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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Obwohl die Aufgabenbereiche beider Instanzen ganz eindeutig definiert gewesen zu sein schienen, und diese Aufgabenteilung sich für den Großteil der in der Kaiserchronik erzählten Reichsgeschichte als nutzbringend bewährt hatte, kam es doch mitunter dazu, dass der eine Part aus einer vorübergehenden Schwäche oder einem zeitweiligen Unvermögen des anderen heraus, zusätzlich dessen Zuständigkeitsbereiche übernahm. Das noch junge christliche Reich unter Konstantin zum Beispiel brauchte in gesteigertem Maße das geistliche Oberhaupt, um die neue Staatsreligion mit der alltäglichen Gesetzgebung verankern zu können. Den anderen Fall, einen geschwächten Papst, sahen wir in der Geschichte Karls des Großen. Diese in der 894 Zu den neuen Methoden und der Eigenleistung des bairischen Fortsetzers äußert sich Alfons Jünemann. Eine literargeschichtliche Untersuchung über die Fortsetzungen der Kaiserchronik. Straßburg: Diss. 1909. “Es ist...

zu beachten, dass die Fortsetzer nicht in aufdringlicher Weise ihre Aufforderungen und Ermahnungen an die Leser ergehen lassen, sondern jene vielmehr indirekt in die Form der Reflexion kleiden und sie so mit der Erzählung verknüpfen.” (Jünemann, 18). Als Beispiel bietet Jünemann an: der herzoge Friderich tet ainem frumen man gelich (I, 35 f.). Der Continuator stelle als gute, nachahmenswerte Tat hin, dass Friedrich I. die Bürde der Kaiserkrone auf sich nahm. Der gleiche Gedanke liege auch V. I, 143 zu Grunde, wo, nach der Schilderung des Kreuzzuges Friedrichs I. und seines tragischen Todes, der Fortsetzer dazu auffordere, “den Kaiser, weil er dem Reich so wohl getan habe, für immer zu beklagen.” (Jünemann, 18) Kaiserchronik vollkommen neutral und unparteiisch dargestellten Sachverhalte hatten dem Konkurrenzdenken beider Parteien keinen Raum gelassen. Kaiser und Papst hatten stets friedlich miteinander das Reich regiert; manchmal hatte es mehr, manchmal weniger Berührungspunkte in der Handlung gegeben. Obschon die Vita eines Kaisers den Rahmen für eine Herrschergeschichte vorgab, also das Aufzählungskriterium bildete, wurden zeitgleich amtierende Päpste, auch wenn sie sich nicht besonders hervortaten, zumindest namentlich vorgestellt. Dem Motto der Kaiserchronik, “von Päpsten und Kaisern gleichermaßen” handeln zu wollen, entsprechend, zog sich die Eintracht dieser beiden Mächte durch die gesamte Chronik.

Die neue Chronik hingegen erwähnt “die Päpste” nur einmal, und zwar als Gegner Friedrichs II. “Die Päpste” erscheinen dabei wenig individualisiert; sie treten nur auf, um als Gegenspieler Friedrichs II. zu fungieren und dessen Rolle, da er sich über sie hinwegsetzt, zu stärken. Der Chronist gibt dabei klar zu verstehen, dass es sich um einen unnötigen Streit handelt, und dass der Hass, den man Friedrich II. von päpstlicher Seite aus entgegenbringt, in Wirklichkeit nur Neid ist (Z. 784 ff.).

So geschieht die in der neuen Chronik einmalige Erwähnung der Päpste in diffamierender Weise; der Dichter gibt sich empört, dass sie, die Päpste, es gewagt haben, seinen Lieblingsherrscher, Friedrich II., überhaupt anzugreifen. Die veränderte Haltung des neuen Chronisten den Päpsten gegenüber ist Zeugnis vom Wandel der Wertanschauungen im Laufe der Zeit. Die Rolle der Päpste ist eine andere als noch 100 Jahre zuvor. Konnte der OriginalKaiserchronist noch so einiges “unter den Teppich kehren”, indem er beispielsweise die Schwierigkeiten Heinrichs IV. mit der päpstlichen Macht übergangen hatte, so hat der neue Chronist auf Grund des zeitlichen Abstands bereits klar erfaßt, dass die Geschichte Heinrichs IV. nur den Auftakt gegeben hatte zu einem Zeitalter der Konkurrenz zwischen geistlicher und weltlicher Macht, das nun nicht mehr verleugnet werden konnte. Folglich mußte er sich entscheiden, für die eine oder die andere Seite Partei nehmen zu wollen oder zumindest aus einer neutralen Perspektive heraus, eine Art Berichterstattung zu wagen.

Der neue Chronist ergreift Partei für die Kaiserseite. Möglicherweise möchte er damit nicht das Papsttum generell abwerten oder als obsolet betrachten; es darf sich nur nicht als siegreiche Macht über den glanzvollsten aller Kaiser stellen. Dadurch, dass er die weltlichen Herrscher auf dem Höhepunkt ihrer weltlichen Macht beschreibt, schmälert er jedoch, ob beabsichtigt oder nicht, die Rolle der Päpste. Fast versäumt er es ganz, sie zu erwähnen, obwohl bei jedem Akt einer Kaiserkrönung stillschweigend die Zuhilfenahme des geistlichen Oberhaupts im Reich angenommen werden darf. Andere Funktionen des Papstes werden im Text nicht behandelt oder angedeutet. Eine weltliche Sichtweise hat sich folglich beim neuen Chronisten durchsetzen können. Die Territorialfürsten, die Herrscherhäuser und ihre dynastischen Verflechtungen erstarken und übernehmen immer mehr Aufgaben. 895 Die Rolle des Papsttums wird zeitweise zurückgedrängt. Der neue Chronist bewegt sich ganz im Rahmen seiner Zeit, wenn er sich zu dieser politischen Sichtweise entschließt. Er übersteigert eventuell, da er aus der Retrospektive heraus schreibt, die Bedeutung der letzten ruhmreichen Herrscher des Römischen Reiches. Sein Auftrag lautete auch sicher nicht, sich um politische Neutralität bei der Darstellung dieser besonderen Periode der staufischen Machtentfaltung zu bemühen.

Welchen Veränderungen des Zeitgeschmacks unterliegen die Herrscherportraits?





Die Herrscherdarstellungen der Bayrischen Fortsetzung versuchen, den Regenten, den sie beschreiben, in den verschiedenartigen Facetten seiner Herrschertätigkeit zu zeigen. Reisen, Heerfahrten und Kreuzzüge bieten Anlaß, die Entschlossenheit, das Organisationstalent und die Durchsetzungskraft des Monarchen hervorzuheben. Dabei unterscheidet sich die neue Chronik kaum von der Original- Kaiserchronik. Dennoch scheint die neue Chronik die “guten” Herrscher, - es gibt in diesem, bemessen an der Originalchronik, kurzen Zeitraum, von dem sie berichtet, nur einen Herrscher, Otto IV., der dieses Prädikat nicht verdient, - an eigenen Richtlinien zu messen. Der “gute” Herrscher der neuen Chronik stellt in erster Linie Frieden im Reich her. 896 Den Frieden innerhalb des Imperiums zu wahren und Unruhestifter zu bekämpfen, sind die politischen Zielsetzungen dieser Epoche. Der betreffende Herrscher ist demnach ständig im Reich unterwegs, um aufrührerische Machenschaften zu unterdrücken, und durch harte Bestrafungen, beispielsweise im Fall Friedrichs II., der auf diese Weise gegen den eigenen Sohn vorgehen muss, Exempel zu setzen.

895 siehe das Prinzip der Omnipräsenz durch Stellvertretung bei Kantorowicz. The King ´s Two Bodies, 142, und bei Kantorowicz. Zu den Rechtsgrundlagen der Kaisersage, 296 f..

896 Zur Kontinuität der staufischen “Friedefürsten” vgl. Kantorowicz. Zu den Rechtsgrundlagen, 294.

897 Die harte Bestrafung steht im Widerspruch zur Rechtspraxis um 1250. Das Gesetz sagt, die erbenden Söhne, selbst wenn nicht ausdrücklich als Erben eingesetzt, “gälten schon zu Lebzeiten des Vaters in gewissem Sinne als die Herren” des väterlichen Besitzes, behauptet Kantorowicz in “Die Rechtsgrundlagen”, 298.

Waren Caesar, Konstantin und Karl der Große noch damit beschäftigt, das Reich weitgehend durch kämpferischen Einsatz zu vergrößern, und Völker anderen Glaubens aus dem Abendland herauszudrängen, so sehen sich die Staufer anderen Gefahren ausgesetzt.

Innenpolitische Machtkämpfe an mehreren “Fronten” zugleich erfordern ein planvolles, taktisches Agieren des Regenten. Langfristige Vereinbarungen treten an die Stelle von kurzfristigem Landgewinn durch das Schwert. Diplomatie, Verhandlungsgeschick und weise Voraussicht sind jetzt Eigenschaften, ohne die ein Monarch der Stauferzeit nicht mehr auskommen kann. Unter diesem Aspekt ist die Handlungsweise Friedrichs II. zu bewerten, der mit erfolgreichen politischen Verhandlungen immerhin für 10 Jahre den Frieden im Heiligen Land sichern und zum König von Jerusalem aufsteigen konnte. Dies läßt ihn zum herausragendsten Herrscher der Epoche werden.

Eine weitere Änderung der neuen Chronik gegenüber der alten betrifft die Pietät eines Herrschers. Diese sucht sich jetzt andere Ausdrucksformen. Anstelle von Karls Demut tritt nun die Autarkie auf allen Gebieten beim Regenten der Stauferzeit besonders hervor. Diese Regenten brauchen bei ihren Kreuzzügen nicht mehr die Hilfe eines Papstes und müssen auch nicht den göttlichen Beistand einfordern. Sie verfügen selbstbewußt über das Wissen, dass sie von Gott eingesetzt sind, und dass sie alle nötigen Gaben für ihre Vorhaben in der eigenen Person finden. Konstantin hatteden Kontakt mit Gott aufbauen können, indem ihm Engel mit Botschaften im Traum erschienen sind. Karl der Große hatte eine noch direktere Form der Verständigung mit Gott: er bat ihn einfach um ein Wunder und erhielt es stets prompt.

Die staufischen Kaiser hingegen wissen um den besonderen Auftrag, der ihnen von Gott gegeben wurde. Nur erbeten sie sich eine souveräne Eigengestaltung dieser Aufgabe. In ständiger Kommunikation mit Gott zu stehen, ist nicht nötig. So erwähnt der neue Chronist auch nur eine äußerst weltlich anmutende “Prophezeiung”, 898 die Friedrich I. den baldigen Tod auf dem Kreuzzug voraussagt. So “erkämpft” sich Friedrich II. mittels seiner Redekunst den Titel “König von Jerusalem” und keineswegs durch eine auf besondere Art bezeugte Demut, die Gott zur Gewährung eines Wunders veranlaßt haben könnte.

Das Durchsetzungsvermögen, mit dem sich in der neuen Chronik ein “guter” Herrscher auszeichnet, wird auch nicht durch pure Waffengewalt bezeugt; vielmehr ist der staufische 898 Zu den Prophezeiungen vgl. Franz Kampers. Kaiserprophetien und Kaisersagen im Mittelalter. Gattungen – Epochen – Eigenschaft. Göttingen 1987, S. 72.

Regent dadurch erfolgreich, dass er weiß, wann er das Schwert gebrauchen und wann er eine diplomatische Taktik anwenden sollte. Die Gottesunmittelbarkeit seines Auftrags manifestiert sich in der Eigenständigkeit seines Handelns. Gott hat demnach so viel Vertrauen in den staufischen Herrscher, dass er ein Einschreiten durch Wunder oder Engelsauftritte nicht für nötig erachtet. Der Stauferkönig agiert selbst, ist allerdings auch selbst verantwortlich. Es ist vor allem das Bild eines ausgesprochen modern anmutenden Staatsmannes, das sich hier offenbart.

Dürfen sich staufische Herrscher Schwächen erlauben?

Das Beispiel Heinrichs VII. belegt, dass ein Stauferkönig 899 unter gar keinen Umständen der Rubrik “schlechter Herrscher” zugeordnet werden darf. So wird sein Fall als eine momentane Schwäche, der 14 gute Jahre Regierungszeit vorangegangen waren, abgetan. 900 Die Original- Kaiserchronik stellte im Vergleich hierzu nur durchweg gute oder schlechte Herrscher dar. Selbst bei einem Kaiser wie Konstantin, der eine Wandlung zu einem religiöschristlichen, also letztendlich guten Kaiser durchläuft, ließ sich bei der Schilderung der eigentlich neutral-heidnischen Jugendjahre der Blick auf die bereits in der Anlage vorhandenen, aber noch nicht entwickelten guten Eigenschaften (Abstammung, Empfänglichkeit für religiöse Belange) lenken.

899 Kantorowicz weist auf die Kontinuität und beliebige Austauschbarkeit der Vertreter einer Dynastie hin.

(Vgl. Kantorowicz. Zu den Rechtsgrundlagen der Kaisersage, 293 f.).

900 Worauf es hier ankomme, sei die Identität von Vater und Sohn oder der scheidenden und der aufgehenden Sonne, die zwar wechsle, aber dennoch stets die gleiche Sonne bleibe. Die Identität gewährleiste dabei auch die Kontinuität: wie der Vater, so werde auch der Sohn ein Friedefürst sein. (Kantorowicz. Zu den Rechtsgrundlagen, 294).

Zum Intertextualitätsverständnis der Continuatio

Wie bereits erörtert, hebt sich der Begriff “Intertextualität” von der traditionellen Quellenforschung dahingehend ab, dass “an die Stelle der Lektüre eines Textes die Differenz von zwei oder mehr Texten tritt.” 901 Das die Intertextualität Stiftende wurde aus seinem alten Textzusammenhang herausgelöst und erfuhr einen neuen Bedeutungszusammenhang in einem neuen Textgefüge.

Ich möchte daher im Hinblick auf die von mir untersuchte Continuatio der Kaiserchronik von einem progressiven Intertextualitätsbegriff sprechen, der sich weder des offenen Rückbezugs noch des, für die frühmittelalterliche Dichtung freilich kaum anwendbaren, Begriffs des Plagiats, also der wortgetreuen Übernahme längerer Textpassagen bedient.

Ein progressiver Intertextualitätsbegriff bewertet den Quellenbezug nicht über, sondern konzentriert sich auf die Einbettung des von einem Prätext “entliehenen” Kontexts in den neu zu konzipierenden Text. Der Ursprungstext kann dabei den im neuen Text zu erkennenden Gestaltungsweisen als Schablone zu Grunde liegen, muss es jedoch nicht. Genauso denkbar ist eine nur kurze Bezugnahme, eine eben anklingende Gemeinsamkeit zu einem vorgängigen Text oder eine auffällige Abkehr oder Deviation vom Ursprungstext.

In der Continuatio der Kaiserchronik macht sich dieser progressive Intertextualitätsbegriff insofern bemerkbar, als der Prätext nicht unreflektiert übernommen wird, sondern zuerst an ihm und dann mit ihm weitergearbeitet wird. Der Ursprungstext wird sprachlich aktualisiert und in seiner Funktionalität den veränderten Zielsetzungen des Folgetextes angepaßt. Dabei sind die strukturellen und topischen Ähnlichkeiten von Prätext und Folgetext als Wirkweise eines progressiven Intertextualitätsverständnisses erkennbar; es entsteht jedoch keine Dialogbeziehung zwischen den Texten im Sinne eines gleichrangigen Verhältnisses.

Der Folgetext ist als eine geschlossene Einheit für sich zu betrachten. Er steht insofern für sich, als er vom Gedanken der Konzeption seines Ursprungstexts (oder mehrerer ihn speisender Ursprungstexte) nicht antizipiert oder gar in seiner möglichen Erscheinungsform 901 Klaus W. Hempfer. Grundlagen der Textinterpretation. Stuttgart 2002, 52 ff.

berücksichtigt werden konnte.

Dennoch läßt hier der Folgetext eine klare Stellungnahme bezüglich seiner Relation zum Prätext erkennen: der Prätext (die Kaiserchronik) wird durch die Continuatio bestätigt, sein realisierbares Sinnpotential folglich angenommen.



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