoffes. Übernimmt die neue Chronik das Gliederungsschema der alten? Welche Änderungen werden eingeführt? Wie gestaltet sich jetzt die Quellenlage? Werden überhaupt schriftliche Quellen benötigt, oder vollzieht sich die Abfassung der neuen Chronik aus der Erinnerung des oder der Verfasser gespeist? Wie gelingt die Personendarstellung? Gibt es Herrschergespanne und einen engen Helferkreis, oder steht die Herrscherperson ganz allein im Zentrum der Aufmerksamkeit?

Von ganz besonderem Interesse ist der Umgang des Fortsetzers mit dem vom Originaldichter im Prolog aufgestellten Programm. Ob diese Richtlinien akzeptiert werden, zeigt sich am besten in der jeweiligen Darstellung des Papst-Kaiser-Verhältnisses. Der Prolog der Originalchronik spricht ja explizit von den Taten und Geschichten der Päpste und Kaiser, von denen die Chronik berichten will. Teilen sich nun in der Fortsetzung die Kaiser und Päpste ebenso “brüderlich” die Regierungsaufgaben, wie es für die Originalchronik festgesetzt wurde? (Ob dieses Programm in der Originalchronik überhaupt verwirklicht werden konnte, ist eine andere Frage, die ich an gegebener Stelle beantworten werde.) Welche künstlerischen Freiheiten darf oder durfte sich der Fortsetzer eines bestehenden Werkes überhaupt herausnehmen?

Abgesehen davon, ob sich der Fortsetzer bei der Darstellung seiner Herrscher an denselben Kriterien orientiert, wie es der Dichter des Originals tat (erwähnt sei hier nur die das gesamte Werk betreffende Einteilung der Regierenden in gute und schlechte Herrscher), muss auch innerhalb der Continuatio beurteilt werden, wie sich die Einzelepisode in das Gesamtwerk einfügt.

Sowohl Friedrich I. als auch Friedrich II. befinden sich auf der Achse eines historischen Kontinuums, das den Herrschaftsanspruch der Staufer unter Berufung auf Karl den Großen legitimieren soll. Folglich müssen ihre Herrschergeschichten nicht nur zueinander in Beziehung gesetzt werden, sondern auch im Hinblick auf die von mir ausgewählten Herrschergeschichten der Originalchronik betrachtet werden.

Die Kritik zur Bayerischen Fortsetzung beginnt damit, dass, auf Schröder und Massmann zurückgehend, unterstellt wird, dass hier nicht mehr (nur) der Dichter der OriginalKaiserchronik als Vorbild für den Nachfolgedichter gesehen wird; vielmehr wird dessen Orientierung an “modernen” Geschichtsanschauungen seiner Zeit offenkundig. Welche Informationen lassen sich diesbezüglich aus Textaufbau, sprachlichen Wendungen, inhaltlichen Merkmalen oder offenen Bezugnahmen extrahieren?

In erster Linie geht es jedoch auch in der Bayrischen Fortsetzung, die zumindest formal an ein in der Originalchronik vermitteltes Geschichtsbild anknüpft, um die Darstellung von Personen und Ereignissen und um die Funktionalität der dargestellten Herrscher und Taten für den Gesamttext.

Überlieferung und Nachwirkung der Kaiserchronik

Die Überlieferung der Kaiserchronik sei erstaunlich reichhaltig und lang anhaltend: kein anderer deutscher Text des 12. Jahrhunderts sei derart erfolgreich gewesen, heißt es im Verfasserlexikon. 31 Die Redaktion A, welche den alten Text von ca. 1150 beinhaltet, besteht aus 15 Textzeugen, die vom 12. bis zum ausgehenden 14. Jahrhundert reichen. 32 Die Redaktion B umfaßt die erste Bearbeitung der Kaiserchronik und besteht aus 3 Handschriften und 9 Fragmenten. 33 Die Redaktion C ist die zweite Bearbeitung der Kaiserchronik (nach 1250). 34 Sie hinterläßt 5 Handschriften, 5 Fragmente und die erste Fortsetzung (bis zum Jahr 1250). 35 Unter die Redaktion D fallen die Prosaauflösungen der Kaiserchronik des 13.

Jahrhunderts mit insgesamt 17 Handschriften aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. 36 Die Redaktion E schließlich überliefert einzelne Episoden der Kaiserchronik separat, u.a. den Trierer Silvester und die Crescentia. 37 Nachhaltige Wirkung der Kaiserchronik läßt sich zuerst im Rolandslied und im Trierer Silvester belegen. 38 Relativ sicher benutzt ist die Chronik auch in Wolframs Willehalm. 39

Intensiven Einfluß übte die Kaiserchronik auch auf die folgenden Chroniken aus:

Frutolf/Ekkehard-Chronik (Rez. IV) aus Zwiefalten, Ende 12. Jahrhundert, Sächsische Weltchronik (Rez. A), Jans Enikels Weltchronik (nach Rez. B) und die Chronik Heinrichs von München (nach Rez. C). 40 Außerdem gibt es eine lateinische Prosaübersetzung der Kaiserchronik (Cronica Regum et Imperatorum von Frater Albertus de Constantia). 41 Das Bezeichnende an der Kaiserchronik ist demnach, dass sie erst in ihren weiteren Bearbeitungsstufen einem größeren Publikum zugänglich gemacht wurde und spätere 31 Kurt Ruh et al. (Hg.). Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. Begründet von Wolfgang Stammler. 2. Aufl. Bd. 4. Berlin – New York 1983, 949-963 (Kaiserchronik), S. 949.

32 Verfasserlexikon, 949. Auch nachzulesen bei E. Schröder, 7-26.

33 Verfasserlexikon, 950.





34 Verfasserlexikon, 950.

35 Verfasserlexikon, 950. Bei Schröder nachzulesen ab S. 438 ff.

36 Verfasserlexikon, 950.

37 Verfasserlexikon, 950.

38 Verfasserlexikon, 961.

39 Verfasserlexikon, 961.

40 Verfasserlexikon, 961 f.

41 Verfasserlexikon, 962.

literarische Werke beeinflussen konnte.

Schon die Überlieferung des alten Texts findet in einer Weise statt, die charakteristisch ist für die Verbreitung der chronikalischen Literatur: Der Text wird kompiliert und angereichert im Laufe seiner Geschichte, er wird aktualisiert (durch die Fortsetzungen in C), der neuen Quellenlage (Sächsische Weltchronik) und formal dem neuen Zeitgeschmack (Metrik, Reime) angepaßt. 42 Der alte Text, die in der Literaturwissenschaft gern so benannte autornahe Fassung oder Erstfassung, hatte eine zeitlich und geografisch begrenzte Wirkung als selbstständiges Werk;

erst in Kompilationen und Bearbeitungen entfaltete die Kaiserchronik ihre langandauernde und überregionale Wirkung. 43 Für die mittelhochdeutsche Sprach- und Literaturgeschichte sind die beiden Bearbeitungen B und C von einigem Wert. 44 Da sie jedoch nicht ediert sind, nimmt die gelehrte Forschung kaum Notiz von ihnen. 45 Die Fassungen B und C der Kaiserchronik gehören zu den Editionsdesideraten 46 der Versepik des 13. Jahrhunderts noch aus einem weiteren Grund: Durch sie vor allem ist das Werk in die großen Weltchronikkompilationen des 13. – 15. Jahrhunderts - wie zum Beispiel die Sächsische Weltchronik oder die Chronikkompilation Heinrichs von München 47 - eingegangen. 48 Sie bildet also den Grundstock für die Darstellung der Geschichte der römischen und deutschen Kaiser. 49 Mit diesem Hintergrundwissen über Entstehung und Verbreitung der Kaiserchronik sowie über mit ihr verbundene Sammelhandschriften, Editionen und Editionsdesiderate kann zum Hauptteil dieser Arbeit, den Studien zur Darstellung und Funktionalität einzelner in der Kaiserchronik samt erster Fortsetzung behandelten Herrschergeschichten übergegangen werden.

42 Kurt Gärtner. Überlieferungstypen mittelhochdeutscher Weltchroniken. In: Geschichtsbewußtsein in der deutschen Literatur des Mittelalters. Tübinger Colloquium 1983. Hg. von Christoph Gerhardt et al. Tübingen 1985, 110-118.

43 Kurt Gärtner. Die Kaiserchronik und ihre Bearbeitungen. Editionsdesiderate der Versepik des 13. Jhds. In:

bickelwort und wildiu maere.FS für Eberhard Nellmann zum 65. Geb.. Hg. von Dorothee Lindemann, Berndt Volkmann und Klaus-Peter Wegera. Göppingen 1995, 366 – 379, S. 368.

44 Gärtner. Die Kaiserchronik, 369.

45 Gärtner. Die Kaiserchronik, 369.

46 Siehe auch Kurt Gärtner. Editionsdesiderate und computergestütztes Edieren am Beispiel der ChristherreChronik.In: German Narrative Literature of the Twelfth and Thirteenth Centuries. Studies presented to Roy Wisbey on his 65th Birthday. Ed. Volker Honemann et al. Tübingen 1994, 55 – 81.

47 Siehe auch: Frank Shaw. Die Kaiserchronik-Rezeption in der Weltchronik Heinrichs von München. In:

bickelwort und wildiu maere. FS für Eberhard Nellmann zum 65. Geb. Hg. von Dorothee Lindemann et al.

Göppingen 1995, 380 – 392.

48 Gärtner. Die Kaiserchronik, 369.

49 Gärtner. Die Kaiserchronik, 370.

Kapitel II: Darstellung

PROGRAMMATISCHER ÜBERBLICK

Die Arbeit möchte aufzeigen, welche Mittel in der Darstellung von Geschichte zum Einsatz kommen. Berücksichtigt wird auch das Problem der Übersetzung und Neugestaltung von literarischen Inhalten. Dazu ist es zweckdienlich, die methodische Vorgehensweise bei den zu besprechenden Herrschergeschichten in der in Kapitel 1: Einleitung beschriebenen Weise zu gliedern.

Einen Unterpunkt innerhalb der Gliederung der Einzelepisode bildet der Aspekt Funktionalität. Er behandelt die Bedeutung der Herrschergestalt sowie deren Präsentation innerhalb des größeren Rahmens der Gesamtchronik. Dieser funktionelle Zusammenhang muss deshalb in besonderer Weise ins Auge gefaßt werden, weil jede einzelne Herrschergeschichte, so in sich abgeschlossen sie auch erscheinen mag, zugleich als Teil eines programmatischen Ganzen, einer Geschichtsdarstellung, fungiert. Es ist daher unumgänglich, dass das Kapitel II: Darstellung den breitesten Raum innerhalb dieser Studie einnehmen muss.

Das zweite Kapitel, das sich mit der Darstellung der Herrscherfiguren befaßt, beginnt mit einer Interpretation der ihnen gewidmeten Geschichte. Bezogen auf die einzelne Episode bedeutet dies, dass Aspekte der Figurenzeichnung, des Zusammenwirkens von Personen und Ereignissen und die Frage, wie die Episode als Ganzes gestaltet ist, thematisiert werden.

Untersucht werden soll ebenfalls die Funktionalität der ausgewählten Herrschergeschichten oder einzelner Erzählabschnitte dieser Geschichten in Bezug auf die gesamte Chronik. Es wird nachvollzogen, wie die Einbindung der Episoden in die gesamte Chronik gelungen ist.

Schließlich geht es um die Frage, wie Geschichte in der Kaiserchronik erklärt wird. Welche Funktionalität haben die im Kapitel Darstellung behandelten Geschehnisse im Hinblick auf den gesamten Ablauf der Geschichte? Welche sind die auf Kontinuität ausgerichteten sinnstiftenden Zusammenhänge? Ein sinnstiftender Zusammenhang, der über die Episode, die ihn behandelt, hinauswirkt, ist sicherlich das Phänomen der translatio imperii, der Übergang der Macht von einem Reich auf ein anderes. Das Kapitel Darstellung zeigt in diesem Zusammenhang auf, welcher Mittel rhetorischer und stilistischer Art sich die Kaiserchronik bedient, um diese ihrem Wesen nach recht komplexen Vorgänge zu illustrieren. Es kann daraus eine vorsichtige Einschätzung einer vorhandenen Erzählabsicht und möglicherweise sogar einer politischen Motiviertheit herausgelesen werden.

Das sich unmittelbar anschließende Kapitel III: Darstellungsabsichten greift auf die im Kapitel II: Darstellung herausgearbeiteten Forschungsergebnisse zur jeweiligen Einzelepisode unter Berücksichtigung des weiteren Funktionszusammenhangs zurück und versucht, die relevanten Darstellungsmodi zu strukturieren und unter bestimmten, noch zu erarbeitenden Gesichtspunkten erneut zu hinterfragen.

Damit schließt sich eine nicht gesondert gekennzeichnete, aber dennoch intendierte Zäsur an.

Sie soll die Überbrückung einer gefühlten Lücke unterstreichen, die von einem potentiellen Continuator angesichts der hundertjährigen Spanne verstrichener Zeit zwischen dem Endpunkt des Entstehungsprozesses der Kaiserchronik (1147) und der mit der ersten Fortsetzung einsetzenden Weiterbearbeitung (1250/1260) erwartet werden konnte. Sie soll hingegen nicht andeuten, dass die auf der Textproduzentenseite zu bestimmten Überbrückungsstrategien herausfordernde “Lückenhaftigkeit” auch als solche von der Rezipientenseite wahrgenommen wurde.

Kapitel IV: Die Herrscherdarstellung in der Bayrischen Fortsetzung und Kapitel V:

Schlussbemerkungen behandeln letztendlich die erste Fortsetzung der Kaiserchronik und versuchen, Probleme der Intertextualität und der veränderten Entstehungs-, Rezeptions- und möglicherweise auch Gebrauchszusammenhänge zu klären.

Dabei stehen im Kapitel IV abermals die Darstellung und Funktionalität einzelner Herrschergeschichten der Chronik-Fortsetzung im Zentrum des Interesses.

DER SINNBEGRIFF IN DER LITERATUR

Sinnvermittlung erscheint zuallererst als ein Sinnangebot, das einem literarischen Opus inhärent ist; in einem zweiten Schritt kann dann nach bestimmten Strategien zur Vermittlung eines intendierten Sinns geforscht werden.

Klaus W. Hempfer deutet Sinn in Literatur nicht als alleinstehenden Begriff, sondern als Integrationsebene unterschiedlicher sozio-kultureller Systeme oder, rekurrierend auf Luhmann, als “die spezifische Leistung spezifischer Systeme, nämlich sozialer und psychischer.” Der Luhmannsche Sinnbegriff scheine so die makrostrukturelle Aufgliederung von Wirklichkeit zu meinen. 53 “Die Literatur wäre dann als eines der soziokulturellen Teilsysteme zu befragen nach ihrer Organisation von Sinn in Relation zu anderen Teilsystemen beziehungsweise nach möglichen Interpenetrationen mit anderen Teilsystemen wie Religion, Recht, Gesellschaft, usw..” 54 Nun ist Literatur als ein mögliches Teilsystem generell nicht abgeschottet gegenüber anderen Systemen. Die Konstitution von Sinn kann sich in verschiedenen Systemen durchaus unterschiedlich vollziehen. Vielmehr als der Gedanke der Systemgebundenheit interessiert doch der der epochalen Realisationsgegebenheiten. Es ist somit denkbar, dass Sinnangebote bei ihrer Realisation in einer bestimmten Epoche oder Periode auffällige, der Zeit eigene Charakteristika aufweisen könnten. Mit der Frage der Sinnkonstitution in literarischen Texten unter Berücksichtigung der epochalen Komponente (bei der Entstehung sowie der Rezeption) gewinnt auch die Feststellung Umberto Ecos, dass die Bedeutung eines Textes nicht festliege, sondern in der Kooperation von Text und Leser allererst konstituiert werde, 55 an Aktualität.



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