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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Für eine Stadt wie Regensburg, in der die Kaiserchronik entstand, dürfen in Bezug auf die geistlichen Zentren zudem eine hohe Fluktuation und Interrelation innerhalb der Bevölkerung angenommen werden. 707 Eine physische Abschottung bestimmter gesellschaftlicher Schichten war innerhalb der Kloster- und Stadtmauern viel weniger selbstverständlich als im Gebiet und auf der Burg des ländlichen Adels. Die unterschiedlichen Lebensweisen von Stadt- und Landbevölkerung lassen Vergleiche in der Struktur des “Hofes” auch kaum zu.

Bekanntlicherweise bezeichneten Angehörige des deutschsprachigen Adels, besorgt über die Expansion der Städte, vom 12. Jahrhundert an die Städter abfälligerweise als ´´peasants closed in by walls.” 708 Da die Karlsgeschichte der Regensburger Kaiserchronik nun einmal den Bauernstand in besonderem Maße herausstellt (Z.14791 ff.), ist davon auszugehen, dass sich entweder Drittständische die Belehrung über Gebote und Verbote Karls des Großen anhören sollten, oder dass ihnen besagte Textpassage indirekt verbal überbracht werden sollte. Am wahrscheinlichsten ist hier eine zeitversetzte mündliche Vermittlung durch Prediger, d.h.

Angehörige des Klerus, über die besagtes Wissen an die Bauernschicht weitergegeben wird.

Der bischöfliche Stadthof zu Regensburg würde sich als Ausgangspunkt dieser gesetzartigen Botschaft anbieten. Natürlich bestand von imperialer Seite aus Interesse über an Hoftagen oder zu anderen festiven Anlässen vorgetragene “Literatur” mehr oder minder direkt dafür zu sorgen, dass Verhaltensvorschriften proklamiert werden und den jeweils intendierten Adressatenkreis in diesem besonderen Fall über die Vermittlung Dritter auch erreichen.

Prediger werden zu Propagandisten der Reichspolitik instrumentalisiert. Dies zeigt die im 12.

Jahrhundert noch untrennbar verbundene klerikale und imperiale Hofpraxis. 709 Dass dieser so genannte Bauernstand auch als implizierter Adressatenkreis für andere zum Vortrag bestimmte Herrschergeschichten der Kaiserchronik in Frage kommt, wird nirgends 706Vgl. Horst Wenzel. Repräsentation. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Neubearbeitung.

Hg. von Jan-Dirk Müller et al. Bd. 3. Berlin – New York 2003, 269 – 271.

707 Zu Organisation und Aufgabenbereich des ´´ecclesiastical court” und der ´´bishop-counts” vgl. Marc Bloch.

Feudal Society. Vol.2 – Social Classes and Political Organization. Transl. by L.A. Manyon. Chicago 1964, 402-407.

708 Jacques Rossiaud. The City-dweller and Life in Cities and Towns. In: The Medieval World. Ed. by Jaques LeGoff. Translated by Lydia G. Cochrane. London 1990, 139-180; 142.

709 Vgl. Stephen Jaeger. The origins of courtliness. Civilizing trends and the formation of courtly ideals 939 –

1210. Philadelphia 1985, 259 ff. Dieses Vorgehen ist erforderlich “to form and cement the alliance between imperial politics and a system of education in which the civilizing forces of the period were called forth and nourished.” (Jaeger, 272)

angedeutet.

Zusammenfassend läßt sich an der Karlsgeschichte beobachten, wie ein Erzähler mit seinem Publikum in einer Verfahrensweise kommuniziert, die ich Dialog nennen möchte. Dabei ist eine heterogene Zusammensetzung der Zuhörerschaft anzunehmen, wenn auch ein Großteil des Dialogs sich an eine spezielle Gruppe, die Bauern, zu wenden scheint.

FUNKTIONEN DES DIALOGS

Um die Funktionen des Dialogs in der Kaiserchronik näher bestimmen zu können, sollte man sich auch mit den im Dialog eingesetzten Argumentationstechniken beschäftigen.

Der Dialog in der Konstantingeschichte der Kaiserchronik gleicht einem “Lehrgespräch zwischen Magister und Discipulus”. 710 Diese für den frühmittelhochdeutschen Dialog in epischer Literatur häufig anzutreffende Form zeichnet sich durch die relativ einfache Verknüpfung der Reden aus. 711 So begegnet eine eindeutige Zuordnung auf die Zentralgestalt Silvester hin. 712 In epischer Reihung beschäftigt sich Silvester mit jeweils nur einem Widersacher, den er schließlich im Zwiegespräch überwindet. Der Dialog erscheint auf diese Weise in seiner Reinform, so dass von einer Vielfalt der Stimmen, die bei Bahtin als Polyphonie beschrieben wird, 713 noch keine Rede sein kann.

Das weitläufig zu konstatierende Fehlen einer Stimmenvielfalt in der frühmittelhochdeutschen Epik erklärt sich Wolfgang Schulte so: “Für den Vortrag ist ein Epos ein Rezitationstext für eine Stimme; der Vortragende wird kaum während einer Szene beliebig viele Figuren stimmlich voneinander abgesetzt haben ohne zum lächerlichen Stimmenimitator zu werden.” 714 Wenn auch in den Dialogen der Kaiserchronik die Inquit-Formel beziehungsweise der direkt gesprochene namentliche Aufruf meist der Rede vorangestellt ist, 715 der Zuhörer also im Voraus erfährt, wessen Rede sich anschließt, würde ein zu großes Stimmengewirr der mittelalterlichen Vortragssituation nicht gerecht werden.

Die in der Kaiserchronik realisierte Technik des Dialogs erlaubt es jedoch trotzdem, in gewissem Maße Vertreter unterschiedlicher Positionen zu Wort kommen zu lassen.

710 Vgl. Ingrid Kasten. Studien zu Thematik und Form des mittelhochdeutschen Streitgedichts. Hamburg: Diss.

1973, 15.

711 Vgl. Wolfgang Schulte. Epischer Dialog. Untersuchungen zur Gesprächstechnik in frühmittelhochdeutscher Epik (Alexanderlied – Kaiserchronik – Rolandslied – König Rother). Bonn: Diss. 1970, 237.





712 Schulte, 181.

713 Vgl. Ingrid Kasten. Bachtin und der höfische Roman. In: bickelwort und wildiu maere.FS für Eberhard Nellmann zum 65. Geb. Hg.: Dorothee Lindemann et al. Göppingen 1995, 51 – 70.

714 Schulte, 21.

715 Schulte, 31.

Während bei der Silvesterfigur die Rolle zu jeder Zeit und schon von vorn herein klar erkenntlich gezeichnet ist, weiß man von seinen Kontrahenten bei Redebeginn nur soviel, dass sie für die Gegenpartei, die Nicht-Christen, reden und dem von Helena bestellten Sprecheraufgebot angehören. Die Sprechsituation erlaubt es ihnen nun, ihre Position genauer zu definieren und das eine, von ihnen vertretene Problem in jeweils variierendem Umfang darzustellen.

Eine, wenn auch nicht sehr ausgeprägte, Stimmenvielfalt, die sich in den unterschiedlichen Problemen und den unterschiedlichen Vortragsweisen der heidnischen Redner zeigt, ist demnach zwar vorhanden, jedoch gehören alle Kontrahenten Silvesters der Gruppe der im Streitgespräch von den Vorteilen der christlichen Religion zu überzeugenden Nicht-Christen an. Jedem verbalen Angriff eines nicht-christlichen Redners schließt sich die Antwort Silvesters an, so dass ein nicht zu überschauendes Stimmengewirr ausgeschlossen werden kann. Auch verdient bei dieser Darstellungstechnik das der dialogischen Form eigene Wesen der unmittelbaren Konfrontation besondere Beachtung. 716 Ingrid Kasten hatte das durch die Konfrontation beherrschte Streitgespräch grundsätzlich dem g e n u s i u d i c i a l e zugeordnet, hatte aber eingeräumt, dass gelegentlich Mischformen entstehen würden. 717 So könne das Streitgespräch auch durch eine Bitte um Belehrung eingeleitet werden, was in die Nähe des g e n u s d e l i b e r a t i v u m, der beratenden Rede weisen würde. 718 Für die Disputation des Silvester vorherrschend erscheint mir aber doch die Gerichtsrede, das g e n u s i u d i c i a l e, da im Unterschied zur beratenden Rede immer ein Tatbestand, der der Vergangenheit angehört, unter der Qualitätsalternative i u s t u m / i n i u s t u m behandelt wird. 719 Diese weit in die Vergangenheit reichenden Prämissen liegen sämtlichen Anklagen zu Grunde; beispielsweise stellt die von den Heiden nicht akzeptierte Jungfrauengeburt des Jesus Christus einen dieser von Silvester zu widerlegenden Tatbestände dar.

Das u n d e r s c a i d e n, das bereits von Peter Abaelard empfohlene Vorgehen, wenn 716 Vgl. Kasten. Studien..., 4.

717 Kasten.Studien..., 217 ff.

718 Kasten. Studien..., 217.

719 Vgl. Kasten. Studien..., 218.

widersprüchliche Bibelstellen aus der semantischen Mehrdeutigkeit eines Begriffs resultieren, kommt hier zur Anwendung. 720 Silvester muss mittels begrifflicher Erläuterung das Glaubensprogramm der Christen dem Ungläubigen veranschaulichen, und zwar so lange, bis sich dieser in seiner Argumentationsweise geschlagen beziehungsweise überwunden geben muss.

Die den Dialog kennzeichnende Unmittelbarkeit der dargestellten Meinungen bedarf im Allgemeinen keiner wertenden Erzähler-Instanz. Lediglich die Sprechenden werden mitunter attributiv charakterisiert und so in die Handlung eingeführt. Beispielsweise wird ein Sprecher als besonders lebenserfahren bezeichnet. Ebenso heißt es von Silvester, er sei der guote kneht Gottes. Die Charakterisierungen betreffen aber stets den Sprechenden, nie das Gesprochene.

Die Funktion des Dialogs, seine Eignung als das beste zur Verfügung stehende darstellerische

Mittel, ist für die Konstantingeschichte der Kaiserchronik leicht zu verstehen:

1. Die Personen, die oft nur diesen einen Auftritt, für die Dauer eines Gesprächswechsels als Gegenspieler Silvesters zu fungieren, haben, können durch ihre persönlich gesprochenen Worte und Stellungnahmen viel effektiver und authentisch anmutender gekennzeichnet werden.

2. Durch den vorherrschenden, meist schnell aufeinander folgenden, direkten Redewechsel wird die Handlung lebendiger.

3. Der Dialog legitimiert einzelne Handlungsabschnitte durch Augen- und Ohrenzeugenschaft eines innertextlichen Publikums.

Zum dritten Punkt sollte noch einmal auf die Tatsache hingewiesen werden, dass die Tradierung von Performativem überhaupt nur schriftlich möglich ist. Dialoge dienen 720 Vgl. Kasten. Studien..., 225.

grundsätzlich dazu, “den Leser erkennen zu lassen, daß die Performativität des mündlichen Gesprächs schriftlich uneinholbar ist.” 721 Dialoge führen demnach “Wahrheitsfindung in einem performativen Prozeß vor.” 722 Anders gestaltet sich die bereits besprochene Form der Dialogik in der Karlsgeschichte. Hier handelt es sich eindeutig nicht um einen Dialog in Reinform, nicht einmal um einen klassischen Redewechsel. Ob man überhaupt von einem Dialog sprechen kann, hängt davon ab, wie man diesen Begriff definiert. Es tritt ein Erzähler mit seinem als körperlich anwesend vorzustellenden Publikum in einen Dialog. Bahtin hatte diese Konstellation als Erzählerrede und der Dialogizität zugehörig betrachtet. 723 Da der Erzähler in der Karlsgeschichte der Kaiserchronik seine Rezipienten direkt anspricht, handelt es sich um die unmittelbar-direkte Form der Kommunikation, die typischerweise im Dialog realisiert wird. Es können dabei zwei Parteien benannt werden, die miteinander per Dialog kommunizieren: der Erzähler und die Zuhörerschaft, die mit “ihr” angeredet und in ihrer Zusammensetzung nicht weiter differenziert wird.

Welche Funktion aber hat diese Form der Dialogik in Bezug auf

a) die Karlshandlung, die sie, streng genommen, unterbricht, und

b) die Gesamtchronik?

a) Auf die Karlshandlung hat die Unterbrechung per Erzählerrede keinen bedeutenden Einfluß. Die Funktion des Handlungsabschnitts ist es, beispielhaft einige der großen Taten Karls anzuführen. Durch den Erzählereinschub entsteht aber ein Bezug zur Gegenwart der Performanz. Der Erzählereinschub oder Dialog erhält dadurch eine Mittlerfunktion. Er soll die exemplarische Tat der Gesetzgebung Karls des Großen mit der tagespolitischen Gegenwart des Vortrags verbinden.

721 Vgl. Klaus W. Hempfer. Lektüren von Dialogen. In: Ders. Möglichkeiten des Dialogs: Struktur und Funktion einer literarischen Gattung zwischen Mittelalter und Renaissance in Italien. Stuttgart 2002, 1-38; 8.

722 Hempfer, 8.

723 Kasten. Bachtin...,54. Wolfgang Schulte hingegen bezeichnet diese Situation nicht als Dialog. Auch den Begriff Polylog, für mehrere Beteiligte stehend, hält er nicht für angebracht. (Vgl. Schulte, 21.)

b) Der Erzählereinschub steuert die Rezeption des Werkes. Da es nicht sehr viele Einschübe dieser Art gibt, gehe ich davon aus, dass durch die Erzählerrede hier eine Thematik angesprochen wird, die einem bestimmten Publikum oder einem Teilpublikum, das möglicherweise nicht einmal anwesend sein muss, vermittelt werden soll. Diese Thematik bezieht sich zwar auf die als historisch dargestellte Karlshandlung, beschäftigt sich aber doch vordergründig mit Verhaltens- und Kleidervorschriften der Gegenwart, die durch den historischen Rückgriff beglaubigt werden sollen. Dahinter verbirgt sich, aus heutiger Sicht leicht erkennbar, der, aller Wahrscheinlichkeit nach gelungene, Versuch einer literarisch gebildeten, klerikalen Oberschicht, im Einvernehmen mit der offiziellen Reichspolitik auf die das vorgetragene Wort respektierende Bauernschicht einzuwirken. 724 724 Ob Literatur damit auch als “Institution” gelten kann, bleibt fraglich angesichts der Verschiedenartigkeit der Entwürfe und vom jeweiligen Hof abhängenden Praktiken. Dennoch wird Dichtung “Teil einer kulturellen Machtakquise”. In der Literatur manifestiere sich auch eher die Krise von Institutionen, weshalb sie tendenziell antiinstitutionell konfiguriert sei, heißt es bei Gerhard Wolf. Die Kunst der Institution. Geltungsansprüche der höfischen Literatur zwischen Heteronomie und Autonomie. In: Geltung der Literatur. Formen ihrer Autorisierung und Legitimierung im Mittelalter. Hg.: Beate Kellner et al.. Berlin 2005, 251 – 270; 268. Zu bedenken ist ebenfalls, dass es sich bei der frühmittelhochdeutschen Literatur generell um einzelne literarische Entwürfe handelt, die zwar voneinander abhängen und Schule machen, das klerikale Programm jedoch von keiner Instanz gesteuert wird. (Walter Haug. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem klerikalen Konzept der Curialitas und dem höfischen Weltentwurf des vulgärsprachlichen Romans? In: Courtly Literature and Clerical Culture. Hg.: Christoph Huber et al.. Tübingen 2002, 57 – 76). Anders Stephen Jaeger: ``Courtliness springs from an institutional basis: the imperial church” und ``is attached to that institution which was and saw itself as the continuator of the Roman empire: the German imperial court.” (Stephen Jaeger. The origins of courtliness.

Civilizing trends and the formation of courtly ideals 939 – 1210. Philadelphia 1985, 259). Jaeger begründet dies u.a. mit dem zeitgleich auftretenden ``decline of courtly literature in the 13th century” und dem ``end of bishopric and cathedral schools”. (Jaeger, 256)

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