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«Caesar, Konstantin, Karl und Friedrich – Zu Darstellung und Funktionalität ihrer Herrschergeschichten in der frühmittelhochdeutschen ...»

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Bezogen auf die Summe der vier Stammesfabeln weist Herwig 150 auf die kollektiven Eigenschaften, die das durch Caesar geeinte deutsche Volk nun besitzt, hin: es kann nun biblischeund trojanische Herkunft für sich beanspruchen. Betrachtet man aber die vier Stämme als einzelne, so ist eine schlummernde Rivalität wahrscheinlich. (So verstehe ich Herwigs Ausführungen.) “Die Bayern werden zu Nachkommen Noahs und sind damit viel älter als die Franken. Dies wird zwar nicht so deutlich ausgesagt, aber wenn das Annolied und später die Kaiserchronik so nachdrücklich auf Noah und die Arche hinweisen, die noch heute auf dem Berg Ararat stehe, so ist dieser Schluß fast zwingend.”, heißt es bei Herwig, der sich auf Störmer bezieht. Meiner Ansicht nach sollte man den Konkurrenzgedanken der Stämme nicht überbewerten. Für die Kaiserchronik mit Bayern als Entstehungsort paßt diese Theorie zwar sehr gut, aber das ältere Annolied wurde nicht in Bayern geschrieben, und der Verfasser war Schwabe, sein Publikum rheinfränkisch. Ohne weitere Belege macht die Diskussion um eine mögliche Rivalität zwischen Bayern und Franken oder gar die Einbeziehung der anderen Stämme wenig Sinn. Ihrer Funktion nach sind nur die Franken wichtig. Darüber hinaus ist einfach nur ein Bestreben erkennbar, alle deutschen Stämme nutzbringend und für das neue Römische Reich wertvoll erscheinen zu lassen. Inwiefern dies nun für jedes einzelne Volk gelungen ist, ist nebensächlich.

Andererseits erwähnt der Annolied-Dichter neben den Zeichen des Geschlechtes der Armenier, der Vorfahren der Bayern, die sich noch an der Arche auf dem Berg Ararat befänden, die deutsche Sprache, die in Teilen Indiens /Asiens noch gesprochen werde.

§20:...

Iri ceichin noch du archa havit Uf den bergin Ararat. (KChr. folgt dem Text bis hier.) Man sagit, daz dar in halvin noch sîn, die dir diutschin sprechin, ingegin India vili verro.

Ginge man von einem Konkurrenzverhalten der deutschen Stämme untereinander aus, so 150 vgl. Herwig, 437ff.

151 Herwig, 442.

152 Wilhelm Störmer. Beobachtungen zu Aussagen und Intentionen der bayrischen Stammes-Sage des 11./12.

Jhds. In: Fälschungen im MA, 1. Hannover 1988, 451-70.

müßte diese Textstelle als Pluspunkt für die Bayern gewertet werden, haben sie doch demgemäß den Ursprung der deutschen Sprache in Asien für sich beanspruchen können, oder, folgt man dieser Argumentation, die deutsche Sprache von dort nach Bayern und damit ins deutsche Land gebracht. Diese Hypothese erscheint etwas unglaubhaft. Vielleicht hat der Verfasser der Kaiserchronik das Annolied hier nicht verstanden oder diese Stelle aus Gründen der mangelnden Glaubwürdigkeit ausgespart.

1.2.2. Die Gesta Treverorum A. Entstehung “Die Gesta Treverorum stehen in einer literarischen Tradition, die, von dem Liber Pontificalis begründet, von Paulus Diaconus nach Metz vermittelt, gerade im lothringischen Raum recht häufig aufgegriffen ist.” 153 Zur Darstellung kommt hier die Geschichte eines Bistums, realisiert durch eine Reihe von Bischofsbiografien; diese seien besonders aus antiken Quellen, zum Beispiel aus Caesars Bellum Gallicum gespeist. 154 Zur Anonymität ihres Verfassers oder ihrer Verfasser bemerkt Heinz Thomas: “Die Gesta Treverorum gelten weniger als das von einem einzelnen Verfasser individuell gestaltete Werk – wiewohl die Redaktion A von einem einzigen Autor stammen mag -, sie wurden vielmehr als Kodifizierung der trierischen Geschichtstradition verstanden, die jederzeit von einem anderen Redaktor wieder aufgegriffen und weitergeführt werden konnte.”

B. Überlieferung

Die Überlieferung der Gesta zur Geschichte Triers von den sagenhaften Anfängen bis in das Jahr 1101 erfolgte in zahlreichen Handschriften, von denen zumindest die Redaktion A als Quelle für das Annolied und die aus diesem schöpfende Kaiserchronik in Frage kommt. 156 “Allem Anschein nach wurde die Redaktion A der Gesta Treverorum wie sie uns in den frühen Handschriften dieser Klasse vorliegt, um das Jahr 1101 abgeschlossen.” 157 Die Redaktion B habe dem Text von A außerdem noch einige Notizen aus Suetons Caesarenleben eingefügt. 158 Dieser Einschub würde dann die Ansicht Thomas´ untermauern, dass keine Fassung der Gesta Treverorum als unumstößliches literarisches Werk gegolten hat, dass ein 153 Heinz Thomas. Studien zur Trierer Geschichtsschreibung des 11. Jahrhunderts insbesondere zu den Gesta Treverorum. Bonn 1968, 6.

154 Thomas,7.

155 Thomas, 7.

156 Vgl. Thomas, 7.

157 Vgl. Thomas, 25 und, erneut diesen Zeitpunkt bekräftigend, 33.

158 Thomas, 25.

Redaktor durch ihm als passend erscheinende antike Quellen die geschriebene Geschichte Triers bereichern durfte. “Klasse C endlich folgt für die Zeit bis 1132 im wesentlichen dem Textbestand von B, doch hat der Redaktor mehrfach Urkunden inseriert, die den Bericht von A oder B bestätigen sollen.” 159

C. Bezug zu Annolied und Kaiserchronik

Heinz Thomas vertritt die Position, dass nicht die volkssprachige Dichtung des Annolieds die lateinische Quelle, die Gesta Treverorum, ausgeschrieben habe, vielmehr sei diese von dem mittelhochdeutschen Lied abhängig. 160 Er weist daraufhin, dass das einzig gewichtige Argument für eine Datierung der Dichtung in die Zeit nach 1105 bisher die Textberührung mit den Gesta Treverorum war, denen man als lateinischer Quelle unbesehen die Priorität zubilligte.161 Thomas hingegen bemerkt, dass dem Redaktor der Gesta bei seiner Gestaltung der Kapitel 13 und 15 (Sage von der Weinleitung und Sage vom Zug der Gallier und Germanen gegen Rom) das Annolied bekannt gewesen ist, und dass dieses wiederum die Hystoria Treverorum (vgl. mein nächstes Unterkapitel 1.2.3.) ausgeschrieben haben kann.162 Sowohl die Gesta Treverorum als auch das Annolied berichten in einer Weise, die die gegenseitige Beeinflussung wahrscheinlich macht, von Caesars Kampf um die Stadt Trier.





Erst die auf den Sieg Caesars folgenden Zeilen (435ff.) der Kaiserchronik erscheinen weder im Annolied noch in den Gesta Treverorum; sie sind vermutlich als Schöpfung der

Kaiserchronik zu verstehen:

435 Alse Juljus in Triere chom, sî wânten, si hêten alle den ir lîp verlorn.

Cêsar was edele unt kuone, diu burch dûht in veste unt scône;

159 Thomas, 25.

160 Thomas, 131.

161 Thomas, 131.

162 Thomas, 131.

von diu liez er die herren 440 in den selben êren dâ er sî vor inne vant.

Für den weiteren Verlauf der Caesarepisode der Kaiserchronik ist dieser Einschub von großer Bedeutung, zeigt er doch Caesar als mildtätigen Herrn und schafft die nötigen erzählerischen Voraussetzungen für den später erfolgenden Zusammenschluß der Streitkräfte Caesars mit denen der Trierer und der anderen deutschen Stämme. Den Gesta Treverorum hingegen liegt eine andere literarische Zielsetzung zu Grunde. Wie der Titel bereits aussagt, wird ausschließlich von Geschehnissen um die Stadt Trier berichtet. Auch hier ficht Caesar im Auftrag der Römer einen langen Kampf gegen die Trierer, 163 wobei sich besagter Auftrag eigentlich gegen Gallien bezog und Trier offensichtlich mit zu Gallien gerechnet wurde, was

in seinem Ursprung auch noch in der einige Dekaden jüngeren Kaiserchronik anklingt:

395 Dannoh stuont Triere mit michelen êren.

si stuont an einem ende in Franken lande, in Bellicâ Galliâ.

...

In der Kaiserchronik wirkt diese Textstelle freilich wie ein Fremdkörper, der sie ja auch ist.

Archaisch wirkt diese Beschreibung der Lokalisation Triers als nicht ganz fränkisch, aber auch nicht eindeutig gallisch. Dies entspricht noch ganz dem Denken der antiken Römer, die ebenfalls die gallisch-germanische Grenze nicht genau zu orten wußten. 164 Zwar galt der Rhein gemeinhin als eine greifbare Begrenzung, Übertretungen nach beiden Seiten hin waren aber an der Tagesordnung, so dass sich die Grenzen ständig verschoben und man zu diesem Zeitpunkt der Geschichte kaum von einer festen Grenze sprechen konnte.

Um wieder auf die Gesta Treverorum zurückzukommen, so gibt es in der Behandlung der 163 Thomas, 128.

164 24 Thomas, 128.

Caesar-Episode im Vergleich zum Annolied und zur Kaiserchronik trotz der auffallenden Übereinstimmungen doch einige wesentliche Unterschiede. Erst einmal sind natürlich, wie schon der Titel vermuten läßt, alle Handlungsabläufe auf die Stadt Trier gerichtet. So ist Trier bereits lange vor Rom gegründet; andere Städte werden nicht erwähnt. 165 Auch hier werden thematisch die Auseinandersetzungen Caesars mit Pompeius und dem Senat aufgegriffen.

Jedoch wird der Verlauf des Geschehens anders geschildert: Demnach stellen sowohl Germanen als auch Gallier Heere zur Hilfe Caesars. Jedoch werden die Hilfstruppen nicht ordnungsmäßig belohnt, worauf die gallischen Truppen die vorherige Schmach rächen. 166 Die Frage stellt sich erneut, da die Gesta Treverorum etwa zeitgleich mit dem Annolied entstanden sind, ob nicht eine gemeinsame Quelle anzunehmen ist oder zumindestens von einer gegenseitigen Beeinflussung auszugehen ist. Heinz Thomas führt aus: “ Da eine verlorene Trierer Quelle für die Vermittlung der Sage ebenfalls nicht in Frage kommt,..., ist die Behauptung nicht zu gewagt, der Redakteur der Gesta habe das Annolied gekannt und ausgeschrieben..... Die Erzählungen der Gesta Treverorum über die der Niederlage der Treverer im Kampf gegen Caesar folgenden Ereignisse setzen sich aus 2 Sagenkreisen zusammen,... der Sage von dem Hilfebegehren Caesars an Gallier und Germanen sowie...

der Sage von der Drususschlacht bei Bingen. Mit dem Annolied haben die Gesta lediglich die erste Sage gemeinsam, während die Schlacht bei Bingen weder im Annolied noch von der von diesem abhängigen Kaiserchronik berichtet wird.” 167 Die Quellenlage kann in diesem Rahmen dennoch nicht eindeutig geklärt werden.

In jedem Fall entschied der Verfasser der Kaiserchronik, nachdem er die Ereignisse um die Stadt Trier im Annolied und möglicherweise in den Gesta Treverorum erzählt fand, sie in weiten Teilen für seine Chronik zu verwenden. Die im Vergleich zum Annolied und zu den Gesta Treverorum zugefügte Passage über die Angst der Trierer vor Bestrafung und die tatsächlich eintretende milde Behandlung durch Caesar zeugt vom Geschick des Kaiserchronisten, die Eignung eines bereits bestehenden Themas in Bezug auf seine eigene Geschichtsdarstellung zu erkennen. So wirken die von ihm vorgenommenen Änderungen äußerst planvoll und sinnstiftend.

Die Triersage wird hier zunächst darauf verwendet, eine noch positivere Charakterschilderung Caesars als im Annolied zu erzielen.

165 vgl. Thomas, 128f.

166 Thomas, 131.

167 Thomas, 129.

1.2.3. Die Hystoria Treverorum A. Entstehung “Vom Verfasser der Hystoria wissen wir nicht einmal seinen Namen, geschweige die Zeit, zu der er gelebt hat.” 168 So urteilt Heinz Thomas über den anonymen Verfasser der Hystoria Treverorum. Der Inhalt umfasse folgende Punkte, in Klammern die jeweils entsprechenden

Abschnitte der Gesta Treverorum:

1. (7) Die Einleitung der Missionsgeschichte bis zur Ankunft der Apostelschüler in Trier 2. (1) Gründungsgeschichte 3. (2) Schilderung des antiken Trier 4. (4) Die Geschichte des Arimaspes 5. (5) Kampf gegen Caesar. 169

B. Überlieferung

“Wann ist die Hystoria geschrieben worden? Bei den Gesta Treverorum haben wir immerhin den Zeitpunkt 1101, zu dem die Redaktion A abgeschlossen worden ist.” 170 Dennoch ist Heinz Thomas in der Lage, mehrere Fassungen deskriptiv zu unterscheiden. Demnach verzeichne die Fassung A die Geschichte Triers von den Anfängen bis Tiberius, die Rezensionen B und C erzählten die Profangeschichte gleich zweimal, einmal als ausführlichen eigenständigen Bericht nach Fassung A, ein zweites Mal als “digressio” innerhalb der so genannten Hystoria; 171 nahezu alle Handschriften der Klassen B und C hätten dem von B inserierten Fragment der Bistumsgeschichte mit dem profangeschichtlichen 168 Thomas, 43.

169 Thomas, 43.

170 Thomas, 41.

171 Thomas, 40.

Exkurs den Titel Hystoria Treverorum vorangestellt. 172 C. Bezug zu Annolied und Kaiserchronik “Daß die Hystoria dem Dichter des Annolieds zur Quelle gedient haben kann, braucht nach der Datierung des Trierer Werkes in die Zeit vor 1060/62 nicht mehr bezweifelt werden.” 173 Direkte Einflüsse kann Heinz Thomas aber nicht aufzeigen. Es bleibt zu konstatieren, dass Teile der Triersage, wie sie sowohl die Gesta als auch die Hystoria Treverorum vermitteln, in das Annolied und somit in die von diesem abhängige Kaiserchronik gelangt sind. Ich habe versucht aufzuzeigen, wie der Kaiserchronist die bestehenden Sagen um die Stadt Trier, von denen er auch durch andere Formen der Überlieferung Kenntnis gehabt haben kann, dem Konzept seines Geschichtswerkes, das es noch näher zu erläutern gilt, anzupassen weiß.

172 Vgl. Thomas, 40.

173 Thomas, 121.

1.3. Aufbau von Geltungsansprüchen Bisher ausgespart in meinen Überlegungen habe ich, wegen ihrer Komplexität und ihrer kontroversen Deutung in der Fachliteratur, die Danielsvision. Für den Aufbau von Geltungsansprüchen ist sie jedoch von entscheidender Bedeutung. Sie erscheint in der Caesarepisode der Kaiserchronik unmittelbar nachdem Caesar die Alleinherrschaft über das Römische Reich gewonnen hat und unmittelbar bevor die Siegesfeierlichkeiten stattfinden können. (Z. 526 – 590). Dieser Einschub wirkt hastig, so als wolle der Chronist noch schnell eine für die Gesamtbeurteilung der Person Caesar wichtige Information nachtragen. Dann erst könne der Sieg so richtig gefeiert werden. Es ist zudem bezeichnend, dass diese Textstelle in der Quelle, im Annolied, gar nicht in die Caesargeschichte eingebettet ist und folglich eine von der Vision in der Kaiserchronik verschiedene Funktion hat.

Im Annolied sollen die aus dem alttestamentlichen Buch Daniel entliehenen vier Tiere der Vision vier Reiche repräsentieren. Die entsprechende Textstelle in der Kaiserchronik hat in der Vergangenheit die unterschiedlichsten Interpretationen erfahren, wobei sich einige Deutungsmodelle besonders gut durchsetzen konnten, so dass die nachfolgende Forschung auf bereits weitgehend akzeptierte Ansätze zurückgreifen konnte. Ich möchte nicht die gesamte Forschungsdiskussion noch einmal aufleben lassen, stelle aber gern die bedeutendsten Vertreter und ihre Positionen kurz vor.

1.3.1. Ernst Friedrich Ohly



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