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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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“Durch ihren Beginn mit Caesar erweist die Kaiserchronik ihre Eigenart, die sie weder Weltchronik, noch Chronik des sechsten Weltalters sein läßt, sie ist die älteste Reichschronik.” 137 Berücksichtigt man nun noch die Verbindung mit der Volkshistorie, so handelt es sich um universale Reichsgeschichte. Hierzu behauptet Ohly: “Wenn es freilich auch seit Hieronymus allgemeiner Brauch war, Caesar als den ersten Kaiser des römischen Reichs zu betrachten, so blieb doch entscheidend, dass, von Ausnahmen in der byzantinischen Chronistik und bei Otto von Freising abgesehen, der Beginn des vierten Danielschen Reiches bei Caesar und des sechsten Weltalters bei Christi Geburt unter Augustus nicht zusammenfielen.” 138 So gesehen legt gerade die Kaiserchronik einen besonderen Wert auf die Unterscheidung zwischen Caesar, dem Begründer des Römischen Reiches oder vierten Weltreiches, und Augustus, unter dessen Herrschaft das Christenreich oder das sechste Weltalter seinen Anfang nahm. Für das Annolied jedoch scheint der Anfang des Christenreiches bedeutungsvoller als der des Römerreiches, da thematisch das zueinander in Konkurrenz stehende Verhältnis von imperium und sacerdotium im Vordergrund steht. Die Kaiserchronik hingegen läßt Bemühungen erkennen, das Miteinander dieser beiden Komponenten herauszustellen. In der Kaiserchronik bedingen imperium und sacerdotium einander; es sind keine rivalisierenden Kräfte.

Zur Interpretation der Caesargeschichte im Annolied äußert sich Mathias Herweg: “ Noch stärker zu denken gibt die eigenartige Rolle der Deutschen im Zuge der Konstituierung des 137 Ernst Friedrich Ohly. Sage und Legende in der Kaiserchronik. Münster 1940, S.43.

138 Ohly, S.43.

römischen Kaisertums unter Caesar. So vorbildlos sie in ihrer Zeit dasteht, kann sie eigentlich nur als ideologisches Experiment mit klarer tagespolitischer Tendenz verstanden werden.

Anstelle Karls des Großen wird Caesar zum Gründer eines vom Ursprung her römischfränkischen bzw. römisch-deutschen Reiches, dessen Genese als konsequente Fortschreibung der ethnischen Vorgeschichte der deutschen Stämme erscheint.” 139 Er spricht von einer Symbiose von Deutschen und Römern auf der Basis der gemeinsamen Vorfahren und der Vereinigung der Heere gegen den Senat. 140 Weiterhin ist Herwig der Ansicht, dass Caesar vom Dichter des Annolieds nur herangezogen wird, um einen ebenso bedeutenden Gründer für das deutsche Reich aufweisen zu können, wie es Brutus (oder Artus) für Großbritannien und Charlemagne für Frankreich gewesen ist. 141 Das klingt nur dann überzeugend, wenn das Gewicht hier auf der betont älteren Gründung liegen soll. (Dafür spräche dann auch die Genese der einzelnen deutschen Stämme aus einem antiken beziehungsweise biblischen Kontext heraus.) Wird hier der Zeitpunkt der Reichsgründung durch Karl den Großen als zu spät erachtet? Von größerer Bedeutung ist doch, dass sich die Genese des neu zu begründenden Römischen Reiches als Konglomerat verschiedener Völkerstämme, vordergründig der durch Caesar geeinten deutschen, vollzieht. Die später in der Geschichte auftretende fränkische Herrschaft über das Römerreich kann aus dieser Ausgangsposition folgend, nicht als Usurpation betrachtet werden, da die Franken schon von Anfang an ein bedeutsamer Bestandteil dieses neuen Römischen Reiches sind. Diese im Annolied formulierte Version der Reichsgründung bewog offensichtlich den oder die Verfasser der Kaiserchronik, den Großteil der Caesargeschichte zu übernehmen und für die eigenen, in der Kaiserchronik verfolgten Zwecke an entscheidenden Stellen umzutexten.

Sowohl in der Frage der Entstehung der einzelnen Stämme als auch der der kollektiven Identität dieser Stämme unter dem Sammelbegriff ´diutisk ` beschreitet der Annolied-Dichter neue Wege. Insbesondere für die Baiern- und Schwabensage ließen sich bisher keine früheren Belege finden. 142 Der fränkische Entstehungsmythos aus dem Volk der Trojaner heraus hingegen bot schon die Grundlage einer Herrscherlegitimation für frühfränkische beziehungsweise merowingische Könige und dürfte schon zu Annos Zeiten zum allgemein 139 Mathias Herweg. Ludwigslied, De Heinrico, Annolied. Die deutschen Zeitdichtungen des frühen Mittelalters im Spiegel ihrer wissenschaftlichen Rezeption und Erforschung. Wiesbaden 2002, 209.

140 Herweg, S. 291ff.

141 Herweg, 292.

142 vgl. z.B. Gertrud Gigglberger. Untersuchungen über das Annolied. Würzburg 1954, 266-70.

bekannten Sagengut gehört haben. 143 Diese Stammesgeschichten sind bei Anneliese Grau angeführt, 144 ihre Authentizität jedoch bei Herwig wie folgt relativiert: “ Spätestens seit Grau kann der Nachweis als erbracht gelten, dass es sich bei den pseudo-historischen Rückprojektionen nicht um echtes Sagengut (im Sinne kollektiver, im Volk entstandener und tradierter Erzählungen) handelte,..., sondern zumindest dem Ursprung nach um planvollideologieträchtige Konstrukte aus Kanzleien oder Klosterstuben, die auf spezielle Anlässe reagierten und spezifische Zielsetzungen verfolgten.” 145 Zur Funktion dieser Stammesfabeln im Annolied faßt Herwig den Stand der Forschung zusammen, indem er den so erreichten Ausgleich zwischen Reichsuniversalismus und nationaler Identitätssuche verbunden durch die Caesar-Figur herausarbeitet. 146 Seine Erkenntnis, dass im Caesar-Teil zunächst jedem Einzelstamm, implizit aber auch schon den Deutschen insgesamt, ein exponierter Platz im göttlichen Heils- und Geschichtsplan zugewiesen wird, noch bevor der “Frankenfreund Caesar weltverändernd auf den Plan tritt”, 147 läßt sich ohne Weiteres auch auf die entsprechende Textstelle in der Kaiserchronik beziehen.





Jedoch gilt es, auf die zwar auffällig wenigen, aber vorhandenen Textabweichungen einzugehen. Zunächst fehlt in der Kaiserchronik die Information, woher die Schwaben

ursprünglich kamen. Dies wird im Annolied so erklärt:

§19: Undir bergin ingegen Suâben hiz her vanin ûf haben, deri vordirin wîlin mit herin dari cumin wârin ûber meri.

Mit mîslichemo volke si slûgen iri gecelte (ab hier setzt KChr vv.287ff. ein)...

Die Kaiserchronik legt offenbar keinen besonderen Wert auf die überseeische Herkunft der Schwaben, wohl aber auf die Individualisierung des Kampfgeschehens, indem ein Gegner 143 vgl. z.B. Gerhard P. Knapp. Hector und Achill: Die Rezeption des Trojastoffes im deutschen Mittelalter.

Bern 1974.

144 Anneliese Grau. Der Gedanke der Herkunft in der deutschen Geschichtsschreibung des Mittelalters (Trojasage und Verwandtes). Würzburg 1938.

145 Herwig, 435.

146 vgl. Herwig, 428-57.

147 Herwig, 430.

namens Prenne eingeführt wird (KChr.,V.274f.) Letzeres steht damit schon ganz in der Tradition des höfischen Kampfgeschehens.

Ähnlich erweitert die Chronik bei der Bayernorigio 148 um die Herzöge Boimunt und Ingram,

während an anderer Stelle gekürzt wird. Hier schreibt das Annolied:

§20: Duo sich Beirelant wider in virmaz die mêrin Reginsburch, her se bisaz.

Dâ vanter inne helm unti brunigen, manigin helit guodin, die dere burg hûdin.

Wiliche knechti dir wêrin, (Ab hier setzt KChr., V. 311ff. ein.) Da die Donaustadt Regensburg in der Kaiserchronik erst unter Augustus gegründet wird, kann sie an dieser Stelle noch nicht erscheinen. Beiden Texten gemein ist die Zurückführung des Bayernstammes auf die Armenier und Noah als namentlich bekanntem Gründer und den

geografischen Ursprung Ararat. Das Annolied fügt noch hinzu:

§20:...Ararat.

Man sagit, daz dar in halvin noch sîn, die dir diutschein sprechin, ingegin India vili verro.

Peiere vûrin ie ci wîge gerno.

Den sigin, den Cêsar an un gewan, (Hier setzt KChr.,V.323f. wieder ein.) mit bluote mûster in geltan.

148 Die Verbindung von origio gentis und Universalgeschichte findet sich schon bei Frutolf. So heißt es bei Peter Classen. Res gestae, Universal History Apocalypse: Visions of Past and Future. In: Renaissance and

Renewal in the twelfth century. Ed. by Robert L. Benson and Giles Constable. Cambridge, MA 1982, 387-420:

`` Frutolf tried to make his chronicle readable by incorporating stories from various sources. When introducing a new people, he adds a comprehensive origio gentis – as for the Franks, Goths,... Lombards, and Saxons.´´ (Classen, 400) Der Kaiserchronist wollte möglicherweise kürzen. Die Einschätzung, dass die Bayern seit eh gern in den Krieg zögen, hätte aber das Regensburger Publikum vermutlich schon interessiert.

Das Weglassen stellt inhaltlich keine wesentliche Änderung dar. Anders verhält es sich mit der Motivation Caesars, sich in Kriegshandlungen gegen die Bayern zu engagieren. Sind es in der Kaiserchronik die Schwaben, die dazu raten (entsprechend dem herbeigeführten Vasallenverhältnis, wonach die Fürsten ihrem neuen Herrn mit Rat dienen), so ist der Beginn

der Kampfhandlungen im Annolied nicht als Angriffskrieg Caesars geschildert:

§20: Duo sich Beirelant wider in virmaz,...

Demnach führen die Bayern den Krieg herbei. Damit wird erneut die kriegerische Haltung der Bayern angesprochen und dem Publikum beziehungsweise Leserkreis der Kaiserchronik auf diese Weise eine weitere für sie wichtige Information vorenthalten. Die Änderungen des Kaiserchronisten können somit als planvoll gelten. Insgesamt gesehen, geben die Bayern in beiden Texten eine gute Figur ab. Anders verhält es sich mit den Sachsen, von denen es im

Annolied heißt:

§21: Der Sahsin wankeli mût dedimo leidis genûg (ab hier nahezu gleicher Wortlaut mit KChr.) sôr si wând al ubirwundin havin sô wârin simi aver widiri.

Die lisit man daz si wîlin werin al Des wunterlîchin Alexandris man,...

duo her ci Babilônie sîn einti genam.

Duo cideltin daz rîche viere sîni man, dî dir al duo woltin kuninge sîn.

Dandere vuorin irre, unz ir ein deil mit scifmenigin quâmin nidir cir Eilbin, dâ die Duringe duo sâzin, die sich wider un vermâzin.

Cin Duringin duo dir siddi was, daz si mihhili mezzir hiezin sahs, der dî rekkin manigis druogin.

Damidi si die Duringe slûgin Mit untrûwin ceiner sprâchin, die ci vridin si gelobit havitin.

Von den mezzerin alsô wahsin Wurdin si geheizzin Sahsin. (Damit endet KChr,342.) Svie si doch ire ding ane vîngen, si muostin Rômerin alle dienin.

Der wankelnde Mut der Sachsen wird in der Kaiserchronik durch grimmigez muot (Z.325) ersetzt, die untriwe (Z. 339), die die Sachsen die getroffenen Friedensvereinbarungen mit den Thüringern brechen läßt, wird beibehalten. So entsteht der Eindruck, unterstrichen noch durch die Erwähnung der Messer, dass es sich bei den Sachsen um ein recht wildes, noch wenig kultiviertes, dafür aber kampflustiges Volk handelt. Dies dient vielleicht nur der oberflächlichen Charakterisierung; wirklich bedeutsam ist zweifellos die edle und lange in die Vergangenheit reichende Abstammung von Alexander und den Babyloniern. Kaum ist dieser

Sachverhalt noch zu steigern. Dann zieht Caesar aber weiter zu den Franken:

Sowohl Annolied als auch Kaiserchronik bezeichnen die Franken als Caesars mâgin, da beider Vorfahren aus dem griechischen Troja stammen. 149 Dann erzählt die Kaiserchronik

etwas ausführlicher:

349 Ob ir iz gelouben wellent, daz ich iu will rehte zellen, wi des herzogen Ulixes gesinde 149 Obwohl aus dieser Verwandtschaft noch kein Erbanspruch auf Rom gegeben sein kann (vgl. Walter MüllerRömheld. Formen und Bedeutung genealogischen Denkens in der deutschen Dichtung bis um 1200. Frankfurt a.M. 1958, 62), wird doch die Prädisposition der Franken aufgezeigt. Ittenbach (Max Ittenbach. Deutsche Dichtung der salischen Kaiserzeit. Würzburg 1937, 68) hatte einen Thronfolgeanspruch des fränkischen Geschlechts auf Gund der Verwandschaftsbeziehungen allein behauptet.

ain cyclops vraz in Sicilje, daz Ulixes mit spiezen wol rach, do er slafende im sîn ouge ûz stach.

355 sîn gesclähte dannoh was in dem walde alsô hôh sam die tanpoume.

An der stirne habeten si vorne ain ouge.

Nû hât si got von uns vertriben hinnen 360 in daz gewälde enehalb Indîe.

Ab hier schildern beide Texte, wie Elenus die Witwe Hektors ehelichte und Anthenor Mantua und Padua schuf, nachdem Troja zerstört war. Dann gründete Eneas Rom. Darauf zogen die Franken weiter an den Rhein, der für sie so groß war wie ein Meer (Kchr.,V. 375, AL §22).

Die Siedlungsstätte am Rhein ist folglich ebenfalls an einem großen Gewässer gelegen und damit Rom ebenbürtig.

Von allen deutschen Stammessagen gestaltet sich die der Franken am ausführlichsten.

Dennoch entsteht keineswegs der Anschein, der Dichter würde zu sehr ins Detail gehen, sich zu langer Rede hinreißen lassen. Diese Stammessage wirkt wohlkonstruiert; der Verfasser hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern ist um eine wirkliche Erklärung des Verwandtschaftsverhältnisses zwischen Franken und Römern bemüht. Wichtige Personenund Städtenamen finden Eingang in die Erzählung; jede Zeile birgt ein dem weiteren Verständnis der Chronik/des Annoliedes förderliches Kondensat an Informationen. Es fehlen jedoch Einschübe eines Erzählers, die die gesteigerte Aufmerksamkeit des Hörers/Lesers

verlangen würden. Einzig die Kaiserchronik fügt ein:

349 Ob ir iz gelouben wellent, daz ich iu will rehte zellen,...

Andere Einschübe dieser Art sind im Caesar-Text jedoch nicht zu finden.



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