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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Innerhalb des denkbaren Umgangs des Folgetextes mit einem Prätext sind die Funktionszwecke Kontinuation, Alternative, Neukonzeption und Gegenentwurf zu unterscheiden. Die Kontinuation zeichnet sich meines Erachtens nach durch eine strenge formale Anbindung an einen Prätext aus, während Phänomene wie Alternative, Gegenentwurf und Neukonzeption durchaus mit einer lockeren, bisweilen nur punktuell zu bemerkenden Anknüpfung an einen vorgängigen (Kon-)Text auskommen können.

In vorliegender Continuatio zur Kaiserchronik sind sowohl die weiterführenden Absichten im Formalen zu beobachten als auch die Neukonzeption, die vom Berichtszeitraum, der veränderten Rezipienten- und Auftraggebersituation gedacht werden muss. Die Neukonzeption macht sich durch nur noch punktuelle Übernahmen von Schemata in der Präsentation von Herrscherviten bemerkbar. So entfallen für mehrere der behandelten Geschichten die Umstände der Beendung der Herrschaftszeit. (In den meisten Fällen dürfte hier das Ableben des jeweiligen Herrschers als Ursache in Betracht kommen). Auch durch Kaiserkrönung hervorgerufene Höhepunkte in den Amtshandlungen der Herrscher werden ausgelassen.

Die intertextuelle Relation kann auf besondere Weise die Identität des Folgetextes ausmachen, auch wenn sich gegen den Prätext abgegrenzt werden soll. Meiner Meinung nach konstituiert sich die Continuatio der Kaiserchronik absichtsvoll als Folgetext, indem sie zunächst die Identifikation mit dem Ursprungstext zulässt. Damit ist sie von der ersten Zeile an beim mit prätextuellem Wissen ausgestatteten Publikum akzeptiert.

Hinzu kommt, dass Chroniken immer als unvollständig, der mehr oder minder laufenden Aktualisierung bedürfend, erachtet wurden. Ein Ende würde sich erst dann anbieten, wenn es einfach nichts Positives aus dem Herrscherreich mehr zu berichten gäbe, oder dieses unwiderruflich in seiner Existenz ausgelöscht ist.

Die Bearbeitung stellt dann in der Regel keine Konkurrenz zum Urtext dar, sondern soll verbessernd wirken und den gegenwärtigen Wissensstand reflektieren. Das in der Kaiserchronik Erzählte bietet wertvolle Hintergrundinformationen über genealogische Beziehungen, über Vorgänger in einem bestimmten Herrscheramt. Das Amt stirbt bekanntlich nie, so dass sich eigentlich immer die Möglichkeit für eine Continuatio ergibt.

Wenn sonst stets auf dem aktuellen Stand gehaltene Chroniken dennoch nicht mehr fortgesetzt werden, könnte es a. an einem bereits erreichten und nicht mehr durch positive Herausstellung der Herrscherhandlungen zu ergänzenden Endpunkt liegen oder b. an einer als veraltet und nicht mehr zeitgemäß empfundenen Art des Berichts.

Wie ich in Kapitel IV ausgeführt habe, ist mit dem Ableben des letzten Herrschers der ersten Fortsetzung der Kaiserchronik ein vorläufiger Endpunkt aus einem Mangel an würdigen Nachfolgern im Amt heraus notwendig. Die Chronik wird erst Generationen später und unter erneut veränderter politischer Perspektive und literarischer Zielsetzung weitergeschrieben.

SCHLUSSBEMERKUNGEN ZUR ARBEIT INSGESAMT

Auf den ersten Blick wird die Kaiserchronik meist als ein Textgefüge begriffen, das eine bestimmte Anzahl von Herrscherviten aneinanderreiht, um auf diese Weise die Gründung und den Verlauf der Geschichte des Römischen Reiches zu präsentieren. Jedoch stellt sich hierbei die berechtigte Frage, ob denn zwangsläufig ein Literaturvortrag in der Form eines Lesezyklus oder einer “Ringvorlesung” angenommen werden muss, in dem die gesamte Chronik, über mehrere Sitzungen verteilt, vorgetragen wurde. Meiner Ansicht nach bietet sich eher eine dem christlichen Gottesdienst nachempfundene Vorgehensweise an, 902 wonach eine “Geschichtsstunde”, also die Instruktion in weltlicher Geschichte, die gleichnishafte Besprechung einzelner Textstellen, eventuell einer einzelnen Herrschergeschichte oder auch nur einer kleineren legendenartigen Erzählung, ist.

Es existieren keine gesicherten Kenntnisse darüber, wie eng sich der Vortragende an den Schriftträger hielt, ob es eigene sprachliche oder performatorische Ergänzungen gab.

Wertvolle Rückschlüsse auf die mündliche Vortragssituation erlauben lediglich die Textpassagen, für die die wörtliche Rede angewendet wird, besonders auch die Publikumsanreden, von denen es einige zu bemerken gibt.

Ein Text sollte immer an seine Entstehungs- und intendierten Rezeptionsbedingungen rückgebunden werden. 903 Diese intendierten Rezeptionsbedingungen ließen sich bisher im Falle der mittelalterlichen Literatur nur in Teilaspekten erfassen und versuchsweise erklären. 904 Insbesondere für die Kaiserchronik, die ganz offensichtlich nicht als eine individuell zu rezipierende Lektüre gedacht war, stellt sich die Frage nach den Zuhörergruppen und deren Zusammensetzung. Ein Text wie die frühmittelhochdeutsche Kaiserchronik ist in erster Linie als bestimmte Zuhörerzusammensetzungen ein- oder ausschließender Gebrauchstext zu verstehen, nicht als Freizeitlektüre eines Individuums.

902 Vgl. Ernst Hellgardt. Anonymität und Autornamen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit in der Literatur des 11. und 12. Jahrhunderts. Mit Vorbemerkungen zu einigen Autornamen der altenglischen Dichtung. In: Autor und Autorschaft im Mittelalter: Kolloquium Meißen 1995. Hg.: Elizabeth Andersen. Tübingen 1998, 46 – 72.

903 So fasse ich einmal frei die Thesen Umberto Ecos aus. U. Eco. The Limits of Interpretation. Milan 1990, zusammen.





904 Allen voran Dennis H. Green. Medieval Listening and Reading. The Primary Reception of German Literature 800 – 1300. Cambridge 1994 und Manfred G. Scholz. Hören und Lesen. Studien zur primären Rezeption der Literatur im 12. und 13. Jahrhundert. Wiesbaden 1980.

Es wurde innerhalb dieser Arbeit versucht, den Text ansatzweise an seine primären Rezipienten rückzubinden, indem beispielsweise Fragen nach den Voraussetzungen für innerstädtische Literaturvorträge aufgeworfen wurden und auf die angenommene Funktion und Wirkungsweise der Dialoge eingegangen wurde.

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