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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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bemerkt werden? Über diese Einzelheiten schweigt sich auch die Kaiserchronik aus. Dass sich ihm aber derartige Fragen überhaupt stellen, zeichnet Konstantin als klug taktierenden Mann aus, der sich im Laufe der Handlung mehr als einmal, dreimal, um genau zu sein, zwischen den Sphären Heimlichkeit und Öffentlichkeit entscheiden muss. An drei prekären Stationen im Leben Konstantins bedient sich die Kaiserchronik des Dialogs: Erst mußte sich Konstantin entscheiden, ob er ein Schattendasein als illegitimer Sohn führen wollte oder mit der Initiation der Heirat seiner Eltern seine Öffentlichkeitstauglichkeit unter Beweis stellen wollte. Dann standen entweder das von der Gesellschaft abgekehrte Leben als Aussätziger oder ein durch klugen Vasallenrat Silvesters gewonnenes Eintreten geradewegs in das Zentrum des öffentlichen Lebens in Rom zur inneren Debatte. Mit dem Dilemma Verheimlichung versus Publikmachen des mütterlichen Briefes steht also Konstantin vor der dritten Entscheidungsprobe.

´ Vil Listeclîche`, so steht es im Text, 694 gelingt es Konstantin, die Boten zu empfangen und wieder zu verabschieden, ohne dass der Königshof dies bemerkt. Auch seine eigenen Boten kann er ohne das Wissen der Hofgesellschaft mit einer Antwort an Helena losschicken.

Letztendlich entscheidet sich Konstantin aber doch für den einzig richtigen Weg: (Der Entschluss wird lobend herausgestellt.) Er wählt den Weg zu seinem obersten Ratgeber – Silvester – und damit auch den Schritt in die Öffentlichkeit. Almut Suerbaum hatte in einem Vergleich zwischen Kaiserchronik und deren Quelle, einer nicht eindeutig zu bestimmenden Version der A c t u s S i l v e s t r i, herausgestellt, dass die Actus Silvestri von einer grundlegenden und für den gesamten Verlauf der Disputation geltenden Übereinkunft zwischen Silvester und den Heiden gleich am Anfang der Erzählung in knappen Worten berichten. 695 Die Kaiserchronik hingegen übernimmt ebenfalls diesen kurzen Bericht von der Festlegung der Verfahrensmodi, schiebt aber an gegebener Stelle zusätzlich einen Dialog zwischen Silvester und einem der Disputanten ein, in dem derselbe Textinhalt noch einmal in der wörtlichen Rede verifiziert wird. 696 Einer dieser zuvor festgelegten und öfter im Gespräch wiederholten Verfahrensmodi ist die Einigung auf den Schriftbeweis, vorzugsweise aus dem Alten Testament. 697 “Selbst in einer 694 Z. 8247 ff., Schrödersche Ausgabe der Kaiserchronik.

695 Suerbaum, 242 f.

696 Suerbaum, 243.

697 Der Brauch der Bibelbefragung hatte in der Geschichte der abendländischen Christenheit Tradition. “Bei Bischofswahlen des frühen Mittelalters sind immer wieder Psalter, Apostelbriefe und Evangelien aufgeschlagen und befragt worden, um Prozesse der Meinungsbildung in eine bestimmte Richtung zu lenken oder bereits der Mündlichkeit so im Prozeß verhafteten Redeform wie der Disputation bleibt damit der letzte Beweis der Schriftlichkeit überlassen.” So folgert Almut Suerbaum. 698 Erwiesenermaßen erscheint die Buchautorität der stimmlich- rhetorischen Autorität Silvesters zunächst überlegen. 699 Allein die rhetorische Meisterschaft Silvesters bekehrt die Heiden nicht. Auch die anderen Sinne der Rezipienten der christlichen Botschaft wollen überzeugt sein. Mit den Augen kann Silvesters Auftreten, seine Gestik und seine Gemütslage hinreichend von den Anwesenden erfaßt werden. Mit dem Buchbeweis erschließt sich zudem noch die taktile Sphäre: Das Buch wird hereingetragen, aufgeschlagen, angefaßt und nach dem den Beweis enthaltenden Zitat durchblättert. Doch den endgültigen Beleg für die Existenz Gottes vermag auch das Buch nicht zu liefern. Die endgültige Bekehrung involviert in der Kaiserchronik alle Sinne der zu Bekehrenden.

Im Gegensatz zu den vorherig getroffenen Vereinbarungen, dass das Buch (der Bücher) das letzte Wort in der Sache haben sollte, verlangen die Ungläubigen plötzlich einen noch darüber hinausgehenden, unmittelbaren Beweis für die Existenz Gottes. Die ursprünglich getroffene und mehrmals in eindringlicher wörtlicher Rede sinngemäß wiederholte Abmachung ist zwar damit gebrochen, jedoch ist Silvester mit der Änderung einverstanden, und es wird ein neuer Verfahrensmodus ausgehandelt.

Letztendlich haben das direkt gesprochene und das geschriebene Wort gleichermaßen nicht ausgereicht. Mit dem von Silvester durch Gottes Hilfe bewirkten Wunder, der Auferstehung eines toten Stieres, steht die Tat, also das Performative, abgesichert durch die Augenzeugenschaft der nun nicht mehr in Reih und Glied geordneten und sich nicht mehr minuziös dem Protokollablauf unterwerfenden Umstehenden, im Vordergrund. Lediglich die radikale Veränderung des Zustands des Stieres vermag zu beeindrucken: von tot bis lebendig, von bewegungslos bis wild umherstampfend, von still bis schnaufend.

Die Tat beendet den Dialog.

getroffenen Entscheidungen im Nachhinein ein höheres Maß an religiöser Legitimität zu verschaffen. Desgleichen spielte in Bekehrungsgeschichten heiliger Mönche, Bischöfe und Theologen das Aufschlagen von Evangelienhandschrift oder das Blättern im Psalter eine ausschlaggebende Rolle.” (Klaus Schreiner. Das Buch im Nacken. Bücher und Buchstaben als zeichenhafte Kommunikationsmedien in rituellen Handlungen der mittelalterlichen Kirche. In: Audiovisualität vor und nach Gutenberg. (Schriften des Kunsthist. Museums 6 ). Hg.





von Horst Wenzel et al. Wien 2001, 73 – 96; 78.

698 Suerbaum, 243 f.

699 Die Überlegenheit der lateinischen Schriftsprache gegenüber der Volkssprache sei hier nur angedeutet. Die Suche nach dem “richtigen” Mittel der Legitimation begegnet ergo auf verschiedenen Ebenen.

“Der Verfasser der Kaiserchronik schafft keine kommentierende Erzählerfigur; gleichwohl aber erlaubt er es dem Hörer und Leser, seinen Informationsvorsprung vor dem innertextlichen Publikum auszunutzen,....” 700 Fast wirkt es belustigend, wenn man bedenkt, welche Anstrengungen im Dialog, sei es zur Festlegung der im Beweisverfahren geltenden Regeln oder zur Herausstellung der Überlegenheit des Christengotts vor allen anderen Gottheiten, unternommen wurden. Sämtliche komplizierte Verfahrensweisen, jegliche Ordnung des protokollarischen Ablaufs, jede Erteilung von Redezeit und Platzanweisungen, die zuvor verbal abgesprochen wurden, verlieren am Ende ihre Validität.

Dennoch hält die Kaiserchronik am Dialog fest. Im Gegensatz zu den bekannten Actus Silvestri-Fassungen wurde die dem Gespräch vorangestellte oder anhängende Inquit-Formel fortwährend durch eine direkte Anrede des Angesprochenen ersetzt.

Die Konstantingeschichte eignete sich dazu, die Überlegungen zur Dialogik auch auf die briefliche Kommunikation auszuweiten.

Anhand der Konstantinerzählung konnte aufgezeigt werden, dass der Dialog einerseits ein approbates Darstellungsmittel ist, um namentlich unterscheidbare Personen unmittelbar in die Handlung einzuführen und ihre Anliegen in ihren eigenen Worten vortragen zu lassen, um auf diesem Wege eine, zwar begrenzte, Stimmenvielfalt herzustellen. Andererseits lebt die Konstantinerzählung vom Spannungsverhältnis, das sich zwischen verbalem Dialog, lateinischsprachigem Schriftträger und performativem Akt entwickelt. Diese Spannung wird noch verstärkt, da ein innertextliches Publikum (Helena und ihre Mitstreiter) auf einer gleichzeitigen protokollierenden Aufzeichnung des Disputationsablaufs, der sich wie eine Gerichtsverhandlung gestaltet, besteht. Mehrere beteiligte Medien konkurrieren folglich miteinander im Bestreben, das innertextliche Publikum mittels erheblicher persuasiver Bemühungen für die Sache der Christen zu gewinnen.

700 Suerbaum, 255.

Die Dialogik der Karlsgeschichte Ebenfalls um Dialogik geht es in der Karlsgeschichte der Kaiserchronik. Die Auffälligkeit in der Gestaltung dieser Herrscherepisode liegt im Vorherrschen des taktisch-persuasiven Sprachstils, der sich in den vielen Dialogpartien zeigt. 701 Eine dieser angesprochenen Dialogpartien stellt die neu gesetzte Reichsordnung Kaiser Karls dar. Sie klärt über Rechte und Pflichten der verschiedenen Bevölkerungsschichten auf.

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Offensichtlich handelt es sich bei obiger Textpassage nicht um einen Dialog im Sinne des unmittelbaren Redewechsels. Dennoch kommuniziert hier ein Erzähler, bisweilen vertreten durch den Vorleser, mit einer noch näher zu bezeichnenden “Rezipientenschaft”. Der Gesetzerlass ist sanktioniert durch einen vordichtenden Engel, was Karl dem Großen die Rolle des vermittelnden Mediums zuschreibt. Der Urheber des Gesetzestexts ist Gott (V.

14759). Mit dem Hinweis, “... der kaiser... verliez uns manegiu reht guot” (V. 14763) adressiert der Erzähler, vertreten durch den Vorleser, nun eine (zunächst nur implizierte) anwesende Zuhörerschaft, als deren Bestandteil er sich offenbar selbst sieht.

Das für die gelungene Kommunikation Verbindende zwischen Erzähler/Vorleser und 701 Vgl. Dieter Strauss. Taktisch-persuasiver Sprachgebrauch in der Kaiserchronik. In: Ders. Festgabe des Deutschen Instituts der Universität Nijmegen. Paul B. Wessels zum 65. Geb. Nijmegen 1974, 3-9.

Zuhörerschaft besteht in einer – im Falle des Erzählers auch fingierten – Zeitgenossenschaft, in der beidseitigen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Region und zu einer bestimmten kulturellen, soziolingualen und ethnischen Gruppierung.

Die vom Erzähler, und damit auch vom Vorleser, verwendete Sprache muss nicht als Indikator dafür gelten, dass sich der Sprechende einer bestimmten sozialen oder geografischen Bevölkerungsgruppe zugehörig fühlt. Durch das Beherrschen von mehreren (Fremd-) Sprachen, Dialekten oder Soziolekten kann der Sprecher sich an unterschiedliche Zuhörerschaften anpassen.

In jedem Fall tritt ein Erzähler mit einem anwesenden oder einem als anwesend vorgestellten Publikum in ein Kommunikationsverhältnis, indem er das Verbindende zwischen Sprecher und Rezipient herausstellt. 702

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Es schließt sich eine ausführliche Schilderung der Kleiderordnung, von der behauptet wird, dass Karl der Große sie den Bauern vorschreibt, an. Die Genauigkeit unter Berücksichtigung aller erdenklichen Rechtsfolgen bei der Auflistung sämtlicher für Bauern relevanten Pflichten und Gebote überrascht. Man hätte doch eher erwartet, dass derartige Verhaltensregeln für

Ritter oder Geistliche zur Ausführung kommen. Zwar lautet der Text:

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702 Das Verbindende ist auf die Publikumsanrede bezogen (iu). Vgl. zum Gesetzestext Johannes Laudage.

Rittertum und höfische Kultur der Stauferzeit. Eine Einführung. In: Ders. Rittertum und höfische Kultur der Stauferzeit. Köln u. a. 2006, 11 – 35; 14).

Es folgen dann aber keine weiteren, den geistlichen Stand betreffenden Angaben. Die Ritterschaft wird erst gar nicht angesprochen. Diese hatte bereits Konstantin mit Rechten und Pflichten versehen (VV. 8096 – 8111), ebenso, jedoch sehr kurz abgehandelt, die Kaufleute und Bauern (VV. 8112 – 8115).

Falls die chronologische Abfolge der in der Kaiserchronik verschriftlichten Herrschergeschichten wirklich beim Vorlesen eingehalten wurde, liegt der Vortrag über die Konstantingeschichte lange zurück. Die Frage stellt sich daher, ob man bei der höfischen Vortragssituation doch eher von anderen als den bekannten Prämissen ausgehen sollte. Dazu heißt es bei D.H. Green: ” Literacy brings about a stratification of the court audience.” 703 Möglicherweise bestand aber das mittelalterliche Vortragspublikum gar nicht aus der von Green postulierten typischen Zusammensetzung aus i l l i t e r a t u s (gleichgesetzt mit dem Ritterstand) und l i t e r a t u s (Kleriker und adlige Frauen). 704 Bezogen auf die Karlserzählung der Kaiserchronik erscheint es meiner Ansicht nach auch nicht abwegig, den Ritterstand als mögliches Publikum für den Literaturvortrag als zahlenmäßig nicht sehr hoch oder gar überhaupt nicht vertreten einzuschätzen. Die Nichterwähnung dieser Bevölkerungsgruppe in der Gesetzgebung Karls des Großen ist anders nicht zu rechtfertigen.

Der Adel soll sich selbst regieren, Abstand halten zur bäuerlichen Sprache und zu bäuerlichem Handeln und auch Grenzen ziehen und auf Distinktionen achten, die sichtbar und hörbar werden, heißt es, - bezogen auf die höfische Repräsentation im Mittelalter -, bei Horst Wenzel. 705 Es ist daher nicht anzunehmen, dass sich Ritter zu einem Vortrag einfinden würden, dem auch Bauern beiwohnen würden.

Der Stand der Geistlichkeit hingegen hat grundsätzlich mit allen Bevölkerungsgruppen zu tun.

Auch der geistliche Hof, d.h. der Bischofssitz und seine unmittelbare Umgebung, war, wie der weltliche Hof, in verschiedene Funktionsbereiche gegliedert und umfaßte einen “engeren und 703 Dennis H. Green. Vrume rîtr und guote vrouwen/und wîse phaffen. Court Literature and its Audience.

In:

German narrative literature of the twelfth and thirteenth centuries: studies presented to Roy Wisbey on his sixtyfifth birthday. Ed. by Volker Honemann. Tübingen 1994, 7-26;20.

704 Green, 26. Darüber hinaus behauptet Green, der Verfasser der Kaiserchronik ``intends his own work for recital, and is prepared for die tumben to refuse to listen.” Dennis H. Green. Medieval Listening and Reading.

The primary reception of German literature. 800 – 1300. Cambridge 1994, 101. Scholz zählt die Kaiserchronik eindeutig nicht zu seiner Liste der lesend zu rezipierenden Werke, wobei ich annehme, dass “lesend” in diesem Fall auf die individuelle Lektüre hinweist. (Vgl. Manfred G. Scholz. Hören und Lesen: Studien zur primären Rezeption der Literatur im 12. und 13. Jahrhundert. Wiesbaden 1980, 235 ff.) 705 Horst Wenzel. Höfische Repräsentation. Symbolische Kommunikation und Literatur im Mittelalter.

Darmstadt 2005, 18, Einleitung. Vgl. auch Joachim Bumke. Mündlichkeit und Schriftlichkeit in der höfischen Gesellschaft. In: Ders. Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter. Bd. 2. München 1986, 596-637.

weiteren” Hof. 706 Darunter konnten durchaus auch Weinbauern, die Meierei und andere Lebensmittellieferanten fallen.



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